Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben
Ein ukrainischer Soldat startet eine Drohne (Symbolbild). Bildrechte: picture alliance/dpa/https://photonew.ukrinform.com/ Ukrinform | Uncredited

Ukraine-NewsRussland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf Öl-Raffinerie bei Krasnodar

21. Juni 2024, 23:50 Uhr

Diese Ukraine-News vom Freitag, 21. Juni 2024 sind beendet.

Aktuelle Ukraine-News

Ukraine-News vom Freitag, 21. Juni 2024

23:50 Uhr | Niederlande liefern Ukraine weiteres Patriot-Flugabwehrsystem

Die Niederlande liefern nach eigenen Angaben zusammen mit einem anderen Land der Ukraine ein weiteres Flugabwehrsystem vom Typ Patriot. Es sei gelungen, einen vollständigen Komplex zusammenzustellen, sagte die niederländische Verteidigungsministerin Kasja Ollongren am Freitag der Nachrichtenagentur ANP zufolge. Die Flugabwehr ist für die Ukraine eins der wichtigsten Themen in diesem Krieg, um sich gegen die ständigen russischen Angriffe aus der Luft zur Wehr setzen zu können.

Ende Mai hatte die niederländische Regierung angekündigt, ein Flugabwehrsystem für die Ukraine aus verschiedenen Teilen zusammenbauen und dabei "Kernelemente" liefern zu wollen. Zugleich hatte Ollongren damals europäische Partnerländer dazu aufgerufen, ebenfalls Teile zuzuliefern. Nun nannte sie das Land nicht, das bei der Zusammenstellung der Patriot-Batterie geholfen hatte. Die Bekanntmachung sei Angelegenheit der dortigen Regierung, sagte Ollongren. Die Flugabwehr sei aber wichtig für die angegriffene Ukraine, betonte die Ministerin. 

20:55 Uhr | EU-Beitrittsgespräche mit Ukraine starten am Dienstag

Der Weg zu Verhandlungen über den EU-Beitritt der Ukraine und Moldaus ist offiziell frei. Die Mitgliedsländer besiegelten am Freitag in Luxemburg die in der vergangenen Woche beschlossene Eröffnung der Beitrittsgespräche. Das gab der belgische EU-Ratsvorsitz begannt. Die Verhandlungen sollen am Dienstag beginnen. Die Regierungsvertreter der Ukraine sprachen von einem historischen Schritt. 

20:45 Uhr | Russische Sberbank eröffnet Filialen in besetzten ukrainischen Gebieten

Mehr als 40 neue Filialen der Sberbank sollen in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine eröffnet werden. Bildrechte: imago images/Alex Halada

Russlands größtes Geldhaus Sberbank eröffnet kommende Woche mehr als 40 Filialen in den russisch besetzten Gebieten in der Südukraine. Das kündigte Sberbank-Vorstandschef German Gref bei der Hauptversammlung seines Instituts am Freitag in Moskau an. In den Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson werde es 26 Filialen geben, teilweise untergebracht bei Partnern oder in den örtlichen Bürgerämtern. Dazu kämen 16 mobile Filialen.

Dieser Schritt gehört wie die Ausgabe russischer Pässe oder der Übergang ins russische Rentensystem zur Politik der Besatzungsmacht. Die ukrainischen Gebiete sollen damit enger an Moskau gebunden werden.

14:46 Uhr | Zwei Tote durch russischen Luftangriff in Ostukraine

Bei einem russischen Luftangriff mit einer Lenkbombe sind in einem Wohngebiet der ostukrainischen Stadt Selydowe zwei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen wurden verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. Fünf fünfstöckige Gebäude und sechs Privathäuser seien beschädigt worden. Die Stadt Selydowe liegt etwa 14 Kilometer von der Front entfernt.

13:17 Uhr | Belarus startet Militärmanöver

Belarus hat ein größeres Militärmanöver begonnen. Das Verteidigungsministerium in Minsk machte am Freitag keine Angaben zur Zahl der eingesetzten Soldaten und Technik. Beteiligt seien Einheiten der operativen Führung, Spezialtruppen, Raketentruppen, Artillerie, Luftwaffe sowie Flugabwehr, wurde in Minsk mitgeteilt. Im ersten Teil der Übung sollten die Truppen in die vorgegebenen Manövergebiete verlegt werden und ihre Stellungen dort befestigen. Danach sollten die eigentlichen Gefechtsübungen beginnen, hieß es. Genannt wurden Truppenübungsplätze im Gebiet Brest an der Westgrenze von Belarus zu Polen sowie im Gebiet Gomel im Osten an der Grenze zu Russland. Beide Regionen grenzen zugleich von Norden an die Ukraine.

10:23 Uhr | Ukraine schickt Verstärkung nach Tschassiw Jar

Die Ukraine verstärkt nach eigenen Angaben ihre Truppen in der Stadt Tschassiw Jar in der östlichen Region Donezk. Einheiten der 24. Mechanisierten Brigade seien "verlegt worden, um die Verteidigung des Gebiets Tschassiw Jar zu verstärken", erklärte die Armee-Einheit am Donnerstagabend. Die Lage in und um die Stadt sei "äußerst schwierig", hieß es darin. "Der Feind organisiert ständig massive Frontalangriffe", erklärte die Brigade weiter. Zudem versuchten die russischen Streitkräfte, die Stadt "von Norden und Süden her zu umgehen". Die Region Donezk ist seit Kriegsbeginn stark umkämpft. Tschassiw Jar gilt als strategisch wichtige Stadt. Die Einnahme der Stadt wäre für Russland ein bedeutender Durchbruch in der Region Donezk auf dem Weg in Richtung der Stadt Kramatorsk.

07:51 Uhr | Russland meldet ukrainischen Drohnenangriff auf Sewastopol

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs von Sewastopol einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Hafenstadt auf der Krim abgewehrt. Es gebe keine Berichte über Schäden und Verletzte, schreibt Michail Raswoschajew auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram. Russland hatte die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert, international anerkannt ist das nicht. Sewastopol ist der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.

06:47 Uhr | Selenskyj will ukrainische Energieversorgung besser schützen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Energieversorgung seines Landes besser schützen. So sollen die Schutzvorkehrungen für Energieanlagen erhöht und erneuerbare Energiequellen ausgebaut werden. Entsprechend solle ein Programm zur Entwicklung von Solarenergie und Energiespeicheranlagen aufgelegt werden, kündigte Selenskyj an. Die Arbeiten müssten vor dem Winter abgeschlossen sein. Russische Luftangriffe haben offiziellen ukrainischen Angaben zufolge seit März die Hälfte der Energieproduktion in der Ukraine lahmgelegt.

06:34 Uhr | USA und Südkorea verurteilen Abkommen zwischen Nordkorea und Russland

Der südkoreanische Außenminister Cho Tae-yul und der US-Außenminister Antony Blinken haben den den neuen Vertrag zwischen Russland und Nordkorea verurteilt. Das sei eine ernste Bedrohung für den Frieden und die Stabilität in der Region, erklärte das Außenministerium in Seoul.

03:15 Uhr | Größerer Drohnenangriff auf südrussische Region Krasnodar

Nach Angaben russischer Behörden hat das ukrainische Militär in der Nacht eine Ölraffinerie im südrussischem Gebiet Krasnodar angegriffen. Dabei sei ein Teil der Anlage in Brand geraten. Zwei Menschen seien verletzt worden. Dem Krisenreaktionszentrum zufolge ist das Feuer inzwischen gelöscht.

Darüber hinaus habe es weitere Drohnenangriffe gegeben. So seien der Busbahnhof in Juschny und ein Kesselwerk in der Stadt Krasnodar beschädigt worden. Durch herabstürzende Fragmente einer Drohne seien mindestens vier Menschen verletzt worden. 

02:30 Uhr | Südkorea plant Waffenlieferung an Ukraine

Südkorea plant offenbar einen Kurswechsel bei der Unterstützung der Ukraine. Wie der Nationale Sicherheitsberater Südkoreas, Chang Ho-jin, Reportern erklärte, will sein Land die Möglichkeit von Waffenlieferungen an die Ukraine überprüfen. Der russische Präsident Wladimir Putin drohte Südkorea umgehend mit schweren Konsequenzen. Solche Lieferungen an Kiew wären ein "schwerer Fehler", sagte er bei einem Besuch in Vietnam.

Südkorea hat die Ukraine bislang nur mit Ausrüstung zur Minenräumung unterstützt. Die neue Haltung des Landes wurde möglicherweise durch die strategischen Abkommen zwischen Russland und Nordkorea ausgelöst.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 21. Juni 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 21. Juni 2024 | 06:00 Uhr