Beisetzung des verunglückten Julen in Totalan
Die Beisetzung des verunglückten Julen Ende Januar in Totalán. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Endgültiger Autopsiebericht Zweijähriger Julen starb kurz nach Sturz in Bohrloch

Der zweijährige Julen, der in Südspanien einen Sturz in ein Bohrloch nicht überlebte, musste nicht lange leiden. Laut dem endgültigen Autopsiebericht starb der Junge kurz nach dem Sturz an seinen Kopfverletzungen.

Beisetzung des verunglückten Julen in Totalan
Die Beisetzung des verunglückten Julen Ende Januar in Totalán. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Der kleine Julen, der vor drei Monaten im südspanischen Totalán in einen Brunnenschacht gefallen war, starb unmittelbar nach seinem Sturz an seinen schweren Kopfverletzungen. Laut dem am Montag veröffentlichten Abschlussbericht der Pathologen lebte der zweijährige Junge nach dem Unglück nur noch wenige Minuten.

Kein Tod durch Spitzhacke

Die Experten schlossen ausdrücklich aus, dass der Einsatz der Retter mit einer Spitzhacke für den Tod des Kindes mitverantwortlich sein könnte. Über letztere Version war im Februar in einem Bericht eines Architekten spekuliert worden. Die Anwälte des Finca-Besitzers, auf dessen Grundstück der Unfall passiert war, hatten das Schriftstück später dem Gericht vorgelegt.

Keine entsprechenden Wunden

Die Zeitung "El Mundo" zitierte am Montag Justizkreise, wonach bei der Obduktion keine entsprechenden Wunden am Schädel des Kindes gefunden worden seien, die von einer Spitzhacke stammen könnten. Zudem hätten die Rettungsarbeiten mit der Spitzhacke erst vier Stunden nach dem Sturz begonnen. Zu diesem Zeitpunkt sei Julen bereits tot gewesen.

Der Junge war in ein über 100 Meter tiefes, illegal gegrabenes Bohrloch gefallen. Seine Leiche wurde zwei Wochen später in 70 Metern Tiefe gefunden, nachdem Helfer in mühsamer Arbeit einen Parallelschacht gebohrt hatten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. April 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. April 2019, 17:05 Uhr