Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben
Wegen des russischen Großangriffs hat die Ukraine rund 30 Ortschaften in der Region Charkiw evakuiert(Archivbild). Bildrechte: IMAGO / ABACAPRESS

Ukraine-News30 Ortschaften in Region Charkiw evakuiert

11. Mai 2024, 20:03 Uhr

Ukraine-News vom Samstag, 11. Mai 2024.


20:03 Uhr | Selenskyj: Russische Offensive muss gestoppt werden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von andauernden Kämpfen in der Region Charkiw. Man werde die Verteidigung der von russischen Truppen angegriffenen Dörfer fortsetzen, sagte er in seiner allabendlichen Videoansprache.

Das Zerschlagen der jüngsten russischen Offensive im Osten des Landes sei "Aufgabe Nummer eins". "Das Erfüllen dieser Aufgabe hängt von jedem Soldaten, jedem Unteroffizier und jedem Offizier ab", sagte Selenskyj am Samstag. Nach der russischen Offensive in der Region Charkiw habe die ukrainische Militärführung bereits Verstärkung geschickt.

19:53 Uhr | Scholz sichert arbeitenden Ukrainern Bleiberecht zu

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Ukrainern in Deutschland zugesichert, bleiben zu dürfen, wenn sie eine Arbeit und einen Aufenthaltstitel haben. Auf eine Frage nach dem Wunsch der Ukraine, dass Wehrpflichtige zurückkehren, sagte Scholz bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), "dass der Aufenthalt in Deutschland dadurch nicht gefährdet" sei. Die Bundesregierung bemühe sich, dass möglichst viele der Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland eine Arbeit aufnähmen.

15:32 Uhr | Polen verstärkt seine gesamte Ostgrenze

Polen will seine gesamte Ostgrenze weiter verstärken. Man sehe sich mit einem wachsenden "hybriden Krieg" durch die illegale Einwanderung aus Belarus konfrontiert, sagte Ministerpräsident Donald Tusk am Samstag. Der Nato- und EU-Staat Polen grenzt im Osten an Belarus, das mit Russland verbündet ist. Tusk nannte keine Details zu den geplanten Maßnahmen oder den dafür vorgesehenen Mitteln. Wenn es um Polens Sicherheit gehe, werde es "keine Grenzen" geben, sagte der Regierungschef bei einem Besuch an der Grenze, wo er Soldaten und Grenzschützer traf.

Dem polnischen Grenzschutz zufolge gibt es täglich etwa 300 Versuche, die Grenze zwischen den beiden Nachbarn illegal zu überqueren. Bereits 2021 warfen die damalige polnische Regierung und die EU Belarus vor, einen Zustrom von Migranten inszeniert zu haben, um die EU wegen der von ihr gegen die Regierung in Minsk verhängten Sanktionen unter Druck zu setzen. Belarus bestritt die Vorwürfe.

14:14 Uhr | Kämpfe im Gebiet Charkiw geht weiter

Der Gouverneur der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine, Oleh Synjehubow, berichtete von heftigen Kämpfen. "Derzeit drängt der Feind weiter in den Norden unserer Region. Unsere Streitkräfte haben neun Angriffe zurückgeschlagen", sagte der Gouverneur auf einer Pressekonferenz. In fünf umkämpften Dörfern nahe der russischen Grenze gebe es weiter Gefechte.

12:57 Uhr | Ministerium: Fünf Dörfer in Region Charkiw unter russischer Kontrolle

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fünf Dörfer in der ukrainischen Region Charkiw eingenommen. Die Dörfer Pleteniwka, Ohirzewe, Boryssiwka, Pylna und Striletschna, die alle direkt an der Grenze zur russischen Oblast Belgorod liegen, seien nun unter russischer Kontrolle.

Am Freitag hatte Russland eine Offensive gegen Charkiw gestartet, das im Nordosten der Ukraine liegt. Auch in der ostukrainischen Region Donezk weiter im Süden sei ein Dorf eingenommen worden, teilte das Ministerium mit. Dort rückten die russischen Truppen in den vergangenen Monaten langsam, aber stetig vor.

12:21 Uhr | Gouverneur: Tödlicher Drohnenangriff im russischen Belgorod

In der russischen Oblast Belgorod ist nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Mann getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, als die Drohne einen parkenden Lastwagen im Grenzdorf Nowostrojewka-Perwaja getroffen habe. Belgorod grenzt an die ukrainische Region Charkiw und wird immer wieder angegriffen.

10:06 Uhr | Region Charkiw: Evakuierung von 30 Ortschaften

Nach dem Beginn des russischen Großangriffs auf die Region Charkiw am Freitag sind nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen aus grenznahen Gebieten evakuiert worden. Insgesamt seien 1.775 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Synegubow am Samstag in den Onlinenetzwerken mit. Ihm zufolge waren in den vergangenen 24 Stunden 30 Ortschaften von russischen Artillerie- und Mörserangriffen betroffen.

Nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Militärvertreters stießen die russischen Truppen am Freitag rund einen Kilometer in ukrainisches Gebiet vor. Ziel der russischen Armee ist es demnach, eine "Pufferzone" in den Regionen Charkiw und Sumy zu errichten, um das ukrainische Militär daran zu hindern, die auf russischer Seite gelegene Region Belgorod weiter unter Beschuss zu nehmen.

Präsident Selenskyj sprach am Freitag von "heftigen Kämpfen entlang der gesamten Front". Das russische Verteidigungsministerium machte zunächst keine Angaben. Sollte der russische Vorstoß bestätigt werden, würde es sich um die größte Offensive Moskaus in der nordostukrainischen Region Charkiw seit Beginn seiner Invasion in der Ukraine im Februar 2022 handeln.

09:41 Uhr | Russland wehrt ukrainische Luftangriffe ab

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehrere ukrainische Angriffe auf das russische Territorium abgewehrt. 21 ukrainische Artillerieraketen sowie 16 Drohnen seien abgefangen und zerstört worden, erklärte das Ministerium auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram. Betroffen gewesen seien die Oblaste Belgorod, Kursk und Wolgograd. Belgorod und Kursk grenzen direkt an die Ukraine, Wolgograd liegt weiter im Landesinneren.

04:04 Uhr | EU einigt sich offenbar auf Sicherheitszusagen für die Ukraine

Die Europäische Union (EU) hat sich einem Medienbericht zufolge auf Sicherheitszusagen für die Ukraine geeinigt. Die Maßnahmen sicherten dem von Russland angegriffenen Land politischen, militärischen und wirtschaftlichen Beistand zu, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf einen vertraulichen Entwurf der Sicherheitszusagen, auf den sich die zuständigen EU-Botschafter geeinigt hätten. Demnach sollen die Zusagen bis zu einem EU- und Nato-Beitritt der Ukraine gelten.

Derzeit werde der Entwurf noch zwischen dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) und der Regierung in Kiew abgestimmt, berichtete die Zeitung weiter. Die Sicherheitszusagen sollen demnach spätestens Anfang Juli dieses Jahres in Kraft treten.

03:20 Uhr | Angriff auf ukrainische Grenzstadt Wowtschansk

Russische Streitkräfte wollen einem ukrainischen Beamten zufolge die ukrainische Grenzstadt Wowtschansk zerstören. "Innerhalb von 24 Stunden gab es wahrscheinlich mehrere hundert Treffer durch Artillerie, Minen und Dutzende von Streubomben", sagte der Leiter der Polizeistreife von Wowtschansk. "Sie sind dabei, die Stadt zu zerstören und versuchen, in das Gebiet einzudringen."

02:44 Uhr | Tote bei ukrainischem Angriff auf Öllager bei Luhansk

Bei einem ukrainischen Angriff auf ein Öldepot in der von Russland kontrollierten Region Luhansk sind laut dem dortigen russischen Gouverneur drei Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen seien durch die Explosion verletzt worden, zwei hätten Rauchvergiftungen erlitten, schrieb der Gouverneur Leonid Passetschnik auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram.

Ein Großbrand sei in dem Öllager ausgebrochen. Passetschnik vermutet, dass die Ukraine von den USA gelieferte taktische Raketensysteme der Armee (ATACMS) eingesetzt hat, ohne Beweise anzuführen. Von ukrainischer Seite gab es keine unmittelbare Stellungnahme.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 11. Mai 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 11. Mai 2024 | 06:00 Uhr