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Rettungskräfte arbeiten in der Nähe eines durch einen russischen Luftangriff beschädigten Wohnhauses in Charkiw (05.05.2024) Bildrechte: IMAGO/ZUMA Wire

Ukraine-NewsUkraine befürchtet keinen russischen Angriff auf Stadt Charkiw

13. Mai 2024, 20:45 Uhr

Diese Ukraine-News vom Montag, 13. Mai 2024 sind beendet.

Aktuelle Ukraine-News

Ukraine-News vom Montag, 13. Mai 2024

20:45 Uhr | Deutschland und nordische Ländern sichern Ukraine weitere Unterstützung zu

Deutschland und die nordischen Länder haben der Ukraine weitere Waffenlieferungen zugesagt. "Wir sind geeint in unserer Unterstützung für die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Angriff", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag bei einem Treffen mit den Regierungschefs von Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und Island im schwedischen Stockholm. "Wir werden die Ukraine weiter unterstützen - so lange wie nötig."

19:38 Uhr | Ukraine befürchtet keine Bodenoffensive auf Stadt Charkiw

Die Ukraine rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einer russischen Bodenoffensive auf die Großstadt Charkiw im Nordosten des Landes. Die russischen Aktionen im Grenzgebiet dauerten an, sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Oleksandr Lytwynenko, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir können sagen, dass wir keine Gefahr eines Angriffs auf die Stadt Charkiw sehen", sagte er.

Die russische Armee hatte nach ukrainischen Angaben am Freitag von Russland aus eine Offensive in der Region Charkiw gestartet und versucht, in Richtung der Ortschaft Lypzi und der Stadt Wowtschansk vorzurücken. Lytwynenko sagte, an der Offensive seien "ziemlich viele" russische Soldaten beteiligt. "Etwa 50.000 waren an der Grenze. Jetzt kommen weit über 30.000", sagte er. Seiner Einschätzung nach zielt die Offensive vermutlich darauf ab, eine "Pufferzone" zu schaffen, um ukrainische Angriffe auf russische Grenzregionen zu verhindern. Der ukrainische Generalstab hatte am Montag "taktische Erfolge" der russischen Truppen in der Region Charkiw eingeräumt.

17:33 Uhr | EU will Ukraine langfristig unterstützen

Die Europäische Union (EU) plant Zusagen für eine langfristige Unterstützung der Ukraine. Dabei sollen der Regierung in Kiew für die kommenden Jahre mehr Waffen, militärische Ausbildung und andere Hilfen zugesichert werden. Das geht aus einem Entwurf hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen kann. Zuvor hatte bereits die "Welt am Sonntag" darüber berichtet.

In dem Entwurf heißt es, bei einer "zukünftigen Aggression" würden die EU und die Ukraine sich binnen 24 Stunden über die Bedarfe Kiews beraten, um "rasch die nächsten Schritte festzulegen". Die Botschafter der 27 EU-Mitgliedsstaaten haben den Text im April erörtert. Laut Diplomaten bildet er nun die Grundlage für Gespräche mit der Ukraine. Die Partner wollen damit klarmachen, dass sie der Ukraine auch langfristig zur Seite stünden, da ein Ende des Krieges nicht in Sicht sei und keine unmittelbare Aussicht auf eine EU- oder Nato-Mitgliedschaft bestehe. Wert und Umfang der künftigen Unterstützung werden nicht genannt. Das Vorhaben könnte im Juni oder Juli beschlossen werden.

17:02 Uhr | Dänemark fordert Lieferung weiterer Patriot-Systeme von Europäern

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen forderte andere europäische Staaten auf, dem deutschen Beispiel zu folgen und der Ukraine mehr Patriot-Luftabwehrsysteme zu liefern. "Wir brauchen fünf, sechs weitere Patriot-Systeme", sagte sie in Stockholm. Diese Systeme stünden in Europa. Es sei derzeit besser, die Luftabwehrsysteme in der Ukraine zu haben als in den Nato-Ländern. Die Kämpfe mit den russischen Angreifern in der Ukraine gingen derzeit nicht in die richtige Richtung. "Die Ukrainer brauchen mehr", sagte sie mit Blick auch auf Munition.

16:47 Uhr | Ukrainischer Außenminister Kuleba besucht Serbien

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba ist erstmals seit Beginn der russischen Invasion zu einem Besuch nach Serbien gereist. Dort traf er am Montag den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic, Ministerpräsident Milos Vucevic und weitere hochrangige Regierungsvertreter. Vucevic habe betont, dass Serbien für die "Achtung des Völkerrechts und der territorialen Integrität aller Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, einschließlich der Ukraine" eintrete, erklärte die serbische Regierung.

Kuleba war am Sonntag nach Belgrad gereist, wo er zusammen mit Olena Selenska, der Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, und dem serbischen Außenminister Marko Djuric eine Bibliothek und die Festung von Belgrad besuchte.

16:21 Uhr | Russland meldet vier Tote nach ukrainischen Angriffen in Grenzregion

In einem von Russland kontrollierten Teil der Ostukraine und in einer russischen Grenzregion sind nach russischen Angaben mindestens vier Menschen bei ukrainischen Angriffen getötet worden. Der von Russland eingesetzte Gouverneur der von Moskau besetzten ostukrainischen Region Luhansk, Leonid Pasetschnik, schrieb am Montag im Kurznachrichtendienst Telegram, Raketen hätten ein Industriegebiet in Krasnodon getroffen: "Wir wissen bereits von drei Toten und vier Verletzten." Die regionalen Behörden in der russischen Grenzregion Kursk erklärten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf mehrere Autos eine Frau getötet und drei weitere Menschen verletzt worden seien.

16:13 Uhr | Habeck fordert mehr Unterstützung für die Ukraine

Robert Habeck fordert mehr Unterstützung für die Ukraine. (Archivbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) fordert eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen den russischen Überfall. "Wir haben nicht genug getan", sagte der Wirtschaftsminister am Montag in Berlin in einer Rede an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Es sei zwar gerade aus Deutschland in den vergangenen zwei Jahren seit der Invasion viel Unterstützung gekommen. Man müsse sich aber daran messen lassen, wie die Wirklichkeit an der Front sei, sagte Habeck. Dabei verwies der Grünen-Politiker auf den Mangel an Munition und Kriegsgerät in der Ukraine. Auch Deutschland stehe in der Pflicht, auch aus eigenen Beständen weiter zu liefern. Habeck sagte zudem, andere Länder könnten mehr machen.

14:16 Uhr | Russland meldet Erfolge bei Offensive in Region Charkiw

Russlands Armee ist nach eigenen Angaben in der nordostukrainischen Region Charkiw weiter auf dem Vormarsch. Die Truppen hätten ihre taktische Position in der Nähe von vier Ortschaften verbessert, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Dabei handele es sich um die Ortschaften Wesele, Neskutschne, Wowtschansk und Lypzi. Russland hatte am Freitag eine Offensive in der Region gestartet und nach eigenen Angaben bereits mindestens neun Dörfer dort eingenommen.

14:05 Uhr | Fünf Ukrainer wegen Spionage auf der Krim verurteilt

Ein russisches Gericht hat fünf ukrainische Staatsbürger auf der Krim wegen Spionagevorwürfen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Wie russische Staatsmedien berichteten, wurden die Angeklagten wegen Verrats und Spionage schuldig gesprochen und zu Haftstrafen zwischen elf und 16 Jahren verurteilt. Nach Angaben des Geheimdienstes FSB hatten sie als Agenten Informationen über Standorte und Truppenbewegungen an den ukrainischen Militärgeheimdienst weitergegeben. Die Daten seien für Luftangriffe auf russische Stellungen genutzt worden.

13:57 Uhr | Hamburg übergibt Minenräumfahrzeuge für die Ukraine

Hamburgs Innensenator Andy Grote hat symbolisch das erste von insgesamt vier Minenräumfahrzeugen an den ukrainischen Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, übergeben. Das Gerät soll ab Juni zur Entschärfung von Kampfmitteln in der Ukraine eingesetzt werden, erklärte der SPD-Politiker. Bis August sollen drei weitere Geräte folgen. Nach ukrainischen Angaben gelten mittlerweile rund 174.000 Quadratkilometer der Ukraine als vermint.

Hamburgs Innenenator Andy Grote (links) übergibt ein Minenräumfahrzeug an den ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev (Mitte). Bildrechte: picture alliance/dpa | Ulrich Perrey

11:44 Uhr | Kiew räumt taktischen Erfolg russischer Truppen in Charkiw ein

Der ukrainische Generalstab hat einen "taktischen Erfolg" der russischen Streitkräfte bei deren Offensive im Gebiet Charkiw eingeräumt. Wie die Kommandobehörde in ihrem Lagebericht mitteilte, laufen nach der Einnahme mehrerer Grenzdörfer aktuell Kämpfe um die Stadt Wowtschansk, gut fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Das russische Militär setze dort bedeutende Kräfte von bis zu fünf Bataillonen ein, hieß es.

Wowtschansk war bereits zu Kriegsbeginn 2022 von russischen Truppen besetzt worden, die während der ukrainischen Herbstoffensive 2022 von dort wieder abzogen. Seit Freitag läuft eine neue russische Offensive in der Region Charkiw. Die Kämpfe spielen sich auf historischem Terrain ab. Im Zweiten Weltkrieg waren Städte wie Charkiw (russisch: Charkow) oder Wowtschansk (Woltschansk) Schauplätze mehrerer schwerer Schlachten.

07:13 Uhr | Russland meldet Abschuss von 16 Raketen und 31 Drohnen

Russland meldet einen größeren ukrainischen Luftangriff. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram mitteilte, zerstörte die Luftabwehr 16 Raketen und 31 Drohnen, die in der Nacht von der Ukraine auf russisches Territorium abgefeuert wurden. Zwölf Lenkraketen seien über der Grenzregion Belgorod zerstört worden. Über der Krim seien vier Marschflugkörper vom britischen Typ Storm Shadow sowie sieben Drohnen abgeschossen worden. In der russischen Grenzregion Kursk seien acht Drohnen und vier weitere in der Region Lipezk abgefangen worden.

05:50 Uhr | Tote und Verletzte nach ukrainischem Raketenangriff

Bei dem ukrainischen Raketenangriff am Sonntag sind in der russischen Grenzstadt Belgorod laut aktuellen russischen Angaben 15 Menschen getötet worden. Russische Nachrichtenagenturen schrieben von 20 Verletzten, ein Kind werde vermisst. Trümmer einer der abgefangenen ukrainischen Rakete hatten laut russischem Verteidigungsministerium ein Wohnhaus in der Stadt Belgorod beschädigt. Bilder zeigten, dass mindestens zehn Stockwerke des Gebäudes eingestürzt waren. Während Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden suchten, stürzte das Dach ein.

04:00 Uhr | Litauens Präsident: Schoigu ist Bauernopfer

Litauens Präsident Gitanas Nauseda Bildrechte: IMAGO / ANP

Die Entlassung von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu ist nach Einschätzung von Litauens Präsident Gitanas Nauseda als Zeichen für die russische Öffentlichkeit gedacht. "Dies geschieht für den heimischen Markt. Dies geschieht, um diesen Krieg fortsetzen zu können", sagte Nauseda.

01:50 Uhr | Kämpfe um Grenzstadt in Region Charkiw

In der Region Charkiw ist der Grenzort Wowtschansk derzeit stark umkämpft. Die russischen Streitkräfte hätten "ihren Beschuss von Wowtschansk verstärkt", sagte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow. Fast 6.000 Einwohner seien aus dem Gebiet evakuiert worden.

Mehrere russische Medien berichteten, russische Streitkräfte seien in die Stadt eingerückt. Ukrainische Militärs sagten, dass sie kleine Gruppen von Russen zurückgeschlagen hätten. Russische Drohnen seien aber "ständig über Wowtschansk". Die russischen Streitkräfte hätten "beträchtliche Kräfte für ihren Angriff auf die Stadt eingesetzt" und nähmen "keine Rücksicht auf eigene Verluste", erklärte der ukrainische Militärstab. Wowtschansk liegt etwa vier Kilometer von der Grenze zu Russland und 45 Kilometer von der Stadt Charkiw entfernt. Die Stadt hatte vor dem Krieg etwa 19.000 Einwohner.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Montag, 13. Mai 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 13. Mai 2024 | 06:00 Uhr