Leckeres aus Osteuropa

Viele osteuropäische Spezialitäten haben längst Eingang in unsere Küche gefunden, aber viele leckere Gerichte und Speisen sind hierzulande noch unbekannt warten auf ihre Entdeckung.

Teller mit Piroggen
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Mann in Kochmontur serviert dunkelhaarigem Mann in gelbem Pullover ein Essen. 2 min
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Die Ungarn lieben Palatschinken. Aber nicht nur die süsse Variante mit Marmelade oder Kakao, sondern auch deftige mit Fleischfüllung. MDR-Ostbloggerin Piroska Bakos zeigt, wie's geht.

Fr 08.11.2019 11:00Uhr 02:08 min

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/ostblogger/video-353172.html

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Doppelte Standards West-Schund in Osteuropas Supermärkten?

Seit Jahren klagen Verbraucher in Osteuropa über doppelte Qualitätsstandards bei Markenware. Trotz gleicher Verpackung sind manche Produkte in Polen oder Tschechien anders als "dasselbe" Markenprodukt in Deutschland.

Regale im Supermarkt.
Seit Jahren klagen Verbraucher in Osteuropa über doppelte Qualitätsstandards bei Markenware. Trotz gleicher Verpackung sind manche Produkte in Polen oder Tschechien anders als "dasselbe" Markenprodukt in Deutschland oder Frankreich: sie haben eine andere Zusammensetzung, riechen oder schmecken anders. Die osteuropäischen Verbraucher glauben, dass ihnen schlechtere Ware "untergejubelt" wird. Bildrechte: IMAGO
Regale im Supermarkt.
Seit Jahren klagen Verbraucher in Osteuropa über doppelte Qualitätsstandards bei Markenware. Trotz gleicher Verpackung sind manche Produkte in Polen oder Tschechien anders als "dasselbe" Markenprodukt in Deutschland oder Frankreich: sie haben eine andere Zusammensetzung, riechen oder schmecken anders. Die osteuropäischen Verbraucher glauben, dass ihnen schlechtere Ware "untergejubelt" wird. Bildrechte: IMAGO
Frühstücksfleisch der dänischen Firma Tulip
Beim "Frühstücksfleisch" der dänischen Firma Tulip fanden die Prager Prüfer 2015 heraus, dass es beim deutschen Produkt auf Schweinefleisch basiere, das tschechische aber hauptsächlich auf Separatorenfleisch - zumeist maschinell von den Knochen gelöstes Restfleisch, das bei vielen Verbrauchern als minderwertig gilt. Tulip konterte, die Dosenfleischprodukte würden weltweit mit unterschiedlichen Rezepten vertrieben und berücksichtigten den regionalen Geschmack und die jeweilige Preislage. Bildrechte: Tulip Food Company, Tulipvej
Werbung für Jacobs Krönung
Beim löslichen Jacobs-Kaffee aus dem tschechischen Supermarkt konnten die Prager Forscher hingegen ein Drittel mehr Koffein nachweisen als beim deutschen. Manchem Kaffeetrinker wäre wohl die tschechische Variante lieber ... Bildrechte: IMAGO
Tschechische Zeitungen
Für die Medien in den Visegrad-Ländern ist das Thema ein gefundenes Fressen. Die slowakische linksliberale Zeitung "Pravda" schrieb zum Beispiel, man könne nur schwer glauben, "dass den Menschen hinter dem früheren Eisernen Vorhang Lebensmittel besser schmecken, die mehr Ersatzstoffe oder Süßungsmittel enthalten". Es gehe den Firmen nicht um Geschmack, sondern um Geld. Bildrechte: IMAGO
EU-Flaggen vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel
Das Europäische Parlament hat im April 2019 zwar eine Richtlinie erlassen, die doppelte Qualitätsstandards verbietet, sie wurde aber stark aufgeweicht. So sind nur "erhebliche" Unterschiede unzulässig - ein dehnbarer Begriff. Außerdem gibt es viele erlaubte Ausnahmen. Viele Politiker und Verbraucher glauben deshalb, dass alles beim Alten bleibt. Und so bleiben Qualitätsunterschiede zwischen Ost und West nach wie vor ein Wahlkampfthema in Polen und Tschechien. Bildrechte: Colourbox.de
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Osteuropa

Tschechien Weniger Lebensmittel für die Tonne

In Tschechien gilt ein neues Gesetz, das die Lebensmittelverschwendung begrenzen soll. Discounter müssen Waren kurz vor dem Verfallsdatum abgeben. Starken Gegenwind gibt es nicht aus den Discountern, sondern dem Senat.

Wurst und Kaese
Waren kurz vor dem Verfallsdatum müssen Discounter in Tschechien künftig an Hilfsorganisationen abgeben. In Frankreich gibt es ein ähnliches Gesetz, allerdings ist es dort bei weitem nicht so streng wie in Tschechien. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Wurst und Kaese
Waren kurz vor dem Verfallsdatum müssen Discounter in Tschechien künftig an Hilfsorganisationen abgeben. In Frankreich gibt es ein ähnliches Gesetz, allerdings ist es dort bei weitem nicht so streng wie in Tschechien. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann im Gespräch
Einige Discounter-Betreiber ächzen: Die Bestimmungen seien sehr streng. Für die Mitarbeiter sei es ein großer Mehraufwand zu entscheiden, was man abgeben und was in den Container muss. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann lädt Kisten ab
Hohe Strafen: Bei Zuwiderhandlung können Geldstrafen von umgerechnet bis zu 390.000 Euro verhängt werden. Generell gilt das Gesetz jedoch nur für Lebensmittelgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann prüft Lebensmittel
Profiteure sind unter anderem die Prager Lebensmittelbank, wo täglich zehn Tonnen Lebensmittel verteilt werden, zum Beispiel an Suppenküchen und Obdachlosenheime. Dort bedeutet es mehr Varianz als vorher, denn nun kommt vermehrt Schnellverderbliches auf den Tisch wie Wurst und Käse. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Frau an Theke bei der Ausgabe.
Die schnelle Verderblichkeit ist aber auch mit strengeren Auflagen verbunden. Die Hilfsorganisation muss nachweisen, dass diese Lebensmittel schnell verarbeitet werden. Der Hygienestandard muss nun besonders hoch sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Obst und Gemüse in Kisten
Gegenwind kam aus dem tschechischen Senat.  25 Abgeordnete zogen vor das Verfassungsgericht in Brünn. Ihr Vorwurf: Es sei wie im Kommunismus, den Läden würden Vorschriften gemacht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bananenkisten
So hätten früher viele Discounter Lebensmittel an Zoos weitergegeben, das dürfen sie nun nicht mehr. Die Klage hatte jedoch keinen Erfolg. Das Gesetz gilt und ist vielleicht ein Teilerfolg auf dem Weg, die weltweite Lebensmittelverschwendung zu begrenzen.

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: 11.01.2019 | MDR aktuell | 17:45 Uhr
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Osteuropa

Baikal-Limo statt Coca Cola

Baikal-Limonade war in den 1970er-Jahren die sowjetische Antwort auf Coca Cola. Das Erfrischungsgetränk aus den USA war so beliebt, dass die Sowjetunion ihr eigenes Erfolgsgetränk entwickeln wollte.

Colaflasche in Hand
Es muss nicht immer Coca Cola oder Pepsi sein. Auch der Osten hat seine eigenen Geheimrezepturen für Erfrischungsgetränke, die rein zufällig sehr an das Original aus den USA erinnern. Kofola heißt das braune Zuckerwasser aus Tschechien und der Slowakei. Ende der 1950er-Jahre entwickelt, gehört Kofola bis heute zu den beliebtesten Getränken dort. Bildrechte: IMAGO
Colaflasche in Hand
Es muss nicht immer Coca Cola oder Pepsi sein. Auch der Osten hat seine eigenen Geheimrezepturen für Erfrischungsgetränke, die rein zufällig sehr an das Original aus den USA erinnern. Kofola heißt das braune Zuckerwasser aus Tschechien und der Slowakei. Ende der 1950er-Jahre entwickelt, gehört Kofola bis heute zu den beliebtesten Getränken dort. Bildrechte: IMAGO
Frau an Mikroskop
Kofola sollte, wie die bekannte Baikal-Limonade aus Russland, eine Kampfansage an die US-Getränke Cola Cola und Pepsi sein. Kofo, der Hauptinhaltstoff in Kofola, wurde als Nebenprodukt in einem Pharmaunternehmen entdeckt. Dieses wollte eigentlich den Überschuss an Koffein wirtschaftlich nutzen, begann zu experimentieren und entdeckte dabei einen süß-säuerlichen Sirup. Bildrechte: IMAGO
Produktion in den 1970ger-Jahren
Der griechische Immigrant Kostas Samaras, der eine Spürnase für Geschäfte hatte, begann aus dem Sirup das Erfrischungsgetränk zu produzieren. An mehreren Standorten, wie hier in den 1970er-Jahren in Pilsen, wurden die Flaschen abgefüllt. Heute wird an acht Standorten produziert, unter anderem in Polen und Russland. Bildrechte: IMAGO
 Porträt von Jannis Samaris auf der Titelseite einer Zeitschrift
Die Firma hat heute 2.300 Mitarbeiter und ist wieder in den Händen der Gründerfamilie Samaras, die die Marke 2002 zurückkaufte. Jannis Samaras leitet das Unternehmen und brachte die Kofola-Aktiengesellschaft sogar an die Prager Börse. Bildrechte: IMAGO
3 Getränkeflaschen
In den 1990er-Jahren wäre Kofola fast von der Konkurrenz aus dem Westen verdrängt worden, doch Jannis Samaras gelang es, das Unternehmen zu sanieren. Stück für Stück, Dose um Dose erweiterte er das Angebot.  Mittlerweile gehören auch Energy-Drinks zur Kofola-Jannis-Samaras-Gruppe. Bildrechte: IMAGO
Eine Colaflsche auf einem Tisch
Die Cola aus der ehemaligen Tschechoslowakei ist aber nicht die einzige Kampfansage gegen Coca Cola, die überlebt hat. Die Nachfolge der sowjetischen Baikal-Limonade, die auch "Stalin-Cola" genannt wurde, heißt Wostok. Das Rezept beruht auf der Originalrezeptur der Baikal-Limonade, sagt der Gründer Joris van Velzen, Eigentümer der Baikal GmbH. Bildrechte: Wostok
Viele Cola-Flaschen nebeneinander
Die Produktionsräume in einer Apfelwein-Kelterei in Hessen versprühen Sowjetnostalgie. Das Etikett zeigt sowjetische Kolchos-Arbeiter. Ein Kunstprojekt für den Niederländer van Jelzen, der als Fotograf in Moskau lebte. Bildrechte: Wostok
Ein Mann mit Laptop auf dem Schoß sitzt in einer Lagerhalle
Dann kam ihm die Idee zur Limo. Vom ehemaligen Leiter der Baikal-Brauerei besorgte er das Rezept, zog nach Berlin und gründete die Firma. Mittlerweile liefert er 15.000 Flaschen pro Monat aus. Bildrechte: Wostok
Produktionsanlage der Mineralquellen Schmalkalden GmbH
Auf dem deutschen Mark ist die Wostok-Limo noch ein Nischenprodukt. Bekannter ist dann doch die Vita-Cola, die DDR-Cola schlechthin. Neben der Club-Cola war sie ein sehr beliebtes Erfrischungsgetränk. Bildrechte: IMAGO
 alte Flasche Cola
Die Entwicklung der Vita-Cola wurde vom Ministerium für Lebensmittelindustrie angeordnet. 1958 wurde in der Landesbrauerei Leipzig die Vita Cola zum ersten Mal hergestellt, darin enthalten sind Zitrusöl, Vanille, Kolanüsse und natürlich Koffein. Bildrechte: IMAGO
Getränkeetiketten von Quick und Vita Cola in Tutow
Anfang der 1960er-Jahre durfte in 106 Betrieben Cola produziert werden. Die Nachfrage nach dem Erfrischungsgetränk war groß. Mit der Wende endete jedoch die Produktion. Bildrechte: IMAGO
Dosen mit Energy Drink
Noch ein kleiner Zusatz-Kick: Nicht nur Coca Cola inspiriert im Osten zu neuen Getränken. Die Kampfansage an den angeblichen wachmachenden Energydrink heißt in Russland Sova. Während Red Bull im Werbespruch Flügel verleihen soll, hat der russische Drink zumindest welche – "Sova" heißt Eule. Nach dem Trinken scheint man also eine Nachteule zu werden. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV: 11.10.2012 | 19:30 Uhr.) Bildrechte: dpa
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Osteuropa

Viele Cola-Flaschen nebeneinander
Die Produktionsräume in einer Apfelwein-Kelterei in Hessen versprühen Sowjetnostalgie. Das Etikett zeigt russische Kolchosarbeiter. Ein Kunstprojekt für den Niederländer van Jelzen, der als Fotograf in Moskau lebte. Bildrechte: Wostok

Osteuropa

Kaffee-Boom in Kiew: Die Ukraine als Hochburg der Kaffeekultur

Wenn unser Ostblogger Denis Trubetskoy Gäste in Kiew empfängt, sind die regelmäßig von den Cafés in der ukrainischen Hauptstadt begeistert. Das hat ihn dazu motiviert, eine kleine Kaffee-Tour durch Kiew zu machen.

Junge Frauen sitzen 2007 in einem Straßencafé in Kiew
Wenn unser Ostblogger Denis Trubetskoy Gäste in Kiew empfängt, sind die regelmäßig von den Cafés in der ukrainischen Hauptstadt begeistert. Das hat ihn dazu motiviert, eine kleine Kaffee-Tour durch Kiew zu machen. Bildrechte: IMAGO
Junge Frauen sitzen 2007 in einem Straßencafé in Kiew
Wenn unser Ostblogger Denis Trubetskoy Gäste in Kiew empfängt, sind die regelmäßig von den Cafés in der ukrainischen Hauptstadt begeistert. Das hat ihn dazu motiviert, eine kleine Kaffee-Tour durch Kiew zu machen. Bildrechte: IMAGO
Kaffee Ukraine
Die Tour beginnt dort, wo die aktuelle Entwicklung etwa vor drei Jahren begonnen hat: Das Kaffeehaus "Yellow Place" im angesagten Kiewer Bezirk Petschersk gilt als einer der progressivsten Coffee-Shops im ganzen Land. "Yellow Place" ist ein klassischer Vertreter der sogenannten "Dritten Kaffeewelle", die auf hochwertig produzierten Kaffee und damit auf den perfekten Genuss  setzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Anfangs habe man 20-30 Tassen pro Tag verkauft, mittlerweile seies es etwa 300, erklärt "Yellow Place"-Barista Pawlo Poltorakin, der als Gesicht des Shops gilt. Inspiration holt man sich auch aus Berlin. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Es gibt nur frisch gerösteten Kaffee. Doppelespresso ist Basis für alle Getränke. Billig ist "Yellow Place" für ukrainische Verhältnisse keinesfalls: Für eine Tasse Flat White, als "Ersatz" für den von der "Dritten Kaffeewelle" verachteten Americano, muss man zwei Euro ausgeben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Das Kaffeehaus "Blur", ebenfalls in Petschersk, hat erst im Frühjahr eröffnet. Hier ist es preiswerter. Flat White gibt es je nach Art schon ab einem Euro. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Der Coffee-Shop liegt direkt an der U-Bahn-Haltestellte Klowska. Eine günstige Lage. Über Gästemangel musste man sich von Anfang an nie beklagen. In Stoßzeiten müssten die Gäste bis zu 15 Minuten auf ihren Kaffee warten, erzählt Mitinhaber Jewhen Biloussow. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Einen so schnellen und großen Erfolg hatte Biloussow nicht erwartet. Sein Kaffeehaus verfolgt eine andere Politik als "Yellow Place". Man gehe stärker auf die Kunden ein. Versuche aber trotzdem, sie neugierig auf wirklich guten Kaffee zu machen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
"Come and Stay" im Zentrum Kiews, nahe der U-Bahn-Station Lwa Tolstoho, gehört zu den etablierten Kaffeehäusern der Stadt. Beliebt ist "Come and Stay" nicht nur wegen seines sehr guten Kaffees, sondern auch wegen der sehr gesprächsfreundlichen Atmosphäre. Viele der Besucher würden zu Stammgästen, sagt Betreiber und Barista Olexander Grysunow. Das sei für ihn und das Team die größte Auszeichnung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Einen Kaffee bekommt man im "Come and Stay" ab einem Euro. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Die Gäste sind offenbar sehr zufrieden mit Kaffee und Service ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Für "Come and Stay"-Chef Grysunow spielen die Coffee-Shops der ukrainischen Hauptstadt in der ersten Liga. In Kiew finde man deutlich bessere Cafés als in Paris und Madrid. Nur Berlin könne mit Kiew konkurrieren. Die Kiewer Baristas müssten allerdings noch lernen, um es bis an die Weltspitze zu schaffen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Taras Jakowljew (li) und Jaroslaw Drusjuk (re) betreiben die Webseite Blackfield Coffee. Man trinke viel Kaffee, wisse auch eine ganze Menge über das Thema, lasse aber vor allem Experten reden, sagt Journalist Drusjuk. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Jakowljew, ein bekannter Instagram-Blogger, glaubt, dass die Kaffeekultur in Kiew bald ihr Höhepunkt erreicht haben wird. Deshalb wollten er und sein Kompagnon mit ihrer Idee schnell auf den Markt kommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Zum Trend gehören aber nicht nur die Shops der "Dritten Kaffeewelle", sondern auch Mainstream-Ketten wie "Aroma Kawa", die mittlerweile fast an jeder Ecke Kiews präsent ist. Der etwas billigerer Kaffee von "Aroma Kawa" wird von Experten wie Jakowljew und Drusjuk kritisiert, kommt aber beim regulären Publikum ziemlich gut an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kaffee Ukraine
Interessant sind auch kleinere Cafés wir hier an der U-Bahn-Station Obolon, die meist von Studenten ins Leben gerufen werden und ziemlich guten Kaffee für kleines Geld anbieten. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch am 17.07.2018, um 19:30 Uhr.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Grillen in der DDR

Das Grillen war in der DDR ein beliebtes Freizeitvergnügen. Zwischen März und Oktober glühte eigentlich immer irgendwo Holzkohle in den Rosten - in Kleingärten, auf Stadtfesten, am 1. Mai oder auf Brigadefeiern...

Bratwurst auf dem Straßenfest zur 750 Jahrfeier in Berlin Ost (1987)
Das Grillen war in der DDR ein äußerst beliebtes Freizeitvergnügen. Gegrillt wurde eigentlich immer und überall. Etwa auf Stadtfesten, wie hier bei den 750-Jahr-Feierlichkeiten in Berlin 1987. Bildrechte: IMAGO
Bratwurst auf dem Straßenfest zur 750 Jahrfeier in Berlin Ost (1987)
Das Grillen war in der DDR ein äußerst beliebtes Freizeitvergnügen. Gegrillt wurde eigentlich immer und überall. Etwa auf Stadtfesten, wie hier bei den 750-Jahr-Feierlichkeiten in Berlin 1987. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn (Mitte) am Grill
Auch an jedem 1. Mai wurden überall in der Republik Grillstände aufgebaut. Mitunter standen dabei bekannte Persönlichkeiten am Grill, wie hier der Kosmonaut Sigmund Jähn (zweiter von links). Bildrechte: IMAGO
Fleisch auf dem Grill
Neben Thüringer Rostbratwürsten war das Rostbrätel ein Klassiker jeder Grillsaison. Das Rostbrätel stammt aus Thüringen, wo für Grill einfach nur "Rost" gesagt wird und für Grillen der Ausdruck "Bräteln" gebräuchlich ist, und ist eigentlich nichts weiter als ein Nackensteak mit einer würzigen Marinade und sehr viel Senf ... Bildrechte: IMAGO
Grillsteak
Ebenfalls sehr beliebt bei den Grillfreunden im Osten - das Grillsteak. Bevor die Steaks auf den Grill kamen, wurden sie beidseitig gewürzt, mit Senf bestrichen und anschließend 24 Stunden lang in einen mit Marinade und Bier gefüllten Topf gelegt. Während des Grillens wurden die Steaks dann gelegentlich mit Bier und Marinade beträufelt. Bildrechte: IMAGO
Kurt Drummer
Rostbrätel und Grillsteaks waren nun nicht unbedingt gesund. Der beliebte Koch Kurt Drummer versuchte in seiner Fernsehsendung "Der Fernsehkoch empfiehlt" daher, dem Freizeitgrillen in der DDR mehr gesunde und frische Komponenten hinzuzufügen, Fisch oder Paprikaschoten etwa. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1985, Grillfest in Gera
Aber so recht durchsetzen konnte sich die durchaus vernünftige Empfehlung des Fernsehkochs Kurt Drummer nicht. Am liebsten wurden doch zünftige Steaks, Rostbrätel und Bratwürste auf den Grill gelegt. (Das Bild zeigt ein Grillfest 1985 in Gera.) Bildrechte: IMAGO
DDR Jugendliche grillen an der Mauer in Kreuzberg - Juli 1989
Selbst im Schatten der Berliner Mauer wurde gegrillt - wenn auch erst in der Endzeit der DDR. Hier feiern Jugendliche mit Thüringer Rostbratwurst und Dosenbier im Sommer 1990 im Prenzlauer Berg. Nur wenige Monate später war Deutschland wieder eine vereinte Grillnation. Denn das Grillen war nicht nur im Osten ein beliebter Teil der Freizeitkultur gewesen ...
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR um 2, 12.06.2014, 14:00 Uhr.)
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Osteuropa

Junge blonde Frau mit einem Eis 3 min
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Belegte Brötchen 4 min
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Regale mit Weinflaschen in einem Verkaufsraum 2 min
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