USA Zehn Tote bei Schüssen in Supermarkt in Buffalo

Nach Schüssen in einem Supermarkt in der US-Stadt Buffalo sind nach Polizeiangaben zehn Menschen gestorben. Der Schütze wurde festgenommen. Er hatte möglicherweise ein rechtsradikales Motiv. US-Präsident Biden brachte seine Anteilnahme zum Ausdruck.

Polizisten stehen nach Schüssen in einem Supermarkt vor dem Geschäft.
Ein bewaffneter Angreifer hat in einem Lebensmittelgeschäft in Buffalo das Feuer eröffnet und zehn Menschen getötet. Bildrechte: dpa

Ein Schütze hat in der US-Stadt Buffalo das Feuer eröffnet und mindestens zehn Menschen getötet. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen eines Hassverbrechen. "Wir untersuchen diesen Vorfall sowohl als Hassverbrechen als auch als Fall von rassistisch motiviertem, gewaltbereitem Extremismus", sagte ein Ermittler der US-Bundespolizei FBI. Der 18-jährige Täter sei nicht aus der Gemeinde, sagte Bürgermeister Byron Brown. "Der Schütze reiste stundenlang von außerhalb dieser Gemeinde an, um dieses Verbrechen an den Menschen in Buffalo zu verüben", sagte Brown weiter. Die Tat ereignete sich in und vor einem Supermarkt.

Verdacht eines rassistischen Motivs

Nach Angaben der Behörden hatte der Schütze eine Kamera und trug einen Helm. Er filmte die Tat und übertrug sie live in einem sozialen Netzwerk. Es gebe "bestimmte Beweise", die auf eine rassistische Tat hindeuteten, hieß es weiter. Die Mehrzahl der Opfer sei schwarz gewesen. Nach ersten Erkenntnissen handelte der Schütze allein. Bei der Festnahme durch die Polizei vor dem Supermarkt war der Mann Augenzeugen zufolge mit einer Kampfmontur bekleidet und trug ein Gewehr bei sich.

Der Supermarkt befindet sich mehrere Kilometer nördlich vom Stadtzentrum Buffalos in einer Gegend, die vor allem von Schwarzen bewohnt wird. Im März 2021 hatte es einen ähnlichen Angriff in einem Supermarkt in Boulder in Colorado gegeben, bei dem ebenfalls zehn Menschen getötet wurden.

Biden und First Lady beten für Opfer

US-Präsident Joe Biden hat nach den tödlichen Schüssen seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. Die Tat sei "schrecklich", hieß es aus dem Weißen Haus. "Der Präsident und die First Lady beten für die Opfer und ihre Angehörigen." Biden sei von seinem Berater für Heimatschutz über die Tat informiert worden und werde weiter auf dem Laufenden gehalten, teilte das Weiße Haus mit.

Dieses Thema im Programm: ARD-Infonacht | 15. Mai 2022 | 00:00 Uhr

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