Weltverkehrsforum in Leipzig Internationale Verkehrsminister sichern Ukraine Unterstützung zu

Die Verkehrsminister von Deutschland und 36 weiteren Staaten haben beim Weltverkehrsforum in Leipzig der Ukraine ihre Unterstützung zugesichert. Sie forderten ein Kriegsende und versprachen beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zu helfen.

Verkehrsminister beim Weltverkehrsforum in Leipzig
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (2.v.l.) und 36 weitere Kollegen unterzeichneten beim Weltverkehrsforum einen Handlungsaufruf zur Ukraine. Bildrechte: dpa

Die Verkehrsminister von Deutschland, der USA, Großbritannien, Kanada, Polen und 32 weiterer Staaten haben der Ukraine ihre Unterstützung im Krieg und beim Wiederaufbau zugesichert. Auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig verabschiedeten die Ressortchefs einen sogenannten Handlungsaufruf.

Sofortiges Kriegsende gefordert

In dem "Call to Action on the war in Ukraine" genannten Dokument wird die russische Invasion in der Ukraine verurteilt und Russland aufgefordert, die militärische Aggression sofort zu beenden. Das "International Transport Forum" (ITF) der OECD sollte außerdem seine Expertise nutzen, um der Ukraine beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Infrastruktur zu helfen, heißt es in dem Papier weiter. Der Aufruf wurde von 37 Staaten unterzeichnet. Da auch Russland und das mit ihm befreundete Belarus dem ITF angehören, stehen die unterzeichnenden Minister nicht stellvertretend für das gesamte Weltverkehrsforum.

Lösungen für Ernährungssicherheit gefordert

Auf dem ITF-Forum in Leipzig war auch noch eine Ministerrunde geplant, bei der es um konkrete Hilfsmöglichkeiten für die Ukraine gehen sollte. Dabei stand der Vorwurf im Raum, dass die blockierten Handelswege und Häfen der Ukraine die Ernährungssicherheit der Welt bedrohten. Dafür müssten Lösungen gefunden werden.

Das russische Außenamt hatte erst am Samstag einen entsprechenden "Kornkrieg"-Vorwurf der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zurückgewiesen. Hauptverantwortlich für den Preisanstieg bei Lebensmitteln seien die westlichen Sanktionen, erklärte Außenamtssprecherin Marija Sacharowa.

600 Fachleute in Leipzig

Zum dreitägigen Weltverkehrsforum in Sachsens größter Stadt wurden rund 600 Fachleute erwartet. Das internationale Treffen wird seit 2008 in Leipzig veranstaltet. Nach Angaben der Organisatoren sind in diesem Jahr 53 Nationen vertreten. Das ITF der OECD hat 63 Mitgliedsstaaten.

Der Auftakt des diesjährigen Treffens wurde von Protesten begleitet. Vier Kletterer der Umweltschutzorganisation Robin Wood seilten sich von einem Turm auf dem Messegelände ab und entrollten in 25 Meter Höhe ein Protestplakat gegen die Subventionierung fossiler Kraftstoffe.

dpa (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Mai 2022 | 10:30 Uhr

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