Mitteldeutschland kompakt | 01.07.2022

Gemeinsam mit der Polizei wollen die Erfurter Verkehrsbetriebe in den nächsten Wochen das Einhalten der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen kontrollieren.

Das kündigten sie am Freitag an. Sollte ein Fahrgast dem nicht nachkommen, könne er von der Beförderung ausgeschlossen werden. Die Erfurter Verkehrsbetriebe appellierten an die Fahrgäste, die deutschlandweit gültigen Regeln einzuhalten. Demnach müssen alle, die älter sind als sechs Jahre, in den Bussen und Bahnen medizinische oder FFP2-Masken tragen.

In Schweina findet am Freitag erstmals eine Jugendkulturnacht des Wartburgkreises statt.

Unter dem Motto "Open minded" hat sie die Kinder- und Jugendkunstschule organisiert. Ab 19 Uhr können sich junge Leute an verschiedenen Orten in Schweina kreativ ausprobieren und Musik und Kultur erleben. So wird an der Jugendkunstschule ein großformatiges Graffito geschaffen, im Maßstabwerk öffnet eine Ukraine-Bar und auf dem Freigelände von Pfeifen und Holz findet neben anderem ein Open Air Kino statt. Es gibt offene Gärten und einen Schweina-Strand, verschiedenste Kunstaktionen und eine DJ-Nacht bis zwei Uhr.

Das Eichsfeld gerät bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine und aus anderen Ländern an seine Grenzen.

Wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilte, werden Flüchtlinge, die am Freitag aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl kommen, zunächst in Zelten in Winzingerode untergebracht. Hintergrund: Die Stadt Heiligenstadt, die die Menschen aufnehmen sollte, hat zurzeit keinerlei Kapazitäten. Der Heiligenstädter Bürgermeister Thomas Spielmann verwies auf die komplett belegten Wohnungen in der Stadt und schlug vor, die Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften - etwa im Kulturhaus - unterzubringen. Erst ab August gebe es im Katholischen Bildungshaus "Marcel Callo" wieder freie Unterkünfte.

Am 2. Juli setzt "Leipzig zeigt Courage" bereits zum 25. Mal ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit, Courage und Vielfalt.

Die Veranstaltung geht am 2. Juli ab 17:30 Uhr (Markt der Vielfalt ab 16 Uhr) auf dem Gelände der Moritzbastei über die Bühne. Insbesondere vor dem Hintergrund des andauernden Krieges in der Ukraine ist dieses Event ein besonderes Zeichen. Mit ihren politischen Statements und ihrer Musik wollen die Veranstalter für Offenheit, Begegnung und ein friedliches und solidarisches Miteinander werben.

Die Stadt Dresden gibt ab heute die meisten Turnhallen die vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurden zurück an den Schulbetrieb.

Nur zwei Hallen werden nach Angaben der Stadtverwaltung noch benötigt: Die Turnhallen der Berufsschulzentren Gastronomie sowie Bau und Technik bleiben Notunterkünfte, weil es nicht genügend Wohnraum in Dresden gibt. Insgesamt können dort weiterhin bis zu 430 Menschen unterkommen. Die Stadt sucht für ukrainische Flüchtlinge Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen die für mindestens ein Jahr zur Verfügung stehen.

Nach der Hitzewelle und der Trockenheit im Juni hat in Teilen Sachsens früher als sonst die Getreideernte begonnen.

Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, sind vor allem die nördlichen Regionen im Freistaat betroffen. Dort sei von einer Notreife der Wintergerste auszugehen. Sollte die Hitze weiter anhalten, bestehe die Gefahr, dass vor allem auch beim Winterweizen Ertrags- und Qualitätsverluste auftreten. - Laut Statistischem Landesamt bewirtschaften die sächsischen Bauern rund 700.000 Hektar Ackerland. Mehr als die Hälfte davon ist mit Getreide bestellt, am häufigsten mit Weizen und Gerste.

Die GETEC Group hat 250.000 Euro an die Ridni Foundation zur Unterstützung ukrainischer Waisenkinder gespendet.

Unter dem Aktionsnamen GETEC helps wurde das Geld von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GETEC von allen Standorten aus allen Ländern gesammelt. Für jeden Euro, den ein Mitarbeiter spendete, legte das Unternehmen einen weiteren Euro dazu, so dass am Ende eine ganze Viertelmillion Euro zusammenkam. Das Geld kommt Waisenkindern aus der Ukraine zugute. Die ukrainische Ridni-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kriegswaisen ein neues Zuhause zu geben und ihnen so einen Neuanfang zu ermöglichen.

Die Wasserschutzpolizei in Magdeburg warnt davor, die Elbe wegen der sommerlichen Temperaturen und des niedrigen Wasserstands für eine Abkühlung zu nutzen.

Wie die Behörde mitteilte, ist Baden in der Elbe innerhalb des gesamten Magdeburger Stadtgebiets verboten. Es drohten hohe Bußgelder. Zudem warnte die Wasserschutzpolizei vor alter Flugmunition aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese könnte auf den zunehmend austrocknenden Flächen etwa am Domfelsen oder auf den Alten Elbe auftauchen.

Die deutschen Mobilfunk-Anbieter beenden nach vier Monaten das kostenlose Ukraine-Roaming.

Die Deutsche Telekom und O2 bestätigten, dass Anrufe und SMS in die Ukraine seit heute nicht mehr kostenfrei sind. Bei Vodafone läuft das Angebot in zwei Wochen aus. Die O2-Muttergesellschaft Telefónica Germany erklärte, man wolle die Geflüchteten dabei unterstützen, mit ihren Familien und Angehörigen in der Ukraine in Verbindung zu bleiben. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs habe man deshalb mehr als 100.000 Sim-Karten kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit verbundene Sonderkonditionen blieben noch bis spätestens Ende September gültig. Für das Telefonieren in die Ukraine bietet Telefónica nun ebenso wie die Telekom einen günstigen Prepaid-Tarif an.

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