Ukraine-Konflikt Warnung an Russland: Baerbock versichert Solidarität mit Ukraine

Bundesaußenministerin Baerbock hat bei ihrem Besuch in Kiew der Ukraine Deutschlands Solidarität zugesichert. An Russland sendete sie die Warnung, dass Deutschland im Falle einer Eskalation des Ukraine-Konflikts harte Maßnahmen vorbereitet habe.

Pressekonferenz mit Annalena Baerbock, Bundesaussenministerin, und mit dem Aussenminister der Ukraine, Dmytro Kuleba.
Außenministerin Annalena Baerbock mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Kuleba in Kiew. Bildrechte: imago images/photothek

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat sich in der Ukraine bemüht, Zweifel an Deutschlands Solidarität zu zerstreuen. Sie sagte bei einem Besuch in Kiew: "Wir stehen ohne Wenn und Aber zur territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine."

Bundeskanzler Olaf Scholz ist unterdessen in Washington eingetroffen, wo er am Abend von US-Präsident Joe Biden empfangen wird.

Baerbock: Bereit, hohen Preis zu zahlen

Baerbock warnte Russland erneut vor einem Angriff auf das Nachbarland. Deutschland sei im Falle von Sanktionen gegen Russland bereit, selbst einen hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen. Bei einer Eskalation im Ukraine-Konflikt habe Deutschland mit seinen Partnern eine Reihe von harten Maßnahmen vorbereitet.

Baerbock hatte in Kiew mit ihrem Amtskollegen Dmytro Kuleba gesprochen. Dieser nannte das Gespräch mit der Grünen-Politikerin gelungen und vertrauensvoll. Zur vergeblichen Forderung seiner Regierung an Deutschland, Waffen zu liefern, wollte er nichts konkret sagen. Es sei wichtiger, darüber zu reden, was Deutschland tun könne. Ein geplantes Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde kurzfristig abgesagt.

Macron zu Gesprächen mit Putin in Moskau

Landkarte zum Ukraine-Russland-Konflikt
Russland verlegt Truppen an die Grenze zur Ukraine (rote Kreise) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Moskau traf währenddessen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu Geprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin ein. Macron sagte, er hoffe, eine Deeskalation in Gang setzen zu können.

Moskau hat nach westlichen Angaben an der Grenze zur Ukraine mehr als 100.000 Soldaten zusammengezogen. Das schürt die Sorge, dass Russland einen Angriff auf das Nachbarland vorbereiten könnte.

Quelle: dpa (lvr)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Februar 2022 | 18:00 Uhr

22 Kommentare

nasowasaberauch vor 34 Wochen

Lt. RND hat die EU seit 2014 ca. 17 Mrd in die Ukraine transferiert. Ein Drittland an der Grenze zu Russland, mit dubiosen Wirtschaftsgefüge wird doch nicht ohne Grund gesponsert. Über die Ukraine titelt die Süddeutsche Zeitung: "Korrupt wie eh und je". Sieht aus, als ob mit Steuergeldern ein teures Schaufenster nach Russland eröffnet wird. Es wäre nicht neu im Kampf der Systeme.

nasowasaberauch vor 34 Wochen

Frau Baerbock lehnt sich mit der Aussage " Deutschland ist bereit, einen hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen“ ein wenig zu weit aus dem Fenster und da bin ich der von ihr vorausgesetzten deutschen Gefolgschaft nicht so sicher. Sie übersieht großzügig die Nichteinhaltung des Minsker Abkommens seitens der Ukraine. Die Bürger haben von diesem Konflikt ein viel differenzierteres Bild, als es von vereinfachten, markigen Sprüchen der Protagonisten beschrieben wird. Höchste Zeit, dass Olaf Scholz eingreift. Es ist Chefsache!

MDR-Team vor 34 Wochen

Hallo Atheist,
dass es finanzielle Zusammenarbeiten zwischen Deutschland und Ukraine gibt, ist nicht erst seit gestern bekannt. Bereits 2019 berichtete die Medienlandschaft beispielsweise über die Zahlungen im Zusammenhang der Entwicklungszusammenarbeit in der Ukraine.
Und worauf genau beziehen sich die 15 Prozent? Wenn Sie auf die Bundestagswahl anspielen: Bei dieser wurde nicht Baerbock direkt gewählt, auch ging es bei der Wahl nicht um den Ministerinnenposten. Bei der Bundestagswahl 2021 holten die Grünen 14,8 % der Wählerstimmen. Wenn Sie derartige Zahlen nennen, bitten wir um eine korrekte Einordnung und/oder Quellenangabe.
Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion

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