Südpazifik Druckwelle wandert nach Vulkanausbruch um den Globus

Die durch den Vulkanausbruch im Südpazifik entstandene Druckwelle ist um den Globus gewandert und sogar in Deutschland messbar gewesen. Das zeigen auch Daten des MDR-Wetterstudios. Der Ausbruch des Untersee-Vulkans hatte auch Tsunamialarm etwa in Japan, Neuseeland und den USA ausgelöst.

Eine Aschewolke und Vulkanische Gase steigen nach dem Ausbruch eines unterseeischen Vulkans im Inselreich Tonga auf.
Der Ausbruch des Unterwasser-Vulkans in Tonga hat eine Druckwelle um den Globus ausgelöst. Bildrechte: dpa

Die Druckwelle des großen Vulkanausbruchs im Südpazifik ist auch in ganz Deutschland messbar gewesen. Nach der Detonation am Samstagmorgen wanderte die Druckwelle rund um den Globus. Nach etwa 12 Stunden kam sie im rund 16.000 Kilometer entfernten Deutschland an. Laut dem MDR-Wetterstudio registrierten beispielsweise die Wetterstationen in Leipzig, Erfurt und Dresden um 20.15 Uhr einen steilen Ausschlag des Luftdrucks nach oben und gleich danach stark nach unten.

Auch der ARD-Meteorologe Karsten Schwanke hat die Druckwelle gemessen. Der Luftdruck habe etwa 1,3 Hektopascal höher gelesen als zuvor, schrieb er auf Twitter.

Der Ausbruch des Untersee-Vulkans hatte auch einen Tsunami ausgelöst. Am stärksten von den Flutwellen betroffen war der Inselstaat Tonga. Über das genaue Ausmaß der Zerstörungen liegen wegen gekapper Internet- und Telefonverbindungen noch keine genauen Angaben vor. Neuseeland, Australien und die USA sagten dem Inselstaat ihre Unterstützung zu.

Tusami-Alarm auch auf anderen Kontinenten

Der Ausbruch des Unterwasser-Vulkans in Tonga hat auch in mehreren Weltregionen Tsunami-Alarm ausgelöst. Die Erschütterungen durch den Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Ha'apai verursachten am Samstag Flutwellen in Japan und den USA und lösten auch in Südamerika und Neuseeland Alarm aus.

Der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai hatte erstmals 2009 bei einem Ausbruch die Meeresoberfläche durchbrochen. Bei einem weiteren Ausbruch im Jahr 2015 spie er so viel Gestein und Asche, dass eine ein mal zwei Kilometer große Insel entstand.

MDR AKTUELL,Afp,dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Januar 2022 | 16:00 Uhr

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