Die durch einen Rettungskorb beschädigte Gondel der Zugspitzbahn
Ein Rettungskorb beschädigte die unbemannte Passagiergondel der Zugspitzbahn schwer. Bildrechte: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/AIRV8/dpa

Passagiergondel zerstört Schwerer Unfall mit neuer Zugspitzbahn

Bei einer Bergeübung an der neuen Seilbahn zur Zugspitze hat es einen schweren Unfall gegeben. Nach Betreiber-Angaben wurde niemand verletzt. Eine Passagierkabine der erst im Dezember fertiggestellten Bahn erlitt jedoch Totalschaden.

Die durch einen Rettungskorb beschädigte Gondel der Zugspitzbahn
Ein Rettungskorb beschädigte die unbemannte Passagiergondel der Zugspitzbahn schwer. Bildrechte: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/AIRV8/dpa

Bei einer Rettungsübung an der neuen Zugspitz-Seilbahn ist bei einem Unfall großer Sachschaden entstanden. Menschen kamen nach Betreiberangaben jedoch nicht zu Schaden. Die erst im Dezember fertiggestellte Bahn bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

Bei der Übung am Mittwochabend außerhalb der Betriebszeit prallte ein unbemannter Bergekorb zwischen Stütze und Bergstation auf die ebenfalls unbemannte Seilbahngondel. Auslöser war ersten Untersuchungen zufolge ein gerissener Kettenzug in der Bergstation, weshalb der Bergewagen ungebremst in die Seilbahnkabine raste.

Betrieb bis Weiteres eingestellt

Der Gipfel der Zugspitze
Erst vor wenigen Tagen wurde der Baukraun auf der Zugspitze abgebaut. Ein russischer Schwerlasthubschrauber Ka-32 transportierte die Kransegmente. Bildrechte: dpa

Die Bayerische Zugspitzbahn leitete Untersuchungen ein und schaltete auch den Seilbahnhersteller sowie Sachverständige ein. Wann die Seilbahn zum Zugspitzgipfel wieder in Betrieb gehen kann, ist ebenso unklar wie die genaue Schadenshöhe.

Die Zugspitze, mit 2.962 Metern höchster Gipfel Deutschlands, ist dennoch weiter über die Zahnradbahn sowie die Gletscherbahn erreichbar.

Rekord-Seilbahn erst seit dem Winter in Betrieb

Die neue Seilbahn mit den bodentief verglasten Kabinen für bis zu 120 Passagiere hatte am 21. Dezember nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit ihren Betrieb aufgenommen. Sie ersetzt auf fast derselben Trasse die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn.

Die neue Bahn zur Zugspitze stellte gleich mehrere Konstruktions-Rekorde auf: Mit 3.213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation hat sie die längste frei hängende Strecke. Einzigartig ist auch der Höhenunterschied von 1.945 Metern zwischen Tal- und Bergstation. Und keine andere Pendelbahn der Welt hat mit 127 Metern eine derart hohe Stahlbaustütze.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 13. September 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2018, 23:04 Uhr

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8 Kommentare

15.09.2018 11:41 emil 8

glücklicherweise ist niemanden was passiert. als ich vor jahren im mai oben war, lagen zweieinhalb meter schnee. war schon krass!

15.09.2018 10:28 Fragender Rentner 7

@part zu 5

Nicht ganz richtig was du sagst, es ist nicht die Anlage, sondern angeblich ist eine Kette (Kettenglied) gerissen.

Da müßte die Kette demnächst in China geschmiedet werden.

14.09.2018 23:41 Karren Elfi 6

Schaut eher nach Sabotage aus?

14.09.2018 21:43 part 5

Lasst doch bitte die Chinesen in Zukunft solche Anlagen errichten, die können das und noch viel mehr...

14.09.2018 17:08 Fragender Rentner 4

Na war doch eine Übung!

Man stellt sich das nicht vor, wenn es eine wirklich Havarie wäre.

14.09.2018 09:14 Bingo 3

Auch ein "Rekord",kaum in Betrieb und schon Totalschaden. Ein Glück, das keine Menschen zu Schaden kamen.

14.09.2018 07:27 Querdenker 2

Zitat: „Rekord-Seilbahn erst seit dem Winter in Betrieb“

Zitat: „Die neue Bahn zur Zugspitze stellte gleich mehrere Konstruktions-Rekorde auf“

Und der schwere Unfall, mit zum Glück nur Sachschaden, war jetzt kein Rekord?

Zitat: „Auslöser war ersten Untersuchungen zufolge ein gerissener Kettenzug in der Bergstation, weshalb der Bergewagen ungebremst in die Seilbahnkabine raste.“

Hört sich nach „Schrott-Technik“ an.

14.09.2018 05:08 optinator 1

Na hoffentlich waren da nicht freigestellte oder ehemalige Mitarbeiter vom BER am Werke!