Energiepolitik Frankreich deckelt Gas- und Strompreise

Die französiche Regierung fürchtet einen 30-prozentigen Anstieg der Gaspreise während des Winters. Deshalb hat sie eine Preisbremse für Gas und Strom verhängt. Geringverdiener sollen zudem einen Energiescheck erhalten.

Eine Windenergieanlage steht neben einem Steinkohle-Kraftwerk und Hochspannungsleitungen.
Die französische Regierung führt über die Wintermonate eine Preisbremse für Gas und Strom ein. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Wegen steigender Energiepreise will die französische Regierung die Tarife für Gas und Strom über die Wintermonate deckeln. "Wir verhängen eine Tarifbremse", sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Sie gelte bis April nächsten Jahres. Ziel sei es, die Kaufkraft der französischen Bevölkerung zu schützen.

Strompreise dürfen begrenzt steigen

Laut Castex darf der Gaspreis nicht die ab Anfang Oktober geltenden Tarife übersteigen. Die Heizungsrechnung der Franzosen würde sonst um 30 Prozent steigen, so der Premierminister. Bis zum Jahresende werde auch der Strompreis nicht erhöht, ab Anfang 2022 dann höchstens um vier Prozent.

Energiescheck für Geringverdiener

Für die rund sechs Millionen Haushalte in Frankreich mit geringen Einkommen kündigte die Regierung außerdem einen sogenannten Energiescheck über 100 Euro an, der im Dezember ausgezahlt werden soll. Steigende Preise, auch für Benzin, bestimmen derzeit die öffentlichen Debatte in Frankreich.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. September 2021 | 22:30 Uhr

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