Utrecht: Niederländische Polizisten einer Spezial-Einheit bereiten sich auf einen Einsatz in einem Gebäude vor.
Drei Menschen waren in Utrecht erschossen worden. Bildrechte: dpa

Nach Anschlag Hauptverdächtiger von Utrecht soll allein gehandelt haben

Die Staatsanwaltschaft in Utrecht will den mutmaßlichen Täter wegen Terrorismus anklagen. Außerdem soll der Mann allein gehandelt haben. Persönliche Probleme des Täters werden als Motiv aber nicht ausgeschlossen.

Utrecht: Niederländische Polizisten einer Spezial-Einheit bereiten sich auf einen Einsatz in einem Gebäude vor.
Drei Menschen waren in Utrecht erschossen worden. Bildrechte: dpa

Die Staatsanwaltschaft in Utrecht klagt den mutmaßlichen Schützen wegen Terrorismus an. Er soll sich wegen mehrfachen Mordes mit terroristischem Motiv verantworten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zudem habe der Mann vermutlich allein gehandelt. Die Ermittlungen hätten Hinweise ergeben, "dass der Verdächtige während der Schüsse keine Hilfe von anderen Personen bekommen hat", hieß es.

Trotz der Anklage wegen Terrorismus schließt die Staatsanwaltschaft persönliche Probleme "in Kombination mit einer Radikalisierung" als Motiv aber nicht aus. Es solle ein psychiatrisches Gutachten erstellt werden. Zuvor war berichtet worden, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt habe. Laut den Ermittlern konnte aber keine persönliche Beziehung zwischen dem 37-Jährigen und den Opfern festgestellt werden.

Drei Menschen erschossen

Am Montag waren drei Menschen in einer Straßenbahn im niederländischen Utrecht erschossen und mehrere verletzt worden. Später war der 37-Jährige festgenommen worden. Ein weiterer Mann der auch festgenommen wurde, soll dem Verdächtigen laut Staatsanwaltschaft erst später geholfen haben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. März 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2019, 12:41 Uhr