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Der bisherige russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu Bildrechte: IMAGO/ITAR-TASS

Ukraine-NewsPutin tauscht Verteidigungsminister Schoigu aus

12. Mai 2024, 21:36 Uhr

Diese Ukraine-News vom Sonntag, 12. Mai, sind beendet.

Aktuelle Ukraine-News

Ukraine-News vom Sonntag, 12. Mai 2024

Update 21:36 Uhr | Putin tauscht Verteidigungsminister Schoigu aus

Der russische Präsident Wladimir Putin tauscht seinen Verteidigungsminister Sergej Schoigu aus. Zum Nachfolger wurde der bisherige Vize-Regierungschef Andrej Beloussow bestimmt. Das berichtete die russische Staatsagentur Tass aus dem Föderationsrat, wo Putins Vorschläge für die Zusammensetzung der neuen russischen Regierung eingegangen waren.

Andrej Beloussow Bildrechte: IMAGO/SNA

Schoigu soll nach Angaben des Kreml neuer Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates werden. Nikolai Patruschew, der den Posten bisher innehatte, entließ Putin demnach.

Sergej Lawrow soll nach den Plänen des Kremlchefs derweil auch künftig Russlands Außenminister bleiben.

19:34 Uhr | Selenskyj: Kämpfe in Region Charkiw weiten sich aus

Die Kämpfe in der Ostukraine infolge der russischen Offensive bei Charkiw weiten sich nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus. Es gebe Dörfer, die sich von einer "Grauzone" in eine Kampfzone verwandelt hätten, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft. Vor allem sei die Lage rund um die Stadt Wowtschansk "äußerst schwierig".

Wowtschansk hatte ursprünglich knapp 19.000 Einwohner, von denen nach offiziellen Angaben noch knapp 500 in der unter Dauerfeuer liegenden Stadt ausharren. Selenskyj sprach von ukrainischen Gegenangriffen und erbittertem Widerstand der Streitkräfte seines Landes.

Update 18:06 Uhr | Zivilschutz: Sechs Tote bei Wohnhaus-Einsturz nach Angriff in Belgorod

Beim Einsturz eines Wohnhauses infolge eines mutmaßlichen Angriffs in der russischen Grenzregion Belgorod sind nach Angaben des Zivilschutzes mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, sprach von mindestens 19 Verletzten.

Russlands Verteidigungsministerium teilte mit, das mehrstöckige Wohnhaus sei von herabstürzenden Trümmern einer ukrainischen Totschka-U-Rakete getroffen worden. Unabhängig überprüft werden konnte das zunächst nicht.

12:52 Uhr| Russland meldet Einnahme weiterer Dörfer in Region Charkiw

Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau vier weitere Dörfer in der ukrainischen Region Charkiw eingenommen. Hatyschtsche, Krasne, Morochowez und Olijinykowe stünden unter russischer Kontrolle, teilte das Ministerium mit. Bereits am Samstag meldete es die Einnahme von fünf Dörfern. In Charkiw hatten die russischen Truppen am Freitag eine neue Offensive eröffnet.

In der Region Dnipropetrowsk im Süden der Ukraine hat Russland nach eigenen Angaben zudem vier ukrainische Hubschrauber zerstört und einen beschädigt.

12:43 Uhr| Ukrainischer Militärchef spricht von schwieriger Lage in Region Charkiw

Die in der Region Charkiw kämpfenden ukrainischen Truppen befinden sich nach den Worten des Militärchefs des Landes in einer schwierigen Lage. Sie würden jedoch alles ihnen Mögliche tun, um die Stellung zu halten.

11:24 Uhr| Wohnhaus in Belgorod nach Angriff offenbar teilweise eingestürzt

Nach Angaben des Gouverneurs der russischen Oblast Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, ist in der gleichnamigen russischen Stadt ein mehrstöckiges Haus nach ukrainischem Beschuss teilweise eingestürzt.

Medienberichten zufolge gibt es mindestens drei Tote. Rund 20 Menschen könnten demnach noch unter den Trümmern liegen. "Die Stadt und die Oblast waren massivem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine ausgesetzt", sagt Gladkow. "Durch den Volltreffer einer Granate in ein Mehrfamilienhaus stürzte der komplette Eingangsbereich vom zehnten bis zum ersten Stock ein." Eine Stellungnahme der Ukraine gab es zunächst nicht.

In der russischen Stadt Belgorod ist ein Wohnhaus nach einem Luftangriff teilweise eingestürzt. Bildrechte: IMAGO/ITAR-TASS

09:47 Uhr| Gouverneur: Über 4.000 Menschen aus Region Charkiw evakuiert

Nach der russischen Offensive in der ostukrainischen Region Charkiw sind dort nach Angaben des Gouverneurs mehr als 4.000 Menschen aus grenznahen Gebieten evakuiert worden. "Insgesamt wurden 4.073 Menschen evakuiert", erklärte Regionalgouverneur Oleh Synegubow am Sonntag in den Online-Netzwerken. Außerdem sei ein 63-Jähriger am Sonntag bei Artilleriebeschuss im Dorf Hlyboke getötet und ein 38-Jähriger in Wowtschansk verletzt worden.

Am Samstag hatte das russische Verteidigungsministerium die Einnahme von fünf Dörfern in der Region gemeldet.

07:53 Uhr| Russland: Toter und Verletzte nach Angriffen auf Belgorod

Bei den anhaltenden ukrainischen Angriffen auf die russische Oblast Belgorod sind nach Angaben des Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow am Wochenende ein Mensch getötet und 29 weitere verletzt worden. Die Region und die gleichnamige Stadt Belgorod seien massiv beschossen worden, teilte Gladkow am späten Samstagabend mit. Den genauen Zeitpunkt der Angriffe ließ der Gouverneur in seinem Eintrag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram offen. Etwa 300 Wohnungen in 85 Mehrfamilienhäusern und vier Gewerbeimmobilien seien beschädigt worden. Das gelte auch für ein städtisches Krankenhaus, ein regionales Kinderkrankenhaus, eine Schule und zwei Sportanlagen. Am Sonntagmorgen erklärte Gladkow zudem, es bestehe für die Stadt Belgorod weiterhin ein hohes Risiko eines ukrainischen Beschusses. Für die gesamte Oblast Belgorod gelte Luftalarm.

Belgorod grenzt an die ukrainische Region Charkiw und wird immer wieder angegriffen, nach russischen Angaben auch am Samstag.

06:46 Uhr| Russland meldet Abschuss ukrainischer Drohnen und Raketen

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Sonntag sechs Angriffsdrohnen und zwei ballistische Raketen der Ukraine über russischem Gebiet abgefangen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die beiden Raketen vom sowjetischen Typ Totschka seien über der Oblast Belgorod abgeschossen und zerstört worden, erklärt das Ministerium auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram. Drei der Drohnen seien über der Oblast Brjansk abgefangen worden, zwei über Lipezk und eine über Wolgograd. Brjansk und Belgorod grenzen an die Ukraine, die beiden anderen Gebiete liegen weiter im Landesinneren.

06:22 Uhr| Feuer in Ölraffinerie in Wolgograd

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist kurzzeitig ein Feuer in einer Ölraffinerie in Wolgograd im Süden Russlands ausgebrochen. Das teilt der Gouverneur der Region, Andrej Botscharow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. "Das Feuer wurde gelöscht. Es gab keine Verletzten", schrieb Botscharow. Weder der Ölproduzent Lukoil noch die ukrainische Seite gaben bisher eine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

00:15 Uhr| Selenskyj: Ukrainische Gegenangriffe in Region Charkiw

Nach der russischen Offensive in der nordostukrainischen Region Charkiw führt die ukrainische Armee nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj Gegenangriffe aus. Hauptaufgabe der Truppen sei es derzeit, die "russischen Angriffspläne zu stören", sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache.

Die Truppen müssten der Ukraine nun "die Initiative zurückgeben", hatte Selenskyj zuvor am Samstag gesagt. Zudem hatte er erneut weitere Unterstützung durch die westlichen Verbündeten gefordert. Es sei "wichtig, dass unsere Partner unsere Soldaten und die ukrainische Widerstandsfähigkeit durch rechtzeitige Lieferungen unterstützen – und zwar wirklich rechtzeitige".

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 12. Mai 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 12. Mai 2024 | 06:00 Uhr