USA Mindestens acht Tote nach Schusswaffenangriff in Indianapolis

In der US-Stadt Indianapolis hat offenbar ein Mann in einem Paketzentrum mehrere Menschen erschossen. Nach Polizeiangaben wurden beim Paketdienstleister Fedex am Flughafen acht Leichen entdeckt.

Dieser Auszug aus einem Video zeigt ein breites Gebäude (Paketzentrum des Logistikunternehmens Fedex) mit blinkenden Lichtern von Einsatzfahrzeugen.
Fedex-Paketzentrum in Indianapolis. Bildrechte: dpa

Bei einem Schusswaffenangriff in der US-Metropole Indianapolis sind mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben wurden ihre Leichen in einem Gebäude des Paketdienstleisters Fedex in der Nähe des internationalen Flughafens gefunden. Bei der Tat am Donnerstagabend seien zudem mehrere Menschen verletzt worden, fünf Personen wurden mit Schussverletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Täter soll Ex-Mitarbeiter sein

Der stellvertretende Chefermittler der Polizei, Craig McCartt, sagte, der mutmaßliche Schütze habe sich sofort das Leben genommen, als die Polizisten eintrafen. Er sei bis zum vergangenen Jahr Mitarbeiter des Logistikzentrums in Indianapolis gewesen.

Ein Mann berichtete im örtlichen Fernsehen, er habe den Täter gesehen. Der Mann habe mit einer Art automatischem Gewehr wild um sich geschossen. Medienberichten zufolge sind in der Fedex-Niederlassung mehr als 4.000 Menschen beschäftigt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Auch die Opfer seien noch nicht identifiziert worden.

Fedex sprach auf Twitter von einem "tragischen" Ereignis. "Sicherheit ist unsere oberste Priorität und unsere Gedanken sind bei all denen, die von diesem sinnlosen Akt der Gewalt betroffen sind." Man kooperiere mit den Ermittlungsbehörden, hieß es.

Biden drängt auf schärfere Waffengesetze

US-Präsident Joe Biden teilte nach dem Vorfall mit, er lasse die Flaggen an Bundesgebäuden auf Halbmast setzen - "nur zwei Wochen, nachdem ich zuletzt eine solche Anordnung gegeben habe". Erneut forderte er den US-Kongress dazu auf, Waffengesetze zu verschärfen. "Zu viele Amerikaner sterben jeden einzelnen Tag durch Waffengewalt", sagte er. "Waffengewalt ist eine Epidemie in Amerika. Aber wir sollten das nicht akzeptieren. Wir müssen handeln."

In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet, immer wieder kommt es zu tödlichen Schießereien. Alle Bemühungen um ein strengeres Waffenrecht sind bisher aber am Widerstand der Waffenlobby gescheitert.

Quelle: AFP, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. April 2021 | 10:00 Uhr

Mehr aus der Welt