Coronavirus EU-Kommission erteilt Impfstoff von Johnson & Johnson die Zulassung

Europa bekommt den vierten Corona-Impfstoff. Die EU-Kommission hat auf Empfehlung der EMA die Zulassung für das Mittel des US-Herstellers Johnson & Johnson erteilt. Dessen Vorteil: Nur eine Dosis reicht. Die Zulassung könnte die Impfprogramme in Europa stark beschleunigen.

Johnson & Johnson Corona Impfstoff
Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson steht in der EU kurz vor der Zulassung. Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Die EU-Kommission hat den Coronavirus-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugelassen. Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen teilte auf Twitter mit: "Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt." Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin geprüft und eine Empfehlung ausgesprochen hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19. Es stehe in der EU nun erstmals ein Corona-Impfstoff zur Verfügung, bei dem nur eine Dosis erforderlich sei, erklärte EMA-Chefin Emer Cooke.

Die EU rechnet mit ersten Lieferungen des Impfstoffs im April. Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten.

Vierter Impfstoff vor der Zulassung

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist der vierte Corona-Impfstoff nach den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca, der eine EU-weite Zulassung erhält. Gegen schwere Covid-19-Erkrankungen hat das Vakzin eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent. Ein wichtiger Vorteil des Vektorviren-Impfstoffs von Johnson & Johnson ist, dass nur eine Dosis erforderlich ist. Außerdem ist er bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerbar.

Die Experten der EMA hatten die Forschungs- und Test-Daten bereits seit Wochen nach einem schnelleren Verfahren bewertet. Es sei gründlich und nach höchsten Sicherheitsstandards geprüft worden, erklärte die EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Auch Angaben zu möglichen Nebenwirkungen werden weiterhin geprüft.

Kyriakides erklärte am Donnerstag im Onlinedienst Twitter, die EU-Zulassung für das Vakzin von Johnson & Johnson sei ein "weiterer wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass alle Bürger so bald wie möglich Zugang zu sicheren und wirksamen Impfungen haben".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. März 2021 | 15:06 Uhr

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