Eine Pinnwand mit Vermisstenanzeigen vor einer Notunterkunft
Noch immer werden sehr viele Menschen in den Waldbrandgebieten vermisst. Bildrechte: dpa

Verheerende Waldbrände Mehr als tausend Vermisste in Kalifornien

Bei den Waldbränden in Kalifornien hat sich die Zahl der Vermissten dramatisch erhöht. Die Behörden sprechen inzwischen von mehr als 1.000. Insgesamt 73 Menschen sind bislang in den Flammen ums Leben gekommen.

Eine Pinnwand mit Vermisstenanzeigen vor einer Notunterkunft
Noch immer werden sehr viele Menschen in den Waldbrandgebieten vermisst. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Vermissten bei den verheerenden Waldbränden im Norden Kaliforniens steigt immer mehr an. Nach Angaben der Polizei werden 1.011 Menschen vermisst. Am Donnerstag hatten die Behörden noch von 200 Vermissten gesprochen. Sie erklärten den sprunghaften Anstieg mit dem "außerordentlichen Chaos", das nach dem Ausbruch des Feuers geherrscht habe. Ermittler hätten nun unter anderem Notrufe von vor einer Woche ausgewertet. Der Sheriff von Butte County, Kory Honea, betonte aber, dass es sich vorläufige Aufstellung von Vermisstenmeldungen mit möglichen Dopplungen handele.

Zahl der Todesopfer steigt weiter

Die Einsatzkräfte in der fast vollständig zerstörten Stadt Paradise fanden zudem acht weitere Leichen. Die Zahl der bestätigten Todesopfer beim sogenannten "Camp Fire" stieg damit auf 71. Mit den beiden Toten vom "Wolsey Fire" im Süden von Kalifornien stieg damit die Gesamtzahl der Todesopfer auf 73. Das seien mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen, hieß es.

Trump will Brandgebiete besuchen

US-Präsident Donald Trump will am Samstag nach Kalifornien reisen, um mit Bewohnern der von den verheerenden Waldbränden heimgesuchten Gebiete zu sprechen. Das kündigte eine Sprecherin des Weißen Hauses an.

Trump hatte nach eigenen Angaben am Donnerstag mit dem kalifornischen Gouverneur Jerry Brown gesprochen, um ihm seine Solidarität auszusprechen. Politisch sind Trump und der Gouverneur, der der Demokratischen Partei angehört, verfeindet. Vor einigen Tagen hatte Trump noch der kalifornischen Regierung die Schuld für die rasche Ausbreitung der Brände gegeben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. November 2018 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. November 2018, 10:40 Uhr