Mitteldeutschland kompakt | 20.05.2022

Der Kreis Sonneberg in Thüringen hat bisher 422 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Das sagte Vize-Landrat Jürgen Köpper auf eine Anfrage der AfD-Faktion im Kreistag. Flüchtlinge, die neu ankommen, werden in der Anlaufstelle Sonneberg-Köppelsdorf registriert und danach auf die Gemeinden verteilt. Rund die Hälfte der Flüchtlinge sind in Unterkünften in Sonneberg untergebracht.

Der Verkehrsverbund Mittelthüringen befördert Flüchtlinge aus der Ukraine nur noch bis zum Ende Mai kostenlos. Das sagte Geschäftsführer Christoph Heuing. Es gebe zwei Gründe für das Auslaufen der Sonderregelung. So könnten sich sehr wahrscheinlich ab 1. Juni alle Menschen in Deutschland mit dem 9-Euro-Ticket günstig bewegen. Außerdem könne es keine Dauerlösung sein, dass eine bestimmte Bevölkerungsgruppe kostenfrei die Verkehrsmittel nutzen kann. Laut Heuing brauchte es im März eine schnelle und unkomplizierte Lösung, weil viele Flüchtlinge auf einmal ankamen und befördert werden mussten. Jetzt könne man zu geordneten Prozessen zurückkehren. Zuvor hatte bereits die Verkehrsgemeinschaft Wartburgregion angekündigt, dass Flüchtlinge ab Juni für Bustickets bezahlen müssen.

Zum Abschluss des 50. Internationalen Dixieland-Festivals in Dresden sind alle Musiker bis Sonntag-Abend auch mindestens einmal eintritts-frei zu erleben.

Seit heute Mittag spielen mehrere Bands auf dem Neumarkt und am Taschenberg-Palais. Diese Spiel-Stätten gehören auch am Samstag zur Jazz-Meile mit insgesamt 7 Bühnen und 27 Bands aus 8 Ländern. Am Sonntag-Nachmittag wird noch mehr Gratis-Musik geboten - auf der Jazz-Meile und bei der Abschluss-Parade durch die Dresdner Innenstadt. Die meisten der kostenpflichtigen Veranstaltungen an diesem Festival-Wochenende sind ausverkauft. Karten gibt es noch für Blues, Boogie und Swing heute Abend auf dem Flughafen und für das Abschluss-Konzert am Sonntag im Großen Garten.

Für den diesjährigen "Tag der Nachbarn" am 20. Mai haben sich bereits 2.000 Teilnehmer angemeldet. Davon haben circa 1.100 Privatpersonen, 670 Organisationen, 110 lokale Gewerbe und 120 Kommunen kleine und größere Nachbarschaftsaktionen zum Tag der Nachbarn registriert. Unter dem Motto "Nachbarschaft verbindet" ermöglicht der Tag der Nachbarn in diesem Jahr zudem nachbarschaftliches Miteinander weiterzudenken, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen sowie neue Nachbar aus der Ukraine willkommen zu heißen. Aktionen zum Tag der Nachbarn können weiterhin unter www.tagdernachbarn.de angemeldet werden.

Das Universitätsklinikum Magdeburg ist eine der Schwerpunktkliniken für die Versorgung von Verletzten aus der Ukraine. Der Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Professor Felix Walcher, sagte, dabei gehe es nicht nur um die körperlichen Verletzungen. Es müsse auch die Psyche behandelt werden. Das sei für Patienten, die Kriegserlebnisse hinter sich hätten, mitentscheidend für ihre Heilung. Deshalb setze man auch Trauma-Therapeuten ein. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 15 Verletzte aus der Ukraine nach Mitteldeutschland geflogen und auf verschiedene Kliniken verteilt.

In Sachsen-Anhalt kann es heute und morgen recht ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst erwartet heftige Gewitter oder sogar Unwetter. Am heftigsten wird es den Experten zufolge voraussichtlich im Norden Sachsen-Anhalts in der Altmark. Dort sei das Risiko von unwetterartigen Gewittern, starken Sturmböen und Hagel ab heute Nachmittag am größten. Es müsse bei Regenmengen von 50 Litern pro Quadratmeter auch mit überschwemmten Straßen und überfluteten Kellern gerechnet werden. Auch alle anderen Regionen im Land sollten sich laut DWD auf diese Wetterlage einstellen. Wer schwarze Wolken aufziehen sieht, sollte sich rasch ins Haus oder die Wohnung begeben, so die Experten. Das Unwetter könne sehr schnell aufziehen. Auf jeden Fall sollten sich die Menschen über Radio und Warn-Apps auf dem Laufenden halten. Eine exakte Vorhersage ist laut Deutschem Wetterdienste derzeit aber noch nicht möglich.

Der Bundesrat hat die Zuschläge für ärmere Familien gebilligt. Demnach erhalten die Bezieher von Grundsicherung eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Für bedürftige Kinder soll es zudem von Juli an einen Zuschlag in Höhe von 20 Euro pro Monat geben. Das vom Bundesrat beschlossene Gesetz sieht außerdem vor, dass Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zum 1. Juni Anspruch auf reguläre Sozialleistungen wie Hartz IV haben. Das ermöglicht auch Angebote zur Integration in den Arbeitsmarkt. Bislang erhalten die Flüchtlinge die niedrigeren Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz. Die Länderkammer stimmte auch dem neuen Energie-Sicherungsgesetz zu. Damit können Energieunternehmen in Notfällen unter staatliche Verwaltung gestellt werden.

Deutschland will die Ukraine kurzfristig mit einer weiteren Milliarde Euro unterstützen. Das kündigte Finanzminister Lindner beim Treffen der sieben führenden Industriestaaten an. Der FDP-Politiker sagte in Königswinter bei Bonn, es gehe darum, die Handlungsfähigkeit der Ukraine sicherzustellen. Auch andere G7-Staaten werden laut Lindner Geld zur Verfügung stellen. So wollten die USA 7,5 Milliarden Dollar mobilisieren. Nach Angaben aus dem Finanzministerium hat die Ukraine zunächst für drei Monate um Hilfen von je rund 5 Milliarden Euro gebeten.

In Tschechien haben bereits mehr als 50.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine eine Arbeit gefunden. Das geht aus Daten der Arbeitsämter hervor. Die meisten fanden demnach eine Beschäftigung im Baugewerbe, Verkehrswesen und Dienstleistungsbereich.

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