Mysteriöse Krankheit Neue Fälle des "Havanna-Syndroms" in Kolumbien entdeckt

2016 tauchte das Syndrom erstmals in Kuba auf. Seitdem werden immer mehr Fälle des mysteriösen "Havanna-Syndroms" bei US-Diplomaten bekannt. Nun sind auch im Umfeld der US-Botschaft in Bogotá neue Fälle bekannt geworden.

Eine Straße in Bogota (Kolumbien)
In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind neue Fälle des "Havanna-Syndroms" entdeckt worden. Bildrechte: dpa

In der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind Fälle des sogenannten "Havanna-Syndroms" aufgetreten. Kolumbiens Präsident Ivan Duque bestätigte am Dienstag die Fälle. Bei seinem Besuch in New York verkündete er, dass die Situation bekannt sei, aber die Ermittlungen den US-Behörden überlassen werde. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" von mindestens fünf Familien mit Symptomen der mysteriösen Krankheit berichtet, die mit der Botschaft in Kolumbien in Verbindung stehen.

"Havanna-Syndrom": Krankheit seit 2016 bekannt

Die ersten Fälle des "Havanna-Syndroms" waren 2016 bei Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt aufgetaucht. Dutzende kanadische und US-Diplomaten sowie deren Angehörige in Kuba litten unter Gesundheitsproblemen wie Benommenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Hör- und Sehproblemen. Später kamen weitere Fälle in China, Russland und den USA hinzu. Einem Bericht der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA zufolge ist "gezielte Energie von Funkwellen" die wahrscheinlichste Ursache für die Symptome. Dahinter könnte den USA zufolge Russland stecken.

Quelle: AFP (sra)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Oktober 2021 | 16:15 Uhr

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