Unwetter in Europa Schwere Sturmschäden in Österreich

In Österreich sind nach heftigen Unwettern Bahnverbindungen unterbrochen, einige Regionen sind ohne Strom. Fünf Menschen starben. Auch Südeuropa beklagt Unwetterschäden und Todesopfer. In Bayern sorgte Starkregen örtlich für vollgelaufene Keller und Aquaplaning.

Ein Feuerwehrauto und weitere Fahrzeuge stehen nach einem Unwetter auf einer Straße neben einem umgekippten Baum.
In Teilen Österreichs ist nach Unwettern der Bahnverkehr und teils auch die Stromversorgung eingeschränkt. Bildrechte: dpa

Die schweren Unwetter in Österreich haben tausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Betroffen ist vor allem das Bundesland Steiermark. Wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf den regionalen Energieversorger meldete, waren am Donnerstagabend mehr als 75.000 Haushalte ohne Strom, am Freitag noch etwa 6.500 Haushalte.

Wegen der Stürme stellten die Österreichischen Bundesbahnen den Zugverkehr in Kärnten, Osttirol und der Steiermark zwischenzeitlich ein. Am Freitag waren noch zwei Strecken gesperrt, wie APA unter Berufung auf die ÖBB berichtete. Fernverkehrszüge von Wien nach Venedig werden umgeleitet.

Fünf Tote in Österreich

In Österreich hatten am Donnerstag heftige Stürme gewütet. Fünf Menschen kamen ums Leben. Am St. Andräer See im südlichen Bundesland Kärnten wurden zwei Kinder von umgestürzten Bäumen erschlagen, weitere elf Menschen wurden verletzt. In Gaming in Niederösterreich wurden drei Wanderinnen ebenfalls von umgeknickten Bäumen getötet.

Starkregen in Bayern

In Bayern galten am Freitag Unwetterwarnungen. Starkregen sorgte in der Nacht zum Samstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr. In einigen Orten traten Bäche über die Ufer, Keller liefen voll und Äste blockierten Straßen. Durch Aquaplaning kam es zu einzelnen Unfällen. Ernsthaft verletzt wurde nach Behördenangaben jedoch niemand. Bei Oberstdorf ging in unbewohntem Gebiet eine Mure ab, für einige Stunden war die Bahnstrecke Lindau-Bregenz vorsorglich gsperrt. 

Auch für Teile Mitteldeutschlands gab es am Donnerstag erhöhte Warnstufen. Größere Schäden wurden nicht bekannt. Aktuell gibt es keine Warnungen.

Nach Hitzewelle in Südeuropa nun Unwetter

Nach Wochen der Dürre und schweren Waldbränden leiden weite Teile im südlichen Europa nun unter Stürmen und Gewittern. Auf der französischen Ferieninsel Korsika starben nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen in Gewittern, weitere rund 20 Menschen wurden verletzt.

Bei einem Unwetter in der italienischen Region Toskana kamen zwei Menschen ums Leben. Sie wurden in den Städten Lucca und Carrara durch umstürzende Bäume getötet. Etwa 100 Urlauber mussten vor den Stürmen in Sicherheit gebracht werden, wie die regionalen Behörden mitteilten.

AFP, dpa (ans)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. August 2022 | 10:30 Uhr

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