Eine Straße wird von Schlamm überspült.
Von Schlamm überschwemmte Straße in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: Matthias Ertl

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen Toter und blockierte Straßen nach Unwetter

Bei Gewittern über Mitteldeutschland ist ein Mensch gestorben, ein weiterer wurde bei dem Unfall nahe Meißen schwer verletzt. In Sachsen-Anhalt blockierte eine Schlammlawine eine Straße und in Thüringen legte ein Blitz eine Regionalbahnstrecke streckenweise lahm.

Eine Straße wird von Schlamm überspült.
Von Schlamm überschwemmte Straße in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: Matthias Ertl

Über weite Teile Mitteldeutschlands sind am Mittwochabend heftige Gewitter mit Starkregen hinweggezogen. Im Landkreis Meißen kam ein Autofahrer ums Leben, einer wurde lebensgefährlich verletzt. Die Polizei vermutet, dass er einem während eines Unwetters umgestürzten Baum ausweichen wollte und dabei mit seinem Wagen frontal gegen ein anderes Auto prallte. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt. Die B101 bei Meißen wurde zeitweise überflutet.

Schlammlawine und Blitzschlag behindern Verkehr

Im Süden von Sachsen-Anhalt liefen viele Keller voll, Straßen wurden überflutet. Die Leitstelle Naumburg teilte MDR AKTUELL mit, bei Droyßig habe eine Schlammlawine eine Kreisstraße blockiert. Nach Polizeiangaben bleibt die Straße noch einige Zeit gesperrt, weil die Straße noch gereinigt werden muss. Für Probleme hat der starke Regen auch in Langendorf bei Weißenfels gesorgt, wo ein Auto in einen herabfallenden Ast fuhr.

In Thüringen kam es im Bahnverkehr zwischen Altenburg und Gößnitz zu Behinderungen, nachdem ein Blitz in die Oberleitung eingeschlagen hatte. Wie die Polizei mitteilte, wurde im Wartburgkreis die Landstraße zwischen Wünschensuhl und Fernbreitenbach überspült. Außerdem hätten Wasser- sowie Schlammmassen die B180 in Niederleupten im Altenburger Land überflutet.

Aus dem nordrhein-westfälischen Viersen wurde ein Tornado gemeldet. Der Polizei zufolge wurden durch den Wirbelsturm mindestens zwei Menschen verletzt. 40 bis 50 Wohnhäuser seien beschädigt worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Mai 2018 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2018, 11:23 Uhr

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1 Kommentar

17.05.2018 14:54 Morchelchen 1

Es gibt scheinbar kein Gewitter mehr, wo es nicht stellenweise zu enormen Umweltschäden und Sachschäden kommt. Sobald eine Gewitterfront naht, kann man bereits Angst kriegen, dass dieses Mal (wieder) das eigene Grundstück verwüstet wird. Ich erinnere mich ab und an etwas neidvoll an meine Kindheit. Wir standen zwar auch häufig nachts im Haus, fluchtbereit im Trainingsanzug und mit Gummistiefeln, wenn straffe Gewitter waren. Doch konnte man nach Abzug der Gewitter aufatmen, es waren tatsächlich jahrzehntelang in meinem Heimatdorf niemals Folgeschäden zu verzeichnen, wie es die heutzutage ständig gibt,
ertragen muss.