Der russische Präsident Vladimir Putin und Nord Koreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un geben sich die Hände.
Die Atommächte Russland und Nordkorea haben nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin einen gegenseitigen Beistand für den Fall eines Angriffs durch einen Drittstaat vereinbart. Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Kristina Kormilitsyna

Ukraine-News Russland und Nordkorea schließen militärischen Beistandspakt

19. Juni 2024, 21:47 Uhr

Diese Ukraine-News vom Mittwoch, 19. Juni 2024 sind beendet.

Ukraine-News vom Mittwoch, 19. Juni 2024

21:47 Uhr | Putin zu Staatsbesuch in Vietnam eingetroffen

Im Anschluss an seinen Besuch in Nordkorea ist der russische Präsident Wladimir Putin nach Vietnam weitergereist. Dort wird er den Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Nguyen Phu Trong, treffen. Es soll um Themen wie Energie, militärische Zusammenarbeit und Zahlungsabwicklungen gehen. Vietnam ist seit der Sowjet-Ära ein Verbündeter Moskaus.

18:00 Uhr | Tanklager in Südrussland brennt einen Tag nach Drohnenangriff noch

Der durch einen Drohnenangriff ausgelöste Brand in einem Tanklager im südrussischen Asow ist auch mehr als einen Tag nach der Attacke nicht unter Kontrolle. Das schrieb der Gouverneur des Gebiets Rostow-am-Don, Wassili Golubjew, am Mittwoch auf seinem Telegramkanal. Am Nachmittag habe es demnach einen Druckverlust in einem zweiten Ölreservoir gegeben. Die Feuerwehr setze die Löscharbeiten fort.

Das Tanklager in der Nähe zur ukrainischen Grenze war in der Nacht zum Dienstag von Drohnen attackiert worden. Menschen waren behördlichen Angaben zufolge nicht zu Schaden gekommen. 

17:22 Uhr | Ukraine kündigt Sicherheitsabkommen mit EU an

Nach einer Reihe von Sicherheitsabkommen mit westlichen Verbündeten will die Ukraine bald auch mit der EU eine solche Vereinbarung schließen. "Die Verhandlungsteams der Ukraine und der EU haben den Text des Sicherheitsabkommens fertiggestellt und sind übereingekommen, es in naher Zukunft zu unterzeichnen", erklärte die ukrainische Präsidentschaft am Mittwoch auf ihrer Website.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bereits Abkommen mit 17 Ländern geschlossen, darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Erst in der vergangenen Woche unterzeichnete die Ukraine ein auf zehn Jahren angelegtes Sicherheitsabkommen mit den USA, die Kiew darin ihre langfristige Unterstützung im Kampf gegen die russische Offensive zusagten.

14:50 Uhr | Zwei Tote in Donezk durch ukrainische Angriffe

In der Stadt Donezk im Osten der Ukraine sind durch ukrainisches Artilleriefeuer ein Mann und eine Frau getötet worden. Das teilte der von Russland eingesetzte Bürgermeister Alexei Kulemzin mit. Zwei weitere Menschen, darunter ein Kind, seien schwer verletzt worden, ergänzte der Gouverneur der von Russland besetzten Region Donbass, Denis Puschilin.

14:37 Uhr | China bestreitet Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg

China hat die Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg bestritten und die USA nach entsprechenden Vorwürfen durch US-Außenminister Antony Blinken scharf kritisiert. "Im Umgang mit der Ukraine-Krise hat China nie Öl ins Feuer gegossen oder versucht, von der Situation zu profitieren, und hat sich immer für Friedensgespräche eingesetzt", sagte der chinesische Außenministeriumssprecher Lin Jian.

Blinken hatte China am Dienstag bei einem Auftritt mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg aufgefordert, die "entscheidende Hilfe" für Russlands Rüstungsindustrie einzustellen und erklärt, diese werde durch die Importe von Werkzeugmaschinen und Mikroelektronik aus China unterstützt. Lin sagte zu diesen Vorwürfen: "China liefert keine Waffen an eine der Kriegsparteien, kontrolliert streng den Export von gemeinsamen zivil-militärischen Gütern und hat von der internationalen Gemeinschaft viel Lob erhalten."

13:03 Uhr | Energieanlagen im Grenzgebiet zu Polen bei Luftangriffen beschädigt

Bei nächtlichen russischen Angriffen auf den Westen der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben Energieanlagen im Grenzgebiet zu Polen und im Zentrum des Landes beschädigt worden. Wie das Energieministerium in Kiew mitteilte, wurden in der westlichen Region Lwiw (Lemberg), die von den schlimmsten Kämpfen bislang weitestgehend verschont geblieben war, "Freileitungen und elektrische Anlagen beschädigt". Außerdem seien Energieanlagen in einer zentralen Region angegriffen und beschädigt worden.

Die ukrainische Luftwaffe teilte ihrerseits mit, dass die Luftabwehrsysteme in der Nacht 19 von insgesamt 21 russische Angriffsdrohnen iranischer Bauart abgeschossen habe. Angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine hatte der staatliche Energiebetreiber am Vortag weitere drastische Einschränkungen bei der Stromversorgung angekündigt, um den Druck auf das Energienetz nach den verheerenden russischen Angriffen auf ukrainische Kraftwerke zu begrenzen.

Update 12:48 Uhr | Russisch-nordkoreanisches Abkommen sieht "gegenseitigen Beistand" vor

Der bei dem Staatsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin in Nordkorea unterzeichnete Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Staaten umfasst nach Angaben des russischen Präsidenten gegenseitigen "Beistand" im Fall einer "Aggression" gegen einen der beiden Staaten. Russland schließe für sich eine militärisch-technische Zusammenarbeit mit Nordkorea nicht aus, sagte Putin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.

Den russisch-nordkoreanischen Partnerschaftsvertrag bezeichnete Putin als "Durchbruch", der das Verhältnis zwischen Moskau und Pjöngjang auf eine neue Ebene hebe. Sowohl Russland als auch Nordkorea würden eine "unabhängige Außenpolitik" betreiben, die "Sprache der Erpressung und des Diktats" nicht akzeptieren und sich weiterhin gegen die "Praxis des Strangulierens durch Sanktionen" wehren, ein Instrument, das der Westen zu nutzen gewohnt sei, "um seine Vorherrschaft in Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen aufrechtzuerhalten". Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sprach von einem Abkommen "friedlicher und defensiver Natur" zwischen beiden Staaten.

10:42 Uhr | Städtetag warnt vor Bürgergeld-Streichungen bei Ukrainern

Der Deutsche Städtetag hat davor gewarnt, das Bürgergeld für Flüchtlinge aus der Ukraine zu streichen. Präsident Markus Lewe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, müssten die Betroffenen stattdessen ins Asylsystem wechseln, würde der Zugang zu Sprachkursen, Arbeitsvermittlung oder Qualifizierung erschwert. Damit würde es für die Ukrainer viel schwieriger, eine Arbeit zu finden. Außerdem wäre der Verwaltungsaufwand enorm. Über das Thema Bürgergeld wird heute bei der Innenministerkonferenz in Potsdam beraten. Die Ressortchefs aus Brandenburg und Baden-Württemberg hatten sich dafür ausgesprochen, die Zahlung an ukrainische Flüchtlinge zu beenden.

10:15 Uhr | Putin auf Staatsbesuch in Nordkorea

Russlands Präsident Wladimir Putin ist in Nordkorea eingetroffen. Es ist sein zweiter Besuch in dem abgeschotteten Land. Vor 24 Jahren war er schon einmal da. Geplant ist ein Abkommen über eine Partnerschaft. Mehr zum Thema im Video von MDR AKTUELL.

07:55 Uhr | Russland prüft mit Partnern Stationierung weitreichender Waffen

Russland diskutiert nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass die Frage der Stationierung weitreichender Waffen mit seinen engsten Partnern. Die Regierung in Moskau habe sowohl in Asien als auch in Lateinamerika "engste Partner", mit denen "die Sicherheitslage substanziell besprochen wird, nicht nur auf der Ebene des Austauschs von Einschätzungen", zitiert Tass den russischen Vizeaußenminister Sergej Rjabkow. Daran sei nichts Besonderes.

Rjabkow zufolge wird die Frage der Stationierung weitreichender Waffen mit einer Reihe von Partnern erörtert. Die Gespräche seien ein normaler Teil der diplomatischen und sicherheitspolitischen Bemühungen Russlands, sagte der Spitzendiplomat. Nähere Angaben dazu, mit welchen Ländern diese Gespräche geführt werden und um welche Waffen es sich handelt, machte Rjabkow nicht.

Die USA und andere westlicher Staaten hatten Ende Mai erklärt, die Ukraine dürfe die von ihnen gelieferten weitreichenden Waffen wie die Kurzstreckenrakete ATACMS auch gegen Ziele auf russischem Territorium einsetzen. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte daraufhin, Russland könnte als Reaktion auf diese Bedrohung eigene weitreichendende Waffensysteme in "Regionen auf der ganzen Welt" schicken, die ihrerseits westliche Ziele angreifen wollen. 

06:37 Uhr | Putin zu Besuch in Nordkorea eingetroffen

Der russische Präsident Wladimir Putin ist in Nordkorea eingetroffen. Es ist sein erster Besuch in dem abgeschotteten Land seit 24 Jahren. Geplant ist, dass beide Länder ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft unterzeichnen. Bereits vor seiner Ankunft hatte Putin Nordkorea für die Unterstützung im Ukraine-Krieg gedankt. Der Westen wirft Nordkorea vor, Waffen an Russland geliefert zu haben. Die Regierungen in Moskau und Pjöngjang weisen das zurück.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 19. Juni 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 19. Juni 2024 | 06:00 Uhr

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