Jim Hackett (r), Vorstandsvorsitzender von Ford, und Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von VW
Ford-Chef Jim Hackett (r) und VW-Chef Herbert Diess verkünden in New York die transatlantische Allianz. Bildrechte: dpa

Allianz der Autoriesen VW und Ford kooperieren bei Elektro- und Roboterautos

Volkswagen und Ford wollen die milliardenschweren Entwicklungskosten für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und selbstfahrende Autos teilen. Das kündigten VW-Konzernchef Diess und Ford-Boss Hackett in New York an.

Jim Hackett (r), Vorstandsvorsitzender von Ford, und Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von VW
Ford-Chef Jim Hackett (r) und VW-Chef Herbert Diess verkünden in New York die transatlantische Allianz. Bildrechte: dpa

Der deutsche Autoriese Volkswagen und sein US-Rivale Ford wollen künftig beim Bau von Elektrofahrzeugen und der Entwicklung von Roboterautos ihre Kräfte bündeln. VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett kündigten in New York eine Ausweitung der Zusammenarbeit an.

Demnach will VW Milliardensummen in die Ford-Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos stecken. Die Amerikaner wollen im Gegenzug ihre elektrischen Fahrzeuge für den europäischen Markt auf der E-Auto-Plattform MEB von VW fertigen.

VW bringt Geld und Know-how ein

Volkswagen wird nach eigenen Angaben insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro in Argo AI einbringen – als Direktinvestition sowie über die eigene Sparte AID für autonomes Fahren mit 200 Mitarbeitern. Der bisherige AID-Sitz in München soll Europa-Zentrale von Argo AI werden.

Ford und VW werden durch den Deal zu gleichen Teilen eine deutliche Mehrheit an der Tochter Argo halten, die dann einen Gesamtwert von sieben Milliarden Dollar haben wird.

Innerhalb der nächsten drei Jahre wird VW zudem Ford weitere Argo-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar abkaufen. Auch die Amerikaner versprechen, kräftig zu investieren.

Ford nutzt E-Plattform von VW

Ford hat es bei der Kooperation insbesondere auf den VW-Elektroautobaukasten MEB abgesehen. Der zweitgrößte US-Hersteller wird der erste Konkurrent, der die Plattform mit nutzt. Ford will mit der VW-Technik bis 2025 insgesamt mehr als 600.000 E-Autos für den europäischen Markt produzieren. VW selbst will mit dem Baukasten in den nächsten zehn Jahren 15 Millionen Autos bauen.

Die Konzerne hatten bereits im Januar beschlossen, bei leichten Nutzfahrzeugen zusammenzuarbeiten. Auch andere große Autokonzerne kooperieren. Hintergrund sind hohe Kosten, Regulierungsdruck und sinkende Gewinne. Zuletzt hatten sich sogar die Erzrivalen Daimler und BMW bei Roboterautos verbündet, um die Technik für autonomes Fahren kostenschonender voranzutreiben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Juli 2019 | 14:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2019, 22:33 Uhr

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3 Kommentare

13.07.2019 16:37 Fragender Rentner 3

Wenn für diese E-Autos auch noch KI und 5G benötig wird, werden diese Dinger dann noch "preiswerter" ?

13.07.2019 16:01 Mane 2

So ein Auto fahren ohne Fahrer,können ja Kranke maschen,ich nicht!

13.07.2019 13:48 Anton 1

Wenn ein PKW selbst ohne Fahrer fährt und selbst das Vergnügen vom Fahren hat... Warum sollte ich für so einen PKW zahlen? Zahlen sollte, der Vergnügen hat.