Klimaschutz Australien will Treibhausgase bis 2050 auf null reduzieren

Australien, der weltweit zweitgrößte Kohleexporteur, will seine CO2-Emissionen bis 2050 auf null bringen. Gesetzlich festschreiben will Premierminister Scott Morrison das aber nicht.

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Der Druck auf den konservativen australischen Premierminister wächst. Morrison verspricht nun mehr Klimaschutz - jedoch ohne gesetzliche Richtlinien. Bildrechte: IMAGO / AAP

Australien will den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 auf null reduzieren, die Reduktiosziele für 2030 gesetzlich jedoch nicht weiter verschärfen. Der konservative Premierminister Scott Morrison sprach sich außerdem für einen Erhalt von Bergbau und Schwerindustrie aus.

Australien: Zweitgrößter Kohleexporteur der Welt

Australien ist einer der wichtigsten Kohle- und Gasexporteure der Welt. Die Regierung hatte sich lange gegen eine Festlegung auf ein festes Datum für das Erreichen der Null-Emissions-Marke gewehrt.

"Wir werden uns nicht von anderen belehren lassen, die Australien nicht verstehen", schrieb Morrison. Auch wolle er nicht das Versprechen brechen, "das wir bei der letzten Wahl gegeben haben, indem wir unsere Emissionsreduktionsziele für 2030 ändern".

Schwerindustrien und der Bergbau sollten "offen und wettbewerbsfähig bleiben und sich anpassen, damit sie so lange lebensfähig bleiben, wie es die globale Nachfrage erlaubt", erklärte der Regierungschef. 

Morrison, der im Mai 2022 wiedergewählt werden will, ist in der Zwickmühle. Während die australische Landbevölkerung Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen überwiegend ablehnt, fordern andere Teile der Bevölkerung mehr Klima- und Umweltschutz. Einer zuletzt viel beachteten Umfrage zufolge droht Morrison eine Niederlage bei der Wahl.

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Quellen: afp,dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Oktober 2021 | 06:30 Uhr

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