In der Sperrzone Vulkan auf La Palma fordert erstes Todesopfer

Tausende Menschen mussten vor dem Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht werden, mehr als 1.450 Gebäude sind vollständig zerstört. Regelmäßig dürfen die Bewohner aber in die Sperrzone, um etwa Dokumente zu holen. Meist geschieht das unter Aufsicht. Ein Mann wurde nun aber tot gefunden.

Lava-Fluss am Vulkan nahe El Paso auf La Palma
Lava-Fluss am Vulkan nahe El Paso auf La Palma Bildrechte: IMAGO / Agencia EFE

Der Vulkan auf der Kanaren-Insel La Palma hat erstmals seit seinem Ausbruch vor knapp acht Wochen ein Menschenleben gefordert. Wie mehrere spanische Medien berichten, wurde die Leiche eines Mannes am Sonnabend im Sperrgebiet im Süden La Palmas entdeckt. Der 70-Jährige sei allem Anschein nach ums Leben gekommen, als das Dach seines Hauses in der Gemeinde Los Llanos de Aridane eingebrochen sei.

Den Berichten zufolge hatte der Mann die Sperrzone mit Genehmigung der Behörden betreten. Regelmäßig dürfen Bewohner der evakuierten Häuser zurück, um etwa Dokumente oder andere dringend benötigte Dinge zu holen.

Der noch unbenannte Vulkan am Gebirgszug Cumbre Vieja hat seit seinem Ausbruch am 19. September mehr als 1.450 Gebäude völlig zerstört. Mehr als 7.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. 1.018 Hektar sind von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Inzwischen bewegen sich die Lavaströme allerdings nur noch sehr langsam oder überhaupt nicht vorwärts.

Quelle: MDR, dpa, AFP

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. November 2021 | 19:30 Uhr

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