Dreharbeiten auf Raumstation Russisches Filmteam kehrt von ISS zurück

Ein russisches Filmteam ist nach Dreharbeiten für den ersten Kinostreifen im Weltall wieder auf die Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit dem Regisseur Klim Tschipenko und der Schauspielerin Julia Peressild sowie dem Kosmonauten Oleg Nowitzki landete am Sonntagmorgen in der kasachischen Wüste, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

Kosmonaut Oleg Novitskiy (M), die Schauspielerin Julia Peressild (l) und den Filmregisseur Klim Schipenk
Schauspielerin Julia Peressild, Kosmonaut Oleg Novitskiy und Filmregisseur Klim Schipenko kurz nach der Landung. Bildrechte: dpa

Nach Dreharbeiten auf der Internationalen Raumstation ISS ist ein russisches Filmteam sicher zur Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit der Schauspielerin Julia Peressild und dem Regisseur Klim Schipenko an Bord landete am Sonntagmorgen in der Steppe Kasachstans in Zentralasien. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt drehten sie einen Film auf der ISS.

Zwölf Tage Dreharbeiten

Schauspielerin Julia Peressild
Schauspielerin Julia Peressild Bildrechte: dpa

Der Crew gehe es nach dem mehr als dreistündigen Flug gut. Sie landete 148 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan. In der Raumkapsel saß auch der Kosmonaut Oleg Nowizki, der seit April auf der ISS war. Im Staatsfernsehen war zu sehen, wie die Besatzung aus der Raumkapsel gehoben wurde. "Tatsächlich bin ich heute etwas traurig", sagte Schauspielerin Peressild. Als der Dreh beendet gewesen sei, wäre sie gern noch auf der ISS geblieben. "Immerhin ist klar, dass dies nur eine einmalige Sache war", sagte die 37-Jährige. Die Dreharbeiten dauerten zwölf Tage.

Der als Weltraumdrama angekündigte Film trägt den Arbeitstitel "Wysow" (Herausforderung). Er erzählt von einer Ärztin, die zur Raumstation fliegen muss, um dort einem erkrankten Kosmonauten mit einer OP das Leben zu retten. Die Medizinerin wird von Peressild gespielt. Sogar Kosmonauten kamen als Schauspieler zum Einsatz. Die Rolle des kranken Raumfahrers übernahm Nowizki.

Werbung für die Raumfahrt

Roskosmos geht es bei dem Film nicht zuletzt um Werbung für die Branche, damit sich mehr junge Menschen für Arbeitsplätze in der Raumfahrt interessieren. Kritiker monierten, dass viel Geld in das Projekt statt in Forschung gesteckt wird. Die Höhe der Kosten sind nicht bekannt. Rund 35 Minuten des Films wurden auf der Station gedreht.

Moskau ging es zugleich darum, vor den USA die Dreharbeiten im All zu beenden. Für das US-Projekt war der Schauspieler Tom Cruise im Gespräch, der zur ISS fliegen sollte. Ein Datum gibt es aber noch nicht. Die Kamera des Filmteams sei auf der ISS geblieben, erklärten Experten. Jeder habe nur einen Kilogramm Gepäck mitnehmen dürfen.

Quelle: dpa/MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 17. Oktober 2021 | 08:00 Uhr

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