Anzeigetafel Hbf Leipzig
Anzeigetafel am Leipzig Bahnhof am Sonntag um 11.15 Uhr Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Winterchaos Keine IC´s zwischen Hannover und Leipzig/Dresden

Nach dem Bahn-Chaos am Samstag müssen Reisende in Sachsen und Sachsen-Anhalt noch immer massive Behinderungen in Kauf nehmen. Auf der Strecke Hannover/Leipzig/Dresden sind die IC´s ausgefallen. Ersatz sind Regionalbahnen Anderswo sorgte ein Wintersturm für große Schäden.

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Anzeigetafel am Leipzig Bahnhof am Sonntag um 11.15 Uhr Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bahnreisende in der Region Leipzig-Halle/Saale müssen weiter mit Einschränkungen rechnen. Wie die Bahn MDR AKTUELL mitteilte, sind auf der Strecke Hannover/Leipzig/Dresden alle IC-Züge ausgefallen. Reisende berichteten MDR AKTUELL von erheblichen Verspätungen und Chaos auf den Bahnsteigen. Fast alle Fernverkehrsverbindungen seien betroffen. Die Bahn bittet unterdessen ihre Fahrgäste, im Fernverkehr auf die Regionalbahnen auszuweichen.

Weiter Zugausfälle im Raum Leipzig/Halle

Aber auch im Regionalverkehr gibt es immer noch Zugausfälle. Eine Bahnsprecherin sagte, Reisende müssen aber weiter mit witterungsbedingten Einschränkungen rechnen. Im gesamten Raum Halle/Leipzig könne es noch zu Ausfällen und Verspätungen kommen.

Betroffen sind nach Bahnangaben unter anderem die S3 nach Halle über Schkeuditz, die S7 aber auch die Regionalbahn Magdeburg-Köthen-Halle. Es sei ein Ersatzverkehr eingerichtet worden.

Bis Montag alles wieder normal

Grund für die anhaltenden Behinderungen seien Schneeverwehungen durch Windböen sowie Eisbrocken, die von Wagen abfallen und Weichen blockieren können. Die Bahn habe inzwischen noch mehr Teams zusammengestellt, die per Hand die blockierten Weichen wieder gangbar machen sollen.

Die Bahn hoffe, dass sich der Schienenverkehr bis Montagmorgen weitgehend normalisiert habe. Reisenden, die ihre Bahnfahrt am Sonntag nicht antreten wollen, würden die Tickets kostenfrei erstattet. Ebenso sei die Zugbindung aufgehoben worden.

Bundesweit Schnee- und Eisglätte

Autofahrer müssen derweil weiter mit eis- und schneeglatten Straßen rechnen. Wegen Schneeverwehungen und Straßenglätte sind unter anderem in Sachsen noch zahlreiche Straßen gesperrt. Betroffen sind Bundesstraßen und Staatsstraßen. In Thüringen musste die Polizei in der Nacht zum Sonntag wegen zahlreicher Unfälle vor allem mit Blechschäden ausrücken. In Suhl stürzten am Abend wegen der Schneelast drei Bäume um, Autos kamen zu Schaden. Thüringenweit sind vor allem kleinere Straßen wegen umgestürzter Bäume oder wegen Schneewehen gesperrt.

Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn (HSB) steht im Bahnhof Schierke.
Auch der Harz präsentierte sich wieder in Weiß. Besucher konnten rodeln und Skifahren. Die Harzer Schmalspurbahn musste den Betrieb einstellen. Bildrechte: dpa

Bundesweit melden die Wetterstationen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. So registrierte die Station Schmücke im Thüringer Wald am Sonntagmorgen minus 12 Grad und die auf dem Brocken minus 14 Grad. Für den Vormittag wurden vor allem für den Süden des Landes teils kräftige Schneefälle angekündigt.

Wintersturm verursacht große Schäden

Hinzu kommt ein eisiger Sturm, der die gefühlte Temperatur noch kälter erscheinen lässt. Dieser Wintersturm führte in einigen Bundesländern zu Verkehrschaos zu Land und zu Wasser. So fielen in Nordhessen nach Polizeiangaben bis zu 150 Bäume auf die Straßen. An der Küste, in der Kieler Förder und im Meeresarm Schlei rissen sich zahlreiche Boote los. Auf der Halbinsel Nordstrand prallte eine Autofähre gegen eine Wand.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. März 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2018, 16:37 Uhr

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24 Kommentare

20.03.2018 09:51 Na so was 24

"Winterchaos" ???
Was in den letzten Tagen an Schnee heruntergekommen ist, dazu Wind und Frost >> Wieso wird da bei den natürlichsten Mitbringseln des Winters gleich ein Chaos draus gemacht ? Wie es normal ist, wenn im Sommer gelegentlich mal die Sonne scheint und die Temperaturen bis über 30 Grad im Schatten ansteigen, so ist es auch möglich, dass es im Winter mal schneit. Bloß gut, heute ist Frühjahrsanfang, da schneit es erstmal ein paar Wochen nicht. Hoffentlich wissen das auch die "Wettermacher da oben". Eigentlich könnten wir ja auch das Wetter verklagen, alle reden von "Klimaerwärmung", und keiner macht mit.

19.03.2018 06:46 Jannes 23

Armes Schland, aber immer über Russland hetzten!

18.03.2018 22:48 Bwler 22

Die Kommentare enthalten viel Richtiges aber auch viel Falsches:
1. wieviele qualifizierte können Sie denn einstellen für 2 Millionen im Jahr?
2. die meisten rufen doch genau nach diesem staatsmonopolisten
3. Bwl heißt nicht einen Betrieb kaputtsparen
4. man kann sehr wohl ohne eigenen Pkw in Deutschland und Europa Überleben

18.03.2018 21:48 klarimkopf 21

20 cm Schnee und 5 Grad Frost und die ganze "moderne" Gleistechnik der DB bricht in Leipzig und Halle zusammen, weil die Weichen einfrieren. Dabei waren doch beide Bahnhöfe erst in letzter Zeit für Wochen stillgelegt worden, um sie zu modernisieren. Was für alltagsuntauglichen Schrott hat man denn dabei eingebaut. Mit stinknormaler Dampfheizung der Weichen hat die DR früher 20 Grad Frost gemeistert ! Die DB und der BER in Berlin haben wohl vieles gemeinsam. Milliardenausgaben ohne dass es funktioniert.

18.03.2018 21:44 Guido Theek 20

Der deutschen Bahn geht weiterhin wegen der arktischen Kältewelle die Muffe da könnte man mit Heissluftfönen die eigentlich zum Entfernen von Altlacken die auch viel zu stark fürs Frisurgewerbe sind oder auch nicht gefrorenen Objekten und eingefrorenen beweglichen Teilen zu Leibe Rücken ähnlich wie mit Haarfönen beim Friseur um eine Grundgangbarkeit sicher zu Stellen und an Haartrocknern und Fönen sollte es nicht Mängeln.Bei der derzeitigen Wetterlage könnte eine kleine Zweckentfremdung Wunder Bewirken.

18.03.2018 20:09 w 19

pofll, nicht profalla, heißt der depp, ist infrastrukturvorstand, einstkanzlermtsminister. da hat er die nsa-affäre für beendet erklärt ehe sie begann. kann er ds mit dem wetter nicht auch machen.
infrastrukturvortans setzt verstnd und wissen voraus, technische zusammenhänge, also ingniurwisse. pofalla hat nie ingenieurwesen studiert. fehlbesetzung.
aber die bahn ist eigentum des bundes und entscheidet wer da wo sitzen darf. und das muss sich ändern. parteioberpfifen wi pofalla gehören in die reinigungstruppe der bahnhöfe. nicht die großen, die kleinen in der oberlausitz, oder an der s-bahnstrecken. mindeslohn, besser aufstocker.

dasproblem der bahn ist immer der vorstand. suckale, weber, grube, mehdorn, alles versager, oder wie hieß der technikfuzzi der mit geißler stuttgart21 moderierte??? wurde in stuttgart 26 umbenannt, nächster name, ber stuttgart.

18.03.2018 19:29 Warzenwalli 18

P.S. Ausgezeichnet, wenn die Bahn öffentlichkeitswirksam nigelnagelneue, millardenschwere Neubaustrecken medienwirksam einweiht. Nur schade, daß die Züge auf diesen Neubaustrecken nie ihr Geschwindigkeitspotential ausreizen können – schuld sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter – ganz so wie bei der Deutschen Reichsbahn, bei der man auch jedes gesamte Jahr mit diesen 4 Feinden zu kämpfen hatte ;-)

18.03.2018 19:28 Warzenwalli 17

"Der Winter verursacht deutschlandweit Probleme." - tja, dieser Winter aber auch immer... daß echt immer Winter sein muß im Winter... so unglaublich und unvorhersehbar aber auch... dieser Winter ist wirklich hinterhältig...
Um deutlich zu werden: diese Schlagzeile ist ein klassisches Beispiel vom Abwälzen von Verantwortung! Und sonst nichts! Nicht der Winter verursacht Probleme, sondern der Sachverhalt, daß gewisse Unternehmen, die per Definition dem Wetter stark ausgesetzt sind, von Vollpfosten gemanagt werden, die diesen grundlegenden Sachverhalt nicht begreifen können oder wollen und so ständig derartigen Unsinn von sich geben statt selbst Verantwortung zu übernehmen und ihr Unternehmen auf den Winter im Winter und andere ebenso wenig überraschende Witterungsphänomene einzustellen...

18.03.2018 17:55 Gerald 16

zu @Traveler 9
Profalla? Heutzutage braucht man nur ein passendes Parteibuch und schon hat man einen gutdotierten Posten!
Qualifikation ist unwichtig! Hauptsache ein Parteibuch!
Echt traurig aber leider Wahr!!!

18.03.2018 17:24 Ludwig 15

@5 Max W.
Richtig! Aber vielleicht ist die DB nur der Zeit um etliche Jahre voraus? Setzt auf den nicht mehr abzuwendenden Klimawandel. Ach nee - da müssten ja die Klimaanlagen besser funktionieren ;) Ist schon traurig in Deutschland.

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