Finger weist auf ein WhatsApp-Icon auf einem Smartphone-Display
Der Messenger Whatsapp gehört zu den beliebtesten auf Samrtphones weltweit. Das macht ihn zum populären Medium für die Verbreitung von Falschmeldungen. Bildrechte: imago/wolterfoto

Kampf gegen Falschmeldungen WhatsApp schränkt Weiterleitungsfunktion ein

In Indien kam es im vergangenen Jahr zu Lynchaktionen aufgebrachter Menschen gegen mutmaßliche Kindesentführer. Hintergrund war ein Video, das per WhatsApp massenweise verbreitet worden war. Eigentlich sollte das Video einer Organisation zur Aufklärung über die Gefahren von Kindesentführung dienen. Die indische Regierung machte Druck auf WhatsApp und die Weiterleitungsfunktion wurde eingeschränkt. Nun gilt diese Maßnahme weltweit.

Finger weist auf ein WhatsApp-Icon auf einem Smartphone-Display
Der Messenger Whatsapp gehört zu den beliebtesten auf Samrtphones weltweit. Das macht ihn zum populären Medium für die Verbreitung von Falschmeldungen. Bildrechte: imago/wolterfoto

In einem Blog-Beitrag vom Montag teilt WhatsApp mit, dass die Weiterleitungsfunktion für alle Nutzerinnen und Nutzer weltweit eingeschränkt worden ist. So können Nachrichten nur noch am maximal fünf Empfänger weitergeleitet werden, vorher waren es 20.

Damit will der Facebook-Konzern, zu dem WhatsApp, gehört, nach eigenen Angaben die Verbreitung von Falschmeldungen über den Messenger verhindern. Über einen Zeitraum von sechs Monaten sei das Feedback von Nutzern ausgewertet worden, hieß es.

Vorrang für private Nutzung

WhatsApp-Sprecher Carl Woog sagte dem britischen "Guardian", man habe sich dafür entschieden, weil man glaube, die Zahl fünf sei eine vernünftige, um enge Freunde zu erreichen und Missbrauch zu verhindern. Damit werde der Chat-Dienst wieder ein Instrument vorrangig für private Nachrichten mit engen Kontakten.

Whatsapp wurde 2009 gegründet und 2014 von Facebook gekauft. Der Messengerdienst wird nach Konzernangaben weltweit von 1,5 Milliarden Menschen genutzt, die Tag für Tag 65 Milliarden Nachrichten verschicken.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Januar 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2019, 16:39 Uhr

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2 Kommentare

23.01.2019 05:21 optinator 2

Dann sende ich diese Nachrichten halt "X" mal weiteren 5 Empfängern zu, bis Alle diese Nachrichten haben.

22.01.2019 21:45 REXt 1

Ja und? Dann leite ich 2x5 weiter, wo ist das Problem?