Weltraumtourismus Erste rein zivile Besatzung ins All gestartet

Zum ersten Mal sind vier Laien allein zu einem mehrtägigen Ausflug in die Erdumlaufbahn gestartet. An Bord ist kein einziger ausgebildeter Profi-Astronaut, die Kapsel fliegt weitgehend automatisch. Sie soll die Erde in drei Tagen umkreisen.

Die Crew der Inspiration – zwei Frauen, zwei Männer sind die ersten zivilen Raumfahrer.
Die Crew der "Inspiration" – zwei Frauen, zwei Männer sind die ersten zivilen Raumfahrer. Bildrechte: SpaceX

Zum ersten Mal sind vier Laien mit einer Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk eigenständig ins All gestartet. Die Rakete hob kurz nach zwei Uhr morgens vom Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida ab. An Bord befindet sich kein professioneller Astronaut, die Kapsel fliegt weitgehend automatisch und soll drei Tage lang die Erde umkreisen. Nach ihrem Ausflug sollen die "Weltraumtouristen" wieder vor der Küste Floridas landen.

Die Passagiere

An Bord befindet sich unter anderem der US-Milliardär Jared Isaacman, der den Flug auch gechartert und bezahlt hat. Wie viel ihn das gekostet hat, gab SpaceX nicht bekannt. Die Rede ist aber von 200 Millionen US-Dollar. Mit Isaacman sind drei weitere Passagiere an Bord der "Inspiration4" getauften Mission. Sie wurden bei einem Wettbewerb ausgewählt. Die Reise gewonnen haben eine 29-jährige Arzthelferin, ein 41 Jahre alter Veteran der US-Luftwaffe und eine 51-jährige Geowissenschaftlerin. Letztere wäre 2009 beinahe als Nasa-Astronautin ausgewählt worden.

Bisher längster touristischer Flug

SpaceX hat im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa bereits zehn Astronauten zur Weltraumstation ISS gebracht, aber noch keine Weltraumtouristen befördert. Die jetzige Mission geht deutlich weiter als bisherige touristische Flüge ins All, bei denen die Passagiere sich nur einige Minuten im Weltraum aufhielten.

Quelle: AFP, dpa (sra)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 16. September 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus der Welt

Japanische Achterbahn bleibt stecken 1 min
Bildrechte: AP

In Japan haben Besucher eines Vergnügungsparks einen besonderen Adrenalinschub verpasst bekommen. Wegen eines Stromausfalls blieb die Gondel einer Achterbahn plötzlich am höchsten Punkt stehen.

22.10.2021 | 16:50 Uhr

Fr 22.10.2021 16:13Uhr 00:31 min

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/panorama/video-565868.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video