Osteuropa

Verstrahlt aber schön: Ein Naturparadies in Belarus nahe Tschernobyl

Zwei Männer stehen vor einem Fluß der die weißrussisch-ukrainische Grenze markiert.
Wissenschaftler untersuchen an der weißrussisch-ukrainischen Grenze regelmäßig die Strahlungswerte. Radioaktiver Niederschlag verseuchte hier 1986 den Boden nicht nur mit Cäsium und Strontium, sondern auch mit Plutonium, das besonders lange strahlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sarkophag Tschernobyl
In Sichtweite des neuen Sarkophags, der den Unglücksreaktor im ukrainischen Tschernobyl verhüllt, erstreckt sich in Belarus eine Sperrzone. Seit 1988 ist sich die Natur hier völlig selbst überlassen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Strahlenmessgerät liegt im Grass und zeigt 2,61 millisievert an.
Das Dosimeter misst 2,6 Mikrosievert pro Stunde - mehr als das Zwölffache der durchschnittlichen radioaktiven Strahlung in Deutschland. Ein dauerhaftes Leben ist hier auch 33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe unmöglich. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei Männer stehen vor einem Fluß der die weißrussisch-ukrainische Grenze markiert.
Wissenschaftler untersuchen an der weißrussisch-ukrainischen Grenze regelmäßig die Strahlungswerte. Radioaktiver Niederschlag verseuchte hier 1986 den Boden nicht nur mit Cäsium und Strontium, sondern auch mit Plutonium, das besonders lange strahlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine alte verwitterte Bushaltestelle.
Eine Bushaltestelle an der ehemaligen Straße, die vom weißrussischen Gomel ins ukrainische Kiew führte. Seit 1986 hielt hier kein einziger Bus mehr. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Haus hinter Bäumen.
Die Natur eroberte sich das damals evakuierte Gebiet Stück für Stück zurück, seitdem die weißrussische Regierung die Zone zum radiologisch-ökologischen Naturschutzgebiet "Polessja" erklärt hat.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Wisente stehen am Waldrand neben einer Straße.
Sogar Wisente haben sich angesiedelt. Eine Nuklearkatastrophe und eine mehr als drei Jahrzehnte folgende Abwesenheit des Menschen haben ein Paradies für seltene Tierarten geschaffen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Blick auf unberührte Natur.
Wie schon auf ukrainischer Seite rund um Prypjat will man auch hier in Belarus Extrem-Touristen eine Attraktion bieten. Unberührte Natur: verstrahlt, aber schön.
Irgendwann soll die Sperrzone für Touristen geöffnet werden. Das an Attraktionen arme Weißrussland hofft, sich so eine Einnahmequelle zu erschließen. Mit dem Geld könnte das Land die Schäden, die der Reaktorunfall von 1986 verursacht hat, wenigstens zum Teil ausgleichen.
(Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV: 27.04.2018.)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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