Keine Aktivität mehr Vulkanausbruch auf La Palma für beendet erklärt

Spanische Vulkanologen haben den Ausbruch des Vulkans auf der Kanareninsel La Palma für beendet erklärt. Seit dem 13. Dezember habe es keine explosionsartigen Entladungen oder Erschütterungen mehr gegeben. Der Vulkan war seit Mitte September mehrfach ausgebrochen. Die Schäden werden auf mehr als 900 Millionen Euro geschätzt.

Vulkan La Palma
Pünktlich zu Weihnachten haben Vulkanologen das Ende des Vulkanausbruchs auf der Kanareninsel La Palma verkündet. Bildrechte: dpa

Die spanischen Behörden haben den Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja auf der Insel La Palma offiziell für beendet erklärt. "Die Eruption hat 85 Tage und 18 Stunden gedauert", sagte Behördenvertreter Julio Pérez am Samstag vor Journalisten.

Durch den Ausbruch wurden Tausende Häuser sowie Schulen, Kirchen, Gesundheitszentren und landwirtschaftliche Bewässerungsanlagen zerstört. Die Erklärung war angekündigt gewesen, nachdem die Aktivität des Vulkans zehn Tage lang auf niedrigem Niveau verharrte.

Mehr als 900 Millionen Euro Schaden

Der Ausbruch des Cumbre Vieja am 19. September war der erste auf der Kanaren-Insel seit 50 Jahren. Mehr als 7.000 Menschen mussten ihre Wohnungen oder Häuser verlassen, viele von ihnen verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Auf der Insel leben rund 83.000 Menschen.

Die Schäden werden auf mehr als 90m Millionen Euro geschätzt. La Palma ist die jüngste Insel der Kanaren, die wie die bekannteren Touristeninseln Teneriffa und Gran Canaria alle vulkanischen Ursprungs sind.

Durch den Vulkan-Ausbruch wurden 1.250 Hektar Land mit Lava bedeckt. Zum Teil ragt die neu ausgetretene Lava bis ins Meer hinein. Dadurch entstanden zwei Vorsprünge, von denen einer 44 Hektar und der andere fünf Hektar misst.

Vorherige Vulkan-Ausbrüche auf La Palma waren der von San Juan 1949 und der von Teneguía im Jahr 1971.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

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