Carlos Ghosn, Renault-Nissan-Chef, gestikuliert bei einem Interview.
Tiefer Fall für Carlos Ghosn: Er wurde inzwischen als Renault-Nissan-Chef entlassen. Bildrechte: dpa

Japan Auto-Manager Ghosn bleibt vorerst in Haft

Juristisches Tauziehen um den ehemaligen Topmanager von Renault-Mitsubishi-Nissan, Carlos Ghosn: Ein Gericht ordnete die Freilassung gegen eine Millionen-Kaution an. Doch die Staatsanwaltschaft legte umgehend Widerspruch ein. Ghosn werden in Japan unter anderem Verstöße gegen Börsenauflagen vorgeworfen.

Carlos Ghosn, Renault-Nissan-Chef, gestikuliert bei einem Interview.
Tiefer Fall für Carlos Ghosn: Er wurde inzwischen als Renault-Nissan-Chef entlassen. Bildrechte: dpa

Der in Japan inhaftierte Automanager Carlos Ghosn darf die Untersuchungshaft vorerst doch nicht verlassen. Wie das zuständige Gericht mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen eine Freilassung auf Kaution eingelegt.

Zuvor hatte ein Bezirksgericht in Tokio nach drei Monaten Untersuchungshaft einer Entlassung gegen eine Kaution von einer Milliarde Yen zugestimmt. Das sind umgerechnet knapp acht Millionen Euro.

Der 64-jährige Ghosn war am 19. November in Tokio wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und später angeklagt worden. Zudem soll er laut Staatsanwaltschaft private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Ghosn bestreitet die Vorwürfe. Einen Termin für einen Prozess gibt es bislang nicht.

Allianz aus Renault, Mitsubishi und Nissan

Ghosn hatte Nissan vor der Pleite gerettet und zusammen mit Renault und Mitsubishi eine mächtige internationale Autoallianz geschmiedet. Die Japaner hatten ihn kurz nach der Verhaftung gefeuert. Bei Renault trat Ghosn später zurück. Auch der französische Konzern leitete Untersuchungen zu möglichen Unregelmäßigkeiten ein.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. März 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2019, 07:25 Uhr

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