Extremwetter Mindestens ein Toter nach Unwettern und Erdrutschen in Österreich

Ein schweres Unwetter mit Hochwasser und Erdrutschen hat im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens ein Mensch ist ums Leben gekommen, viele weitere waren in den Wassermassen eingeschlossen.

Schutt und Geröll nach einem schweren Unwetter.
Auf eine Hitzewelle in Österreich folgten am Dienstagabend schwere Unwetter mit Erdrutschen. Bildrechte: picture alliance/dpa/APA | Gert Eggenberger

Bei Erdrutschen infolge heftiger Regenfälle ist in Österreich mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Im Kärntner Bezirk Villach-Land sei ein Mensch am Mittwoch tot außerhalb seines Hauses gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Ein weiterer Mensch, der im Auto unterwegs gewesen war, wurde nach Behördenangaben vermisst.

Heftiger Regen hatte Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst und mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Zu den Todesumständen des Unwetter-Opfers in Villach-Land machte die Polizei keine näheren Angaben. Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA handelte es sich um einen 82-jährigen Mann, der von einer Schlammlawine mitgerissen wurde.

Rund 150 Feuerwehr-Einsätze seit Dienstagabend

Die Feuerwehren rückten seit Dienstagabend in mehreren Kärntner Gemeinden zu etwa 150 Einsätzen aus, hieß es in dem APA-Bericht weiter. Durch das Unwetter wurden Bäume umgerissen und ganze Dächer abgedeckt. Nach Polizeiangaben wurde auch ein Stromkabel gekappt. 

Im Gegendtal in Nordkärnten wurden Häuser teils bis zum ersten Stock verschüttet. Wie der ORF berichtete, wurden mehrere eingeschlossene Menschen per Hubschrauber gerettet. Ein Hydrologe sagte, Gewässer führten Hochwasser, wie es alle 30 Jahre vorkomme.

Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sagte laut APA, in Arriach und anderen Orten in der Region habe es "in nur wenigen Stunden so viel geregnet wie in einem durchschnittlichen gesamten Juni".

Die Sprecherin des Roten Kreuzes in Kärnten, Melanie Reiter, sagte, drei Dörfer in dem südlichen Bundesland seien vollständig "von der Außenwelt abgeschnitten".

Österreich hatte diese Woche zunächst unter einer Hitzewelle gelitten. Es folgten Gewitter und heftige Regenfälle.

Afp,dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Juni 2022 | 11:30 Uhr

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