Fahrgäste stehen am Querbahnsteig im Leipziger Hauptbahnhof vor einer Informationstafel
Gestrandete Fahrgäste am Leipziger Hauptbahnhof. Bildrechte: dpa

Winterchaos in Mitteldeutschland Züge rollen wieder - Tote bei Glätteunfällen

Der Winter ist mit Eis und Schnee zurückgekehrt und hat in Mitteldeutschland für ein Verkehrschaos gesorgt. An den Hauptbahnhöfen in Leipzig und Halle wurde der Bahnverkehr vorübergehend komplett eingestellt. Da auch Busse und Straßenbahnen Probleme hatten, brauchten Buchmessebesucher einige Geduld. Auf den Straßen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es zahlreiche Unfälle mit Todesopfern und Verletzten.

Fahrgäste stehen am Querbahnsteig im Leipziger Hauptbahnhof vor einer Informationstafel
Gestrandete Fahrgäste am Leipziger Hauptbahnhof. Bildrechte: dpa

Schneefälle haben in Mitteldeutschland für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Deutsche Bahn musste den Zugverkehr in den Hauptbahnhöfen von Leipzig und Halle am Samstag vorübergehend komplett einstellen. Am Nachmittag rollte der Zugverkehr in beiden Städten wieder an.

Allerdings sind noch immer Weichen durch Frost oder Schneeverwehungen blockiert. Vor Ort sind Mitarbeiter im Einsatz, um diese von Hand wieder gangbar zu machen. Noch immer kommt es zu Totalausfällen oder Verspätungen. Welche S-Bahnen inzwischen wieder fahren, können Reisende auf der Service-Seite der Bahn erfahren.

Züge sollen Sonntag wieder nach Plan fahren

Wie die Bahn MDR AKTUELL mitteilte, wird es heute keinen planmäßigen Verkehr geben. Wenn alles gut laufe, seien die Probleme bis Betriebsschluss gegen 2.00 Uhr in der Nacht zum Sonntag behoben. Dann könne der Verkehr morgen wieder planmäßig beginnen.

Am Leipziger Hauptbahnhof ging ab etwa 9 Uhr nichts mehr. Auch am Hauptbahnhof Halle dünnte der Zugverkehr im Verlauf des Vormittags immer weiter aus und kam dann zum Erliegen. Ein Bahnsprecher begründete das mit eingefrorenen Weichen und Schneeverwehungen. Auch am Hauptbahnhof Halle dünnte der Zugverkehr im Verlauf des Vormittags immer weiter aus und kam dann zum Erliegen.

Räumkommandos kämpften stundenlang, um die Strecken freizubekommen. Über Stunden konnte kein Zug den Leipziger Hauptbahnhof anfahren oder verlassen. Der Fernverkehr wurde umgeleitet. Auf einigen S-Bahn-Strecken wurde ein Busnotverkehr eingesetzt. Ab 15 Uhr rollten die Züge dann wieder langsam an, zuerst einige S-Bahn-Linien.

Schnee und Frost Winter gibt noch mal alles - Impressionen aus Mitteldeutschland

Autokolonne auf vom Schnee überwehter Straße.
Schneefälle und teils heftiger Wind sorgten seit Freitag in Sachsen und Sachsen-Anhalt für schwierige Bedingungen auf den Straßen. Bildrechte: dpa
Autokolonne auf vom Schnee überwehter Straße.
Schneefälle und teils heftiger Wind sorgten seit Freitag in Sachsen und Sachsen-Anhalt für schwierige Bedingungen auf den Straßen. Bildrechte: dpa
Unfall mit Pkw und Lkw bei Ostritz im Lamdkreis Görlitz.
Es gab in Mitteldeutschland zahlreiche wittterungsbedingte Verkehrsunfälle. Hier rutschten in Ostritz im Landkreis Görlitz ein Lkw und ein Pkw von der Straße. Bildrechte: MDR/Danilo Dittrich
Im Bahnhof von Bitterfeld werden die Verspätungen der Züge angezeigt, auf die einige Passagiere warten.
Die Bahn hatte vor allem im Raum Leipzig-Halle mit vereisten Weichen zu kämpfen. Es gab Verspätungen und zahlreiche Zugausfälle. Fahrgäste mussten teils stundenlang auf den Bahnhöfen warten. Bildrechte: dpa
Eingeschneiter Bahnübergang
Auf dem Land wurden Bahnübergänge wie hier in Sachsen-Anhalt zugeweht. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Schneeverwehungen an Straße
Dasselbe passierte mit den Straßen - Schneewehen in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Hauptbahnhof Leipzig Schnee
An den Hauptbahnhöfen in Leipzig und Halle wurde am Samstag für mehrere Stunden der Fern- und Nahverkehr komplett eingestellt. Bildrechte: dpa
Leipziger Buchmesse 2018, Schnee, Wintereinbruch
Die Leipziger Buchmesse rechnete in diesem Jahr mit 300.000 Besuchern. Durch den Wintereinbruch könnten es einige weniger werden. Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof
Leipzig: Zahlreiche Besucher, unten ihnen auch Coosplayer, kommen im Schneegestöber zur Leipziger Buchmesse.
Dieser Cosplayerin auf der Buchmesse Leipzig scheint der Schnee aber nichts auszumachen. Bildrechte: dpa
Ein Star hängt an einer Vogelfutterstelle.
In zwei Wochen ist Ostern, einige Vorgärten sind schon geschmückt. Doch wer auf einen schnellen Frühlingsbeginn gehofft hat, muss sich gedulden - und sollte eher noch mal Vogelfutter aufhängen. Bildrechte: dpa
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn (HSB) steht im Bahnhof Schierke.
Auch der Harz präsentierte sich wieder in Weiß. Besucher konnten rodeln und Skifahren. Die Harzer Schmalspurbahn musste den Betrieb einstellen. Bildrechte: dpa
Mit einem Schneeschieber räumt ein Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes Schnee von den Tischen.
Im Harz fielen am Samstag 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Hier: In Hasselfelde räumt ein Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes mit dem Schneeschieber Schnee von den Tischen. Bildrechte: dpa
Einige Autos hängen auf eine Straße im Schnee fest.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt blieben einige Autos in Schneewehen stecken. Bildrechte: dpa
Wintereinbruch sorgt in Leipzig für Verkehrschaos
Doch nicht nur für Hartgesottene ist der Schnee ein Fest: Im ansonsten nicht sehr schneeverwöhnten Leipzig wird jede Flocke genutzt - so wie hier an der "Warze" im Clara-Zentkin-Park. Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Weißwasser: Blick auf einen Absetzer in der schneebedeckten Landschaft vom Tagebau Nochten. Der Winter hat Sachsen mit verschneiten Strassen und Temperaturen deutlich unter Null Grad Celsius fest im Griff.
Weißwasser: Blick auf einen Absetzer in der schneebedeckten Landschaft vom Tagebau Nochten. Der Winter hat Sachsen mit verschneiten Straßen und Temperaturen deutlich unter Null Grad Celsius fest im Griff. Bildrechte: dpa
Mit dickem Neoprenanzug ausgestattet springt ein Wellenreiter in die aufgewühlten Ostsee.
Auch an der Ostsee feierte der Winter ein Comeback. Doch Hartgesottene ließen sich davon nicht abschrecken - sie nutzten den Wellengang trotz Minusgraden zum Surfen. Bildrechte: dpa
Göhren: Ein Eispanzer überzieht die Seebrücke im Ostseebad. Mit Sturm und Frost meldet sich der Winter kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang an der Ostsee zurück.
Göhren: Ein Eispanzer überzieht die Seebrücke im Ostseebad. Mit Sturm und Frost meldet sich der Winter kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang an der Ostsee zurück. Bildrechte: dpa
Alle (16) Bilder anzeigen
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn (HSB) steht im Bahnhof Schierke.
Auch der Harz präsentierte sich wieder in Weiß. Besucher konnten rodeln und Skifahren. Die Harzer Schmalspurbahn musste den Betrieb einstellen. Bildrechte: dpa

Chaos für Buchmesse-Besucher

Die in den Bahnhöfen Wartenden wurden mit heißen Getränken und Essensgutscheinen versorgt. In Leipzig bemühte sich die Bahn, Besucher der Leipziger Buchmesse mit Bussen zum Messegelände zu bringen. Einer Sprecherin war dies aufgrund der Störungen im Straßenverkehr aber ebenfalls schwierig.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe setzten wegen des Winterwetters den Fahrplan für Busse und Straßenbahnen zunächst am Samstagmorgen außer Kraft. Im Verlauf des Vormittags normalisierte sich jedoch der Betrieb wieder.

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle wurden zwei innerdeutsche Verbindungen gestrichen. Ein Flughafen-Sprecher sagte MDR AKTUELL, es komme zudem zu Verspätungen. Das Problem seien die Schneeverwehungen auf dem Rollfeld. Zudem müssten die Flugzeuge enteist werden.

Lkw-Unfälle in Sachsen-Anhalt

Auch auf den Straßen in Mitteldeutschland kam es zu teilweise massiven Problemen. Vor allem auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Vielerorts stellten sich Lkw und Pkw quer oder stürzten um.

Lkw mit Sattelauflieger steht nach Unfall quer auf A38 bei Merseburg
Ein querstehender Laster mit Sattelauflieger behinderte am Freitagabend auf der A38 bei Merseburg den Verkehr. Bildrechte: dpa

Betroffen waren vor allem die A14 und die A38. So wurden bei einem Unfall mit einem Laster, einem Kleintransporter und einem Pkw auf der A14 zwischen Staßfurt und Bernburg mehrere Menschen verletzt. Die Autobahn war am Samstagmorgen in Richtung Dresden voll gesperrt.

Auch auf der Südharz-Autobahn A38 standen zwischen Sangerhausen-Süd und Allstedt gleich mehrere Laster quer. Auf der gleichen Autobahn war bereits am Freitagabend bei Merseburg ein Sattelauflieger bei schneeglatter Fahrbahn in einen Graben gerutscht.

Wie MDR-Reporter berichteten, sorgten am Samstag Schneeverwehungen von bis zu 50 Zentimetern auch auf den Landstraßen in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Börde für unpassierbare Straßen.

Zwei Tote und 20 Verletzte in Thüringen

Auch in Thüringen sorgten die starken Schneefälle für erhebliche Behinderungen und Unfälle auf Straßen und Autobahnen. Betroffen waren unter anderem die A9 bei Lobenstein, die A38 bei Sangerhausen an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt sowie die A71 bei Erfurt. Seit Freitagmorgen wurden im Freistaat 146 Unfälle mit zwei Toten und 20 Verletzten gemeldet.

Bei Oberhof in Süd-Thüringen starben zwei Frauen, als ihr Auto auf der Straße nach Zella-Mehlis bei spiegelglatter Fahrbahn gegen einen entgegenkommenden Lastzug rutschte. Die beiden Insassen des Lkw wurden verletzt in ein Krankenhaus geliefert.

Temperatur-Sturz und viel Schnee

Nach einigen milden Tagen fielen die Temperaturen in der Nacht zum Samstag vor allem im Norden und Osten Deutschlands wieder deutlich unter den Gefrierpunkt. In Altenberg im Erzgebirge wurden am Morgen minus 8,8 Grad gemessen, auf dem Brocken im Harz sogar minus 13 Grad. Und es soll bis in die nächste Woche winterlich bleiben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. März 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2018, 21:20 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

17 Kommentare

18.03.2018 22:35 Charlotte 17

München-Berlin direkt für den 17.3.2018 ab 15.40 Uhr gebucht.
HBF München Ansage: Zug nach Nürnberg nehmen- dort Anschluss nach Berlin.
Von München nach Nürnberg GESTANDEN!! kein Sitzplatz. Ab Nürnberg nach 3Std.warten kein Zugverkehr mehr nach Berlin.
Zurück nach München.
Umbuchung -18.3.2018 um 12:55 Mü-Berlin
Alle standen vor dem Zug: Türen gingen nicht auf!!
Durchsage:Techn.Störung. Dann wieder Zugausfall.
Nächster Zug um 15:10 nach Berlin.
Anzeigetafel kurz vor 15Uhr..Zug fällt aus.
Wieder nachhause.
Nächste Reservierung am Montag 19.3.2018 kurz vor 12Uhr.. bin gespannt ob es klappt.
Also dauert meine Reise nach Berlin mit der DB nun schon 2Tage.. Hatte aber das Vergnügen, als über 60jährige stehend nach Nürnberg zu fahren..dort
3 Stunden lang zu frieren um dann wieder nach München zurückfahren zu dürfen.

Mitarbeiter an den Schaltern stets freundlich.
Schnee in Deutschland..ist ja ganz etwas Neues für die Bahn!! Na sowas! Gab es doch nur mal in den Alpen!

18.03.2018 17:12 Josi 16

Wenn der Rämungstdienst, seit drei Uhr unterwegs sein sollte, frage ich mich, wieso man da nicht vorher schon mal eine Warnung rausgesendet hat?
Eigentlich wollte ich von Berlin aus zur LBM, hätte ich da schon gewusst, was ich für eine Odyssee vor mir liegt, wäre ich zuhause geblieben.
Als wir in Bitterfeld standen, wurde uns nicht mal gesagt was überhaupt los ist.
Es hieß nur, dass man eine menge Geduld haben sollte, mehr war nicht zu erfahren.
Nach ca. drei Stunden, hatten ich und andere nette Leute aus dem Zug das große Glück ein Taxi zu ergattern und kamen dann für schlappe 114€ um 13:00h an der Messe an, geplant war unsere Ankunft eigentlich um 9:05h.
Als wäre das nicht genug meinte eine "nette" Dame von der Kundenhotline, dass wir zurück NICHT IC und ICE nutzen dürfen, da das "Schnöne"Wochend-Ticket, nur für den Nahverkehr zählt.
Aber bei der Kundeninformation im Bahnhof hieß wir dürften alles fahren, da war der ICE schon weg.
Ich war statt 21:00 um 00:30 dann zuhause.

18.03.2018 08:46 Josi hasst die deutsche bahn 15

Also ich wollte gestern mit ein paar freunden auf die Buchmesse. Bis Magdeburg ging alles gut und dann wollten wir weiter nach Leipzig. Auf einmal hiess es in Biederitz, dass wir nicht weiter kommen. Wir warteten 1h im Zug. Es ging weiter... Wir sollten irgendwann aussteigen und ab da lief ALLES schief. Wir kamen übrigens NIE in Leipzig an und standen insgesamt 5 bei minusgrade an Bahnhöfen wie Bitterfeld, Bitterfeld Wolfen, Biederitz, Dessau... Alles ohne unterstand.... Mit immer mehr Verspätung der züge.... Wir sind morgens halb 10 los.... Waren halb 9 abends zu Hause... Und haben nur im Zug gesessen und uns den arsch abgefroren. Es fuhren weder Busse, noch Taxis und man sagte uns 'evtl kommt ein zug, vielleicht aber auch nicht'

18.03.2018 08:37 Traveler 14

Kaum drei Schneeflocken und schon geht nichts mehr. Was ein Witz!
Null Informationsfluss in der Nacht. "Die S2 nach Leipzig steht am Bhf Dessau für Sie Bereit." hieß es noch bei der Einfahrt aus B kommend. Natürlich stand kein Zug da! Via App, Anzeigetafel oder Bhf-Ansage auch null Detailinfos. Personal nicht zu sehen.
ABER 2,3 Mill Abfindung für Grube? !
Profalla 679.200 €, Lutz kassiert 900.000 Grundgehalt PLUS Boni für Missmanagement (siehe FAZ).

18.03.2018 05:33 part 13

Kaum fällt ein wenig Schnee, geht gar nichts mehr im Land der hochtechlogischen Überheblichkeit. Bei der RB hat man damals nur gelächelt über so wenig an Winter und soviel an Zugverbindungen. Ich denke da wäre mal realistischer Beitrag über das Hier und Jetzt vom MDR fällig anstatt jede Woche die DDR mit irgend einem Thema erneut durchs Dorf zu treiben.

17.03.2018 23:02 Ando 12

Buchmesse, Buchmesse...
In der Arena am Sportforum fand heute Abend das einzige Sunrise Avenue Konzert in Leipzig statt! Wie man hin- und heim fahren sollte war das grosse Rätsel. 3 Stunden im Schneegestöber auf vereister Strasse haben dazu geführt umzudrehen und das Konzert nicht zu besuchen. Da im Radio ununterbrochen neue Meldungen aus Leipzigs- Verkehrslage kamen- hätte die Veranstaltung aus Verantwortung zu den Fans abgesagt werden müssen! Aber NEIN!!! Die Finnen haben gespielt und alle die mit DB,LVB oder PKW nicht hingehen konnten bleiben auf ihren teuer bezahlten Tickets sitzen! Sehr verantwortsbewusster Veranstalter! Aber Hauptsache die Messe läuft und die Fussballfans sind morgen alle in Leipzig!

17.03.2018 21:09 nasowasaberauch 11

Jedes Jahr der selbe Spruch: " Wir nehmen den Winter auf die Schippe" und dann kommt es andersrum. Bei der Reichsbahn waren die Winter härter und die Weichen noch beheizt. Die DB app ist im Chaos eher irreführend als informativ. Das Unternehemen befaßt sich mit Prestigeobjekten und kostspieligen Höhenangleichungen für Bahnsteige. Irgendwie der falsche Ansatz.

17.03.2018 20:52 Pumuckel1977 10

Interessant, dass am Nachmittag die Züge wieder führen. Ankunft in Leipzig sollte heute Vormittag um 10:39 Uhr sein. Um 15 Uhr fuhr in Halle, dorthin wurde der Zug umgeleitet, Nichts, weder nach Leipzig noch in die entgegengesetzte Richtung. Mit Kleinkind war ich begeistert über die Bemühungen der Bahn Ausweichmöglichkeiten anzubieten. Es gab weder verwertbare Auskünfte noch irgendein Ersatz in Form von Bussen oder Ähnlichem.

17.03.2018 20:19 heribert54 9

Die Weichenheizungen der DB sind abgeschalten worden, weil durch den starken Wind die Windräder außer Betrieb gesetzt wurden, die Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen keinen Strom mehr produzieren dürfen, Solarstrom keine Chance hat. Und die Kohlekraftwerke schaffen auch nicht alles. War natürlich alles IRONIE.

17.03.2018 20:08 Max W. 8

"Die Leipziger Verkehrsbetriebe setzten wegen des Winterwetters den Fahrplan für Busse und Straßenbahnen zunächst am Samstagmorgen außer Kraft. Im Verlauf des Vormittags normalisierte sich jedoch der Betrieb wieder."

Dann dürfte in skandinavischen, russischen und kanadischen Städten im Winter kein Rad rollen. Was soll das werden? Gerade bei diesem Wetter MUSS der ÖPNV funktionieren - das ist kein Luxus, das ist das Pflichtenheft. Meine Ex-Berliner Nachbarin hat mit mal erzählt, dass im knallharten ersten Nachkriegswinter im zerbombten Berlin der S-Bahnverkehr halbwegs pünktlich abgewickelt wurde - nur heutezutage reicht eine Schneewehe am Ortseingang und es herrscht Stillstand an allen Fronten. Gerne begründet mit der sog. "Sicherheit".

Das ist hier Mitteleuropa auf der geografischen Höhe von Kanada - also beschafft anständiges Material, das den üblichen Wetterbedingungen trotzen kann.

Zum Thema

Schnee und Frost Winter gibt noch mal alles - Impressionen aus Mitteldeutschland

Kurz vor Frühlingsbeginn und zwei Wochen vor Ostern hat sich der Winter noch einmal zurückgemeldet. Schnee und Eis sorgten in weiten Teilen Ostdeutschlands für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Autokolonne auf vom Schnee überwehter Straße.
Schneefälle und teils heftiger Wind sorgten seit Freitag in Sachsen und Sachsen-Anhalt für schwierige Bedingungen auf den Straßen. Bildrechte: dpa
Autokolonne auf vom Schnee überwehter Straße.
Schneefälle und teils heftiger Wind sorgten seit Freitag in Sachsen und Sachsen-Anhalt für schwierige Bedingungen auf den Straßen. Bildrechte: dpa
Unfall mit Pkw und Lkw bei Ostritz im Lamdkreis Görlitz.
Es gab in Mitteldeutschland zahlreiche wittterungsbedingte Verkehrsunfälle. Hier rutschten in Ostritz im Landkreis Görlitz ein Lkw und ein Pkw von der Straße. Bildrechte: MDR/Danilo Dittrich
Im Bahnhof von Bitterfeld werden die Verspätungen der Züge angezeigt, auf die einige Passagiere warten.
Die Bahn hatte vor allem im Raum Leipzig-Halle mit vereisten Weichen zu kämpfen. Es gab Verspätungen und zahlreiche Zugausfälle. Fahrgäste mussten teils stundenlang auf den Bahnhöfen warten. Bildrechte: dpa
Eingeschneiter Bahnübergang
Auf dem Land wurden Bahnübergänge wie hier in Sachsen-Anhalt zugeweht. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Schneeverwehungen an Straße
Dasselbe passierte mit den Straßen - Schneewehen in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Hauptbahnhof Leipzig Schnee
An den Hauptbahnhöfen in Leipzig und Halle wurde am Samstag für mehrere Stunden der Fern- und Nahverkehr komplett eingestellt. Bildrechte: dpa
Leipziger Buchmesse 2018, Schnee, Wintereinbruch
Die Leipziger Buchmesse rechnete in diesem Jahr mit 300.000 Besuchern. Durch den Wintereinbruch könnten es einige weniger werden. Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof
Leipzig: Zahlreiche Besucher, unten ihnen auch Coosplayer, kommen im Schneegestöber zur Leipziger Buchmesse.
Dieser Cosplayerin auf der Buchmesse Leipzig scheint der Schnee aber nichts auszumachen. Bildrechte: dpa
Ein Star hängt an einer Vogelfutterstelle.
In zwei Wochen ist Ostern, einige Vorgärten sind schon geschmückt. Doch wer auf einen schnellen Frühlingsbeginn gehofft hat, muss sich gedulden - und sollte eher noch mal Vogelfutter aufhängen. Bildrechte: dpa
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn (HSB) steht im Bahnhof Schierke.
Auch der Harz präsentierte sich wieder in Weiß. Besucher konnten rodeln und Skifahren. Die Harzer Schmalspurbahn musste den Betrieb einstellen. Bildrechte: dpa
Mit einem Schneeschieber räumt ein Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes Schnee von den Tischen.
Im Harz fielen am Samstag 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Hier: In Hasselfelde räumt ein Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes mit dem Schneeschieber Schnee von den Tischen. Bildrechte: dpa
Einige Autos hängen auf eine Straße im Schnee fest.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt blieben einige Autos in Schneewehen stecken. Bildrechte: dpa
Wintereinbruch sorgt in Leipzig für Verkehrschaos
Doch nicht nur für Hartgesottene ist der Schnee ein Fest: Im ansonsten nicht sehr schneeverwöhnten Leipzig wird jede Flocke genutzt - so wie hier an der "Warze" im Clara-Zentkin-Park. Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Weißwasser: Blick auf einen Absetzer in der schneebedeckten Landschaft vom Tagebau Nochten. Der Winter hat Sachsen mit verschneiten Strassen und Temperaturen deutlich unter Null Grad Celsius fest im Griff.
Weißwasser: Blick auf einen Absetzer in der schneebedeckten Landschaft vom Tagebau Nochten. Der Winter hat Sachsen mit verschneiten Straßen und Temperaturen deutlich unter Null Grad Celsius fest im Griff. Bildrechte: dpa
Mit dickem Neoprenanzug ausgestattet springt ein Wellenreiter in die aufgewühlten Ostsee.
Auch an der Ostsee feierte der Winter ein Comeback. Doch Hartgesottene ließen sich davon nicht abschrecken - sie nutzten den Wellengang trotz Minusgraden zum Surfen. Bildrechte: dpa
Göhren: Ein Eispanzer überzieht die Seebrücke im Ostseebad. Mit Sturm und Frost meldet sich der Winter kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang an der Ostsee zurück.
Göhren: Ein Eispanzer überzieht die Seebrücke im Ostseebad. Mit Sturm und Frost meldet sich der Winter kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang an der Ostsee zurück. Bildrechte: dpa
Alle (16) Bilder anzeigen