Luftbild von Bäumen, Flammen und Rauch.
Die Annaburger Heide brennt auf einer Fläche von rund 80 Hektar Bildrechte: Feuerwehr

Annaburger Heide Feuerwehr hat Waldbrand weitgehend unter Kontrolle

Die Feuerwehr kommt im Kampf gegen den Waldbrand östlich von Wittenberg offenbar voran. Obwohl der Wind die Flammen immer wieder anfacht, hat sie das Feuer unter Kontrolle. Der Einsatz wird aber noch Tage dauern.

Luftbild von Bäumen, Flammen und Rauch.
Die Annaburger Heide brennt auf einer Fläche von rund 80 Hektar Bildrechte: Feuerwehr

Der Waldbrand in der Annaburger Heide wird die Einsatzkräfte noch Tage beschäftigen. Das teilte die Leitstelle der Feuerwehr dem MDR mit. Sie erklärte, der Wind fache das Feuer immer wieder an. Das Feuer sei aber weitestgehend unter Kontrolle.

Die Einsatzkräfte werden den Angaben zufolge regelmäßig ausgetauscht. In der Nacht zu Sonntag seien 50 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Seit Sonntagmorgen ist eine neue Schicht mit 60 Mann im Einsatz.

Dutzende Löschfahrzeuge im Einsatz

Der Waldbrand östlich von Wittenberg lodert zum größten Teil in Sachsen-Anhalt an der Landesgrenze zu Brandenburg. Er umfasst nach Angaben der Leitstelle insgesamt 80 Hektar. Das entspricht einer Fläche von mehr als 100 Fußballfeldern. Auch ein Löschhubschrauber der Bundeswehr war im Einsatz.

Der erste Waldbrand war der Leitstelle am Freitag gemeldet worden. Durch die Trockenheit und starke Winde breiteten sich die Flammen rasch zu einem Großfeuer mit mehreren Brandstellen aus. Der Wind erschwerte zusätzlich die Löscharbeiten.

Explosionen auf Truppenübungsplatz

Das Feuer wütet auch auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr im Raum Holzdorf/Schönewalde. Dort explodiert immer wieder im Boden liegende Munition. Für die Feuerwehren war das Löschen der Brände in dieser Zone nicht möglich.

Dafür kam der Löschhubschrauber der Bundeswehr zum Einsatz. Weite Teile der Annaburger Heide, in der es ausgedehnte Mischwälder mit Kiefern und Eichen gibt, werden als Standortübungsplatz der Bundeswehr genutzt.

Feuer in mehreren Bundesländern Waldbrand in der Annaburger Heide

Seit Freitag brennt es in der Annaburger Heide. Das Feuer hat sich mittlerweile auf 80 Hektar ausgebreitet. Feuerwehr, Bundeswehr und Katastrophenschutz arbeiten zusammen. Bis das Feuer gelöscht ist, kann es Tage dauern.

Luftbild einer großen Rauchwolke.
Am späten Freitagnachmittag entzündete sich das Feuer in der Annaburger Heide. Bildrechte: Feuerwehr
Luftbild einer großen Rauchwolke.
Am späten Freitagnachmittag entzündete sich das Feuer in der Annaburger Heide. Bildrechte: Feuerwehr
Drei Männer besprechen sich.
Betroffen sind laut einem Sprecher der Leitstelle die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und vor allem Brandenburg. Bildrechte: MDR/TNN
Schild ''Einsatzleitung'' an einem roten Fahrzeug.
Deshalb wurde die Einsatzzentrale im brandenburgischen Rahnisdorf nahe Herzberg errichtet. Bildrechte: MDR/TNN
Ein Mann hält ein Luftbild einer Waldfläche in den Händen.
Das Feuer wütet auch auf einem Truppenübungsplatz und hinterlässt verkohlte Natur. Es soll immer wieder zu Explosionen gekommen sein, weil in dem Gebiet Munition liegt. Bildrechte: MDR/TNN
Luftbild von Bäumen, Flammen und Rauch.
Die Leitstelle befürchtet, dass es noch mehrere Tage dauern wird, bis das Feuer gelöscht ist.

Quelle: MDR/lk
Bildrechte: Feuerwehr
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 11. August 2018 | 19:00 Uhr

Fenster und Türen schließen

Wohnsiedlungen sind durch das Feuer nicht bedroht. Allerdings wurden aufgrund der Rauchentwicklung die Anwohner in den Bereichen Herzberg, Schlieben, Kremitzaue und Schönewalde in Brandenburg gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimageräte abzuschalten. Der Rauch des Waldbrandes ist auch bis nach Wittenberg zu riechen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. August 2018 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2018, 08:47 Uhr

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37 Kommentare

13.08.2018 21:45 Mediator an Querdenker(36) 37

Ich muss sie leider enttäuschen, aber die wahre Botschaft lautet wohl anders als sie es sich erträumen.

Was im Artikel nicht erwähnt wird ist, dass:

1. die Polizei in TH aktuell lediglich über einen veralteten BO-105 und einen modernen EC-145 verfügt.

2. dass es für einen im Jahr 2009 beschädigten BO-105, der daraufhin verkauft wurde, seit über 10 Jahren keine Ersatzbeschaffung gab

3. dass die Ersatzbeschaffung eines weiteren EC-145 bereits im März 2018 durch die Presse ging

4. dass die alte BO-105 verkauft wird.

Auf gut deutsch steigt die Zahl der Hubschrauber nicht an. Es wird lediglich ein altes durch ein neues leistungsfähigeres Muster ersetzt. Dies hat vor allem Kostengründe, da dadurch die Wartung deutlich günstiger wird.

Ach ja - man kann da auch einen Löschbehälter ranhängen. Das ist aber wohl nur ein Nebeneffekt.

Manchmal lohnt es sich Pressemitteilungen des IM zu hinterfragen, auch wenn man sich durch diese in seiner Meinung bestätigt fühlt.

13.08.2018 20:16 Querdenker 36

Thüringen schafft nun, aufgrund des politischen Druckes, einen zweiten Löschhubschrauber an, der größere Behälter benutzen kann. Nur die größeren Behälter haben die nötige Effektivität im Ernstfall. Ich hoffe andere Bundesländer ziehen nach.

siehe „insuedthueringen Thüringen schafft zweiten Helikopter für Löscheinsätze an“

Zitat: „Thüringen wird noch in diesem, spätestens aber im nächsten Jahr einen weiteren Polizei-Hubschrauber in Dienst stellen, mit dem Brände aus der Luft bekämpft werden können.“

Die „4. Gewalt“ sollte an dem Thema dran bleiben, im Interesse der vielen Feuerwehrleute, die ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

13.08.2018 19:36 Querdenker 35

@Mediator 34

Weil Ihnen die Argumente fehlen, fingen Sie in ihrem Beitrag 22 an, über genetische Merkmale von Menschen zu schwadronieren. Ihre hilflose Reaktion auf meine Kritik offenbart eine Charakterschwäche. Sie hätten sich für ihren Passus auch entschuldigen können, aber Sie sind einen anderen dunklen Weg gegangen. Die Qualität ihrer Beiträge ist manchmal unterirdisch.

13.08.2018 18:21 Mediator an Querdenker(32) 34

Sind ihnen jetzt alle Argumente ausgegangen, dass sie mir einen solchen Unsinn unterstellen müssen.

Ich hoffe sie sehen sich jetzt nicht schon in einem Waggon auf dem Weg zur polnischen Grenze, nur weil ich zum Ausdruck gebracht habe, dass manche Menschen einfach nicht anders können, als unser Land permanent schlecht zu reden und vom bald nahendem Untergang zu schwadronieren.

Nur zur Erinnerung: Wir diskutieren hier über Waldbrände und den Kosten- / Nutzeneffekt von zusätzlich zu beschaffenden Luftfahrzeugen.
Obwohl die Schadenssummen und betroffenen Flächen minimal im Vergleich zu Griechenland oder Spanien sind und die Einsatzbedingungen sich nicht vergleichen lassen, verlangen sie dass Deutschland sich eine ähnliche teure Flotte zum löschen aus der Luft zulegt.

Was diese Diskussion jetzt mit "Eugenik" zu tun hat erschließt sich mir nicht wirklich! Ich sehe darin lediglich einen Versuch mich zu diskreditieren. Versuchen sie das doch besser mit Sachargumenten.

13.08.2018 18:13 Querdenker 33

@Mediator 31

Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit, dass die Löschhubschrauber bei der Bundeswehr zu wenig, nicht einsatzbereit oder zu lange bis zum Einsatzort brauchen. Wer das bezweifelt, den kann man nicht mehr ernst nehmen.

Aktuell wieder einer dieser vielen „Einzelfälle“ beim Brand im Weimarer Land.

siehe „mdr Tausende Quadratmeter Feld und Wald in Flammen“

Zitat: „Der Einsatz gestaltete sich schwierig, weil der Löschhubschrauber der Polizei defekt ist und ein spezieller Trag-Hubschrauber, der rund 5.000 Liter Wasser aufnehmen kann, einen mehrstündigen Anflug gebraucht hätte.“

Die Hubschrauber bei der Polizei können zudem oft nur kleine Behälter mit z.B. 1000 Liter tragen. Das ist dann eher eine Art „Notlösung“. Die „Hälfte“ von dem Wasser ist da schon verdunstet, bis das bei der aufsteigenden Hitze durch den Brand aus der Höhe unten ankommt und die Fläche ist deutlich geringer, die damit behandelt werden kann, womit auch die Zielgenauigkeit abnimmt.

13.08.2018 17:30 Querdenker 32

@MDR

Zitat Mediator 22: „Bei manchen Menschen scheint es genetisch veranlagt zu sein, …“

Ihre Kommentarrichtlinien werden ad absurdum geführt, wenn Sie einerseits solche der Eugenik nahen Aussagen freigeben und andererseits aber Antworten auf diesen Passus unterdrücken.

Das ist echt traurig und ein Armutszeugnis! Wo Ihnen doch der Kommentator Mediator und seine persönlichen Angriffe sehr wohl bekannt sind. Und das er es hier allgemein verpackt, tut dem kein Abbruch.

13.08.2018 17:30 Mediator an Querdenker(28) 31

Sie sind unlogisch was den Aufbau ihrer Argumentation angeht!
1. Nur weil sie behaupten, dass etwas ZWINGEND benötig wird ergibt sich daraus noch lange kein wirklicher Bedarf.
2. Mehr Wirkmittel sind zwar immer besser als weniger Wirkmittel, aber deren Art und Anzahl ergibt sich aus einer simplen Kosten- / Nutzenrechnung.
3. Sachschäden in Höhe von durchschnittlich 1,5 Mio € im Jahr rechtfertigen die Finanzierung ihrer Träume in keinster Weise.
4. Aussenlastfähige Hubschrauber gibt es genügend im Land. Diese befinden sich bei Bw, BP, LP und zivilen Flottenbetreibern
5. Wenn Anforderungen ANGEBLICH zu lange benötigen, dann sollte man doch eher diese Kommunikationswege straffen statt stumpf mehr Gerät zu beschaffen.
6. Die Hubschrauber der Bw fliegen unter schwierigsten klimatischen Bedingungen und sind somit sicher alles andere als museumsreif. Der NH-90 z.B. ist ein neues Flugmuster und auch die CH-53 erfüllten in AFG alle Anforderungen.
Also meckern sie bitte nicht nur herum!

13.08.2018 15:18 Querdenker 30

siehe „tagesspiegel Deutschland hat kein einziges Löschflugzeug“

Zitat: „Es fehle eine beträchtliche Zahl an Löschhubschraubern, um Waldbrände aus der Luft zu bekämpfen, sagte der Waldbrandexperte und Düsseldorfer Branddirektor Ulrich Cimolino vom VdF der Zeitung.“

Das ist die Realität in Deutschland. Auf Kosten der Gesundheit der Einsatzkräfte wird hier gespart. Und diese ist in Geld nicht aufzuwiegen.

13.08.2018 14:35 Querdenker 29

Ganz aktuell beim schweren Waldbrand zwischen Piesau (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) und Spechtsbrunn (Landkreis Sonneberg).

siehe „mdr Sonneberger Feuerwehr fordert nach Waldbrand bessere Ausrüstung“

Zitat: „Sonneberger Kreisbrandinspektor Mathias Nüchterlein … … Außerdem müssten Hubschrauber im Freistaat mit Technik für Löscheinsätze ausgerüstet werden, so Nüchterlein. Es könne nicht sein, dass extra ein Löschhubschrauber aus Niedersachsen angefordert werden muss.“

Wir sollten für unsere Feuerwehrleute demokratisch dafür kämpfen, dass sie eine bessere und schnellere Brandbekämpfung aus der Luft bekommen. Das sind wir als Bürger ihnen schuldig!

13.08.2018 14:25 Querdenker 28

@Mediator 27

Es geht um den Schutz der Bevölkerung (Evakuierung stand im Raum siehe mein Beitrag 16) und um den Schutz der Feuerwehrleute. Und was machen Sie? Sie fangen an die Gesundheit der Bürger und Menschenleben zu verrechnen mit Kosten, die für die Bundesrepublik Deutschland Peanuts sind.

Fakten: Die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesländer sparen sich eine eigenständige Brandbekämpfung aus der Luft und organisiert diese als eine Art „Abfallprodukt“ über die Bundeswehr. Nur diese hat die nötigen großen Hubschrauber, welche aber marode, museumsreif und nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind . Und genau so funktioniert das dann auch in der Praxis nicht oder nur ungenügend.

Während die Niederlande innerhalb von 2 Stunden einen (wirklich) großen Löschhubschrauber für einen 8000 Liter Behälter am Einsatzort hat, ist man in Deutschland noch dabei Formulare auszufüllen und der Bürokratie zu frönen. Und das sagen (wirkliche) Experten vor Ort (siehe mein Beitrag 25).