Nawalny Trump: Zu Vergiftung liegen keine Beweise vor

Den USA liegen nach Angaben von US-Präsident Trump noch keine Beweise vor, dass der russische Kreml-Kritiker Nawalny vergiftet worden ist. Er stellte aber auch klar, dass er die Erkenntnisse Deutschlands nicht anzweifle.

Die US-Regierung hat noch keine Beweise dafür, dass der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde. Das erklärte US-Präsident Donald Trump in Washington: "Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Es ist tragisch, furchtbar, wir haben noch keine Beweise gesehen, aber werden es uns anschauen", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Keine Kritik an Russland

Mit Kritik an der russischen Regierung hielt sich der Republikaner zurück. Stattdessen betonte er seine guten Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Kein Zweifel an Erkenntnissen aus Deutschland

Trump zweifelte die Erkenntnisse Deutschlands zu dem Fall aber auch nicht an. "Davon ausgehend, was Deutschland sagt, scheint das der Fall zu sein", erklärte der US-Präsident. Die Bundesregierung sieht es als erwiesen an, dass Nawalny mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet wurde. Ein Labor der Bundeswehr hatte am Mittwoch ein entsprechendes Testergebnis präsentiert.

Nawalny war auf einem Inlandsflug im Osten des Landes plötzlich zusammengebrochen und ins Koma gefallen. Die behandelnden Ärzte im sibirischen Omsk hatten eine Vergiftung zunächst ausgeschlossen. Auf Drängen von Nawalnys Familie willigten sie schließlich ein, dass der Patient in der Berliner Charité weiterbehandelt wird.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. September 2020 | 01:00 Uhr

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