Russland-Ukraine-Krieg Ticker: Ukraine meldet Dauerfeuer auf Stahlwerk in Mariupol

Russland setzt nach ukrainischen Angaben seine Angriffe auf das Stahlwerk in Mariupol fort. Der ukrainische Präsident Selenskyj erwartet heute Vertreter der US-Regierung in Kiew. Mutmaßliche Kriegsverbrechen in der Ukraine beschäftigen auch die deutsche Justiz. Die Ukraine wirft Russland eine Zwangsrekrutierung von Einwohnern in besetzten Gebieten vor. Außerdem fließen die Ukraine-Hilfen offenbar vor allem in westliche Länder. Die aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Ticker.

Ein Blick auf das Eisen- und Stahlwerk Asowstal in der Stadt Mariupol.
In dem Stahlwerk sollen sich zahlreiche ukrainische Soldaten sowie Zivilisten aufhalten. Bildrechte: dpa

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, weil wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter im Land sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum unabhängig verifiziert werden können.

22:10 Uhr | US-Außenminister Blinken in Kiew angekommen

US-Außenminister Antony Blinken ist nach ukrainischen Angaben in Kiew angekommen. Dort führe er Gespräche mit Präsident Wolodymyr Selenskyj, sagt einer von dessen Beratern. Selenskyj hatte ankündigt, dass auch US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Sonntag die ukrainische Hauptstadt besuchen wolle.

Bei den Gesprächen mit den US-Ministern sollte es nach Angaben Selenskyjs um die US-Waffenlieferungen für die ukrainischen Streitkräfte gehen. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch von US-Regierungsmitgliedern in der Ukraine seit Beginn des russischen Einmarschs am 24. Februar.

21:25 Uhr | Tschechien liefert der Ukraine Waffen

In Tschechien herrscht Einigkeit zum Thema Waffenlieferungen: Die Ukraine muss mit militärischen Mitteln unterstützt werden. Dafür wird auch Technik aus ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten genutzt.

20:00 Uhr | Schweiz lehnt deutsche Anfrage zu Munition für Ukraine ab

Deutschland darf an die Ukraine keine Munition verkaufen, die in der Schweiz geordert wurde. Wie das Schweizer Wirtschaftsministerium bestätigte, wurde eine entsprechende Anfrage abgelehnt. Medienberichten zufolge begründete das Ministerium die Entscheidung mit der Neutralität der Schweiz. Wie die Schweizer "Sonntagszeitung" schreibt, wollte Deutschland wegen der Entscheidung auch keine Marder-Schützenpanzer in die Ukraine liefern. Deren Gefechtsköpfe seien mit Munition bestückt, die aus der Schweiz stamme. Das Schweizer Wirtschaftsministerium erklärte allerdings, dass es von diesem Zusammenhang nichts wisse.

18:10 Uhr | Ukraine-Krieg verschärft weiter Personalmangel in Logistikbranche

Der Krieg in der Ukraine verschärft in der deutschen Transportbranche den Personalmangel. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik erklärte, Grund seien die fehlenden ukrainischen Lkw-Fahrer, die in ihrer Heimat zum Wehrdienst einberufen worden seien. Vorstandssprecher Dirk Engelhardt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, diese seien kurzfristig nicht zu ersetzen. So fehlten allein in Deutschland bis zu 80.000 Fahrer. Das verschärfe die Probleme in den Lieferketten. Es komme bereits zu Lücken in den Supermarktregalen.

17:40 Uhr | Selenskyj sieht Lebensmittelversorgung gefährdet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet Probleme bei der globalen Lebensmittelversorgung. Bei einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan sagte Selenskyj, diese sei durch die Blockade von Schiffen im Schwarzen Meer gefährdet. Russland blockiert seit dem Angriff auf die Ukraine den Zugang zu den Häfen des Landes. Dadurch kann die Ukraine keine Waren mehr auf dem Seeweg exportieren. Das Land war vor dem Krieg einer der größten Getreideexporteure der Welt.

16:30 Uhr | UN-Koordinator fordert sofortige Waffenruhe für Mariupol

Die Vereinten Nationen haben für die belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol eine sofortige Waffenruhe gefordert. Der zuständige UN-Koordinator Amin Awad sagte, man brauche eine Kampfpause, um Leben zu retten. Zehntausende Menschen müssten umgehend aus der Stadt gebracht werden. Nach Angaben der ukrainischen Regierung scheiterte am Sonntag ein weiterer Versuch, einen Fluchtkorridor aus Mariupol für Zivilisten einzurichten. Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk teilte mit, am Montag solle ein weiterer Versuch unternommen werden.

15:25 Uhr | Noch keine Entscheidung über Ringtausch

Der Bundessicherheitsrat hat nach Angaben von Bundesfinanzminister Christian Lindner noch nicht über einen Ringtausch von Panzern sowjetischer Bauart an die Ukraine entschieden. Der FDP-Chef sagte in der ARD, der Bundessicherheitsrat habe zu dieser Frage noch gar nicht getagt. Er selbst befürworte den Ringtausch. Bei dem geplanten Ringtausch soll Slowenien einige seiner T-72-Panzer der Ukraine überlassen. Im Gegenzug soll das Land Panzer aus deutscher Produktion erhalten.

14:55 Uhr | Ukraine meldet Rückeroberungen im Gebiet Cherson

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Orte im Gebiet Cherson im Süden der Ukraine zurückerobert. Der Generalstab nannte allerdings keine Ortsnamen oder die Lage der Orte. Das russische Militär hatte zuvor mitgeteilt, die gesamte Region Cherson eingenommen zu haben. Die Ukraine befürchtet, dass dort wie in den von Russland anerkannten "Volksrepubliken Luhansk und Donezk" ebenfalls eine Unabhängigkeit von der Ukraine ausgerufen werden könnte.

14:05 Uhr | Kiew bietet Verhandlungen über Asowstal an

Angesichts der schwierigen Lage für die eingeschlossenen Menschen im ukrainischen Stahlwerk in Mariupol will Kiew mit Moskau verhandeln. Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak teilte auf Twitter mit, bei einer "Sonderrunde" könne über den Austausch von Militär gesprochen werden.

Allein im Werk Asowstal sollen sich nach russischen Angaben 2.500 ukrainische Kämpfer und ausländische Söldner verschanzt haben. Nach ukrainischen Angaben leben in den noch für einen Atomkrieg gebauten Bunkeranlagen auch 1.000 Zivilisten, darunter viele Kinder und Frauen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag angeordnet, das Werk zu belagern – so engmaschig, dass "keine Fliege mehr heraus kann".

13:10 Uhr | Bericht: Schweiz blockiert Munitionslieferung

Deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine werden einem Medienbericht zufolge auch durch ein Veto der Schweiz erschwert. Die Regierung in Bern habe die Weitergabe von in der Schweiz hergestellter Munition für den Schützenpanzer Marder durch Deutschland an die Ukraine verboten, berichtet die "Sonntagszeitung", die dazu einen Regierungssprecher zitierte. Der Schritt sei mit Verweis auf die Schweizer Neutralität begründet worden.

12:55 Uhr | Russland: Mehr als 400 Angriffe in der Osternacht

Die russischen Streitkräfte haben ihre Raketenangriffe gegen die Ukraine auch zum orthodoxen Osterfest mit aller Härte fortgesetzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden erneut Dutzende Militärobjekte und zahlreiche Stellungen des ukrainischen Militärs beschossen. Mit Hochpräzisionswaffen sei in Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk eine unterirdische Anlage zur Produktion von Munition für die ukrainischen Streitkräfte zerstört worden. Im Gebiet Charkiw seien zudem vier Munitionslager und Truppenansammlungen mit Raketen beschossen worden. Insgesamt wurde demnach in der Osternacht 423 Mal mit Raketen und Artillerie geschossen.

11:50 Uhr | Ukraine: Weitere Angriffe auf Stahlwerk in Mariupol – "Osterfrieden" gefordert

Russland setzt nach ukrainischen Angaben seine Angriffe auf das Stahlwerk in Mariupol fort. Präsidentenberater Mychajlo Podoljak erklärte auf Twitter, das von ukrainischen Kämpfern gehaltene Werk liege unter kontinuierlichem Beschuss. Es werde mit schweren Bomben aus der Luft und Artillerie angegriffen. Auf dem Gelände sollen auch zahlreiche Zivilisten Zuflucht gesucht haben.

Podoljak fordert die Führung in Moskau anlässlich des orthodoxen Osterfests zu einem "echten Osterfrieden in Mariupol" auf. Auch aus der Hafenstadt Odessa meldete das ukrainische Militär am späten Abend weitere Raketen-Angriffe. Zudem verlege Russland zusätzliche Einheiten ins russische Belgorod an die Nordostgrenze der Ukraine.

10:00 Uhr | Selenskyj erwartet Austin und Blinken

Nach Reisen zahlreicher europäischer Spitzenpolitiker wird heute in Kiew ranghoher US-Besuch erwartet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gestern ein Treffen mit dem US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und mit Außenminister Antony Blinken angekündigt.

Bei den Gesprächen werde es um Waffenlieferungen an die Ukraine gehen. Selenskyj sagte, er erhoffe sich von den USA auch Unterstützung für Waffenlieferungen aus Deutschland. Deutschland habe Waffen, die es gerade nicht brauche, die aber von der Ukraine dringend gebraucht würden.

Die US-Ministerien äußerten sich zunächst nicht zu den Reisen. In den vergangenen Wochen hatten diverse europäische Regierungschefs und auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Kiew besucht.

09:15 Uhr | Merz: Außen- und Sicherheitspolitik vor Scherbenhaufen

CDU-Chef Friedrich Merz hat die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik der letzten 20 Jahre für gescheitert erklärt. Merz sagte der "Bild am Sonntag", man stehe vor einem Scherbenhaufen. Nach dem Ukraine-Krieg müsse man analysieren, wie es dazu habe kommen können. Merz sagte, spätestens 2014 nach der Besetzung der Krim hätte es eine massive Sanktionierung und Isolierung Russlands gebraucht.

Merz beklagte zugleich schwere Versäumnisse der Union hinsichtlich der Bundeswehr. Alle Verteidigungsminister der letzten 20 Jahre hätten bei Ausrüstung und Zustand der Bundeswehr falsche Entscheidungen getroffen. Die Union habe von Ende 2005 bis Ende 2021 das Verteidigungsministerium gestellt. Merz drohte erneut damit, dem geplanten Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr nicht zuzustimmen. Der Kanzler müsse mit der Union darüber reden, die Union werde sich nicht nur die fertigen Ergebnisse vorlegen lassen.

07:29 Uhr | Bericht: Hunderte Bewerbungen ukrainischer Lehrkräfte

In den Bundesländern sind offenbar bereits Hunderte Bewerbungen ukrainischer Lehrkräfte eingegangen. Zahlreiche Geflüchtete traten schon ihren Dienst an deutschen Schulen an, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei den Kultusministerien berichtet.

Demnach hat Bayern 200 "Willkommenskräfte" mit ukrainischen Sprachkenntnissen eingestellt, Sachsen 122 und Sachsen-Anhalt acht – 14 weitere sollen folgen.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK ), die schleswig-holsteinische Kultusministerin Karin Prien (CDU), begrüßte diese Entwicklung. Diese ukrainischen Lehrkräfte seien den Schülern eine "unglaubliche Hilfe", weil sie vor allem Halt und Sicherheit geben, sagte sie der "Wams". Laut KMK werden bereits 61.000 ukrainische Schüler hierzulande unterrichtet.

Mädchen beim Turnen in einer Halle 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

04:21 Uhr | Ukraine wirft Russland Deportationen von Einwohnern vor

Die Ukraine wirft russischen Behörden vor, Menschen aus besetzten Gebieten tief nach Russland zu transportieren. Der Menschenrechtsbeauftragten des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denisowa zufolge, sind mehr als 300 Ukrainer aus der umkämpften Hafenstadt Mariupol in den 8.000 Kilometer entfernten russischen Fernen Osten gebracht worden.

Mann in Mariupol auf der Straße
Die Ukraine wirft Russland vor, Flüchtlinge aus Mariupol in den Fernen Osten Russlands deportiert zu haben. Bildrechte: dpa

Von ihnen werde erwartet, sich russische Ausweispapiere zu besorgen und Arbeit zu suchen. Die Ukraine hatte bereits vielfach kritisiert, dass russische Truppen bei einigen Fluchtkorridoren aus umkämpften Städten nur die Ausreise nach Russland erlaubten. Russland bestreitet, dass Menschen gegen ihren Willen ins Land gebracht würden.

03:23 Uhr | UN-Chef Guterres reist vor Besuchen in Moskau und Kiew nach Ankara

UN-Generalsekretär Antonio Guterres wird am Montag zu einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Ankara reisen. Dies teilte eine UN-Sprecherin in der Nacht mit. Zuvor hatte UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths die Türkei als einen wertvollen Partner für Gespräche zu humanitären Maßnahmen zwischen der Ukraine und Russland bezeichnet.

Am Dienstag wird Guterres zu Gesprächen nach Moskau und am Donnerstag in die Ukraine reisen.

01:32 Uhr | Kriegsverbrechen in der Ukraine beschäftigen auch Justiz in Deutschland

Mutmaßliche Kriegsverbrechen in der Ukraine beschäftigen auch die deutsche Justiz. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sagte dem Fernsehsender Phoenix, dass der Generalbundesanwalt derzeit entsprechende Beweise sichere.

Demnach werden etwa Zeugenaussagen aufgenommen und Fotos und Videos gesammelt und gesichtet. Buschmann bat Flüchtlinge aus der Ukraine, die Zeuge oder selbst Opfer geworden sind, sich bei deutschen Behörden zu melden.

Es ist wichtig, dass wir möglichst schnell an viele Informationen kommen, dann Straftäter ermitteln und wenn wir ihrer habhaft werden, sie dann auch in Deutschland vor Gericht stellen.

Marco Buschmann (FDP) Bundesjustizminister

Marco Buschmann, Bundesminister der Justiz, gibt im BMJV ein Statement ab. Berlin, 09.12.2021
Bundesjustizminister Marco Buschmann ruft zu Zeugenaussagen auf. Bildrechte: imago images/photothek

01:15 Uhr | OSZE sorgt sich um gefangene Mitarbeiter

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sorgt sich nach eigener Aussage um Mitarbeiter, die im Donbass in der Ostukraine gefangen genommen wurden. Bei den Gefangenen handle sich um Ukrainer, die gemeinsam mit internationalen Beobachtern in der Region tätig waren, gab die Organisation bekannt.

Die OSZE hatte Ende Februar beschlossen, ihre Mission angesichts der russischen Invasion vorübergehend zu beenden und ihr unbewaffnetes internationales Team außer Landes zu bringen. Die Beobachter hatten vor allem die Aufgabe, in der Ostukraine die Waffenstillstandslinie zwischen staatlichen Truppen und prorussischen Separatisten zu überwachen.

Eine OSZE-Flagge weht am OSZE-Patrol Hub in Kramotorsk (Ukraine) an einem Fahrzeug.
OSZE-Mitarbeiter die im Osten der Ukraine tätig waren, sollen vom russischen Militär gefangen genommen worden sein. (Archivbild) Bildrechte: dpa

00:56 Uhr | Ukraine: Zwangsrekrutierung in besetzten Gebieten

Die Ukraine wirft russischen Truppen eine Zwangsrekrutierung von Einwohnern in besetzten Gebieten vor. Davon seien vor allem die Menschen in den ostukrainischen Regionen Cherson, Saporischja und Charkiw betroffen, teilte die ukrainische Militäraufklärung am Samstag bei Facebook. So sei medizinisches Personal unter Androhung von Hinrichtungen gezwungen worden, russische Soldaten an der Front zu behandeln. Unabhängige Informationen zu den ukrainischen Vorwürfen gibt es bislang nicht.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Abend, dass jede Einberufung von Einwohnern besetzter Gebiete gegen die Genfer Konvention über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten verstoße.

00:45 Uhr | Ukraine-Hilfen gehen vor allem an westliche Länder

Ukraine-Hilfen gehen offenbar vor allem in westliche Länder statt in die Ukraine. Das geht es einer Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor. IfW-Direktor Christoph Trebesch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass die westlichen Länder mehr getan hätten, um die Kriegsfolgen im eigenen Land abzufedern, als die Ukraine zu unterstützen. In Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Österreich sei mehr Geld in nationale Programme etwa für Spritpreissenkung und neue Energiesubventionen geflossen.

Die Ukraine bekommt vom Westen nur Kleinstbeträge.

Christoph Trebesch Institut für Weltwirtschaft

Deutschland habe der Ukraine bisher etwa vier Milliarden Euro für humanitäre, finanzielle und militärische Hilfe zugesagt, inklusive anteiliger Hilfen, die über die EU flössen. Zugleich seien 17 Milliarden Euro für billigeres Tanken, fünf Milliarden Euro Zuschüsse für Firmen in Not und 100 Milliarden Euro für Firmenkredite bereitgestellt worden, so Trebesch.

00:10 Uhr | Ukraine warnt vor Einbruch des russischen Erdgastransits

Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz hat vor einem Einbruch des russischen Gastransits über die Ukraine gewarnt. Konzernchef Jurij Witrenko teilte am Sonnabend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass ein Drittel der von Russland in die EU über die Ukraine exportierten Gasmenge verloren gehen könnte, sollte die russische Armee nicht damit aufhören, die Pumpstationen des Konzerns zu stören.

Trotz des russischen Angriffs vor zwei Monaten hat die Ukraine weder den Erdgas-, noch den Erdöltransit nach Westen eingestellt. Auch die kurzzeitige Besetzung großer Teile der Nordukraine einschließlich der Pumpstationen an der russischen Grenze durch russische Truppen zu Kriegsbeginn führten nicht zu einem Rückgang.

00:00 Uhr | Ticker am Sonntag, 24. April 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Übersichtskarte Ukraine
Bildrechte: MDR

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. April 2022 | 06:00 Uhr

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