Internationale Krisen Merkel und Putin in Moskau zusammengekommen

Es gibt einige Krisen, über die sich Berlin und Moskau austauschen müssen: Iran, Syrien, Libyen, natürlich auch Ostukraine und Nordstream. Überall verfolgt Russland seine ureigene Interessen. Die Frage ist, ob es Deutschland gelingt, gemeinsame Interessen zu identifizieren und für eine Zusammenarbeit zu nutzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengekommen. Merkel sagte zur Begrüßung, sie sei gern nach Moskau gereist. Deutschland und Russland hätten viele gemeinsame Interessen. Miteinander zu sprechen sei besser als übereinander.

Erster Moskau-Besuch seit 2015

Merkel und Putin wollen über mehrere internationale Konflikte sprechen. Zum einen geht es um die aktuellen Spannungen in der Golf-Region und den Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die anderen Krisenherde heißen Syrien, Ostukraine und Libyen. Auch die Gas-Pipeline Nord Stream und US-Sanktionen dagegen dürften zur Sprache kommen.

Merkel hatte Russland zuletzt 2018 besucht. In Moskau war sie das letzte Mai im Mai 2015. Damals wurde das Kriegsende vor 70 Jahren gefeiert.

Ein Zug beladen mit Panzern und anderem Kriegsgerät passiert eine Bahnschranke in Sewerodonezk.
Die Kontaktlinie, an der die ukrainische Armee gegen die von Russland unterstützten Separatisten kämpft, liegt rund 100 Kilometer von Sewerodonezk entfernt. Bildrechte: MDR/Elisabeth Lehmann

Maas: Mit Russland reden

Merkel wird von Außenminister Heiko Maas begleitet. Im Vorfeld der Reise hatte Maas eine größere Rolle Russlands bei der Friedenssicherung gefordert. Der SPD-Politiker sagte der Funke-Mediengruppe, um die Krisen in der Nachbarschaft zu entschärfen, brauche man das Gespräch mit Russland.

Mit Blick auf Libyen sagte Maas, es sei die letzte Chance, das Blutvergießen zu stoppen. Dafür müsse man alle Staaten an den Verhandlungstisch bringen, die in dem afrikanischen Land Einfluss ausübten - insbesondere Russland.

Russland unterstützt den General Chalifa Haftar, der gegen die international anerkannte Regierung in Libyen kämpft. Die Türkei wiederum unterstützt Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2020 | 13:00 Uhr

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