Attentat am Tempelberg Tote und Verletzte bei Anschlag in Jerusalem

Ein palästinensischer Attentäter hat am Jerusalemer Tempelberg einen Israeli erschossen und drei weitere verletzt. Er wurde kurz darauf von Sicherheitskräften erschossen. Der Angreifer soll Mitglied der radikal-islamischen Hamas sein.

Israelische Sicherheitskräfte und Mitglieder des Rettungs- und Bergungsteams Zaka tragen die Leiche eines palästinensischen Terroristen, der von der israelischen Polizei erschossen wurde, nachdem er bei einem Schusswechsel in der Jerusalemer Altstadt einen Israeli getötet und drei weitere verletzt hatte.
Am Tempelberg in Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter einen Israeli erschossen und drei weitere verletzt. Er wurde von israelischen Sicherheitskräften erschossen. Bildrechte: dpa

In Jerusalem ist bei einem Anschlag in der Altstadt ein Israeli getötet worden. Krankenhausangaben zufolge erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Auch drei weitere Menschen seien verletzt worden.

Mit Maschinenpistole und Messer bewaffnet

Wie das israelische Sicherheitsministerium mitteilte, hatte der Angreifer in der Nähe des Tempelbergs mit einer Maschinenpistole das Feuer auf Passanten eröffnet. Er sei von Sicherheitskräften erschossen worden. Neben einem Gewehr habe er auch ein Messer bei sich gehabt.

Angreifer war Religionslehrer und Hamas-Mitglied

Nach palästinensischen Angaben handelte es sich bei dem Angreifer um einen 42 Jahre alten Religionslehrer aus dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems. Das israelische Sicherheitsministerium erklärte, der Mann sei Mitglied der radikal-islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. Die im Gazastreifen herrschenden Hamas begrüßte den Anschlag.

Attentäter soll "Garnisonssoldat" sein

Nach Informationen der "Jerusalem Post" gehörte der fünffache Vater den sogenannten "Murabitun" an. Diese "Garnisonssoldaten" haben es sich zur Aufgabe gemacht, Juden etwa durch Beschimpfungen am Besuch des Tempelbergs zu hindern. Trotz Verbots der israelischen Behörden tauchen die "Murabitun" immer wieder am Eingang zu dem heiligen Bezirk auf.

Der Tempelberg in Jerusalem mit Felsendom oder Al-Aksa-Moschee ist eine der heiligsten Stätten des Islam, des Christentums und auch des Judentums. Im Bereich der streng bewachten Anlage kommt es immer wieder zu gewaltsamen Vorfällen.

Quelle: dpa, epd, AFP, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. November 2021 | 11:30 Uhr

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