Xi Jinping, Präsident von China, spricht während der Eröffnungsfeier des zweiten Belt and Road Forum for International Cooperation (BRF).
Chinas Präsident Xi Jinping bei der Eröffnung der internationalen Konferenz in Peking. Bildrechte: dpa

Internationale Konferenz in Peking China verspricht Transparenz bei Seidenstraße

Null Toleranz für Korruption, ökologisch nachhaltig und Wachstumschancen für alle Beteiligten - zum Auftakt einer internationalen Konferenz hat Chinas Präsident Xi Jinping für die "Neue Seidenstraße" geworben. Bundeswirtschaftsminister Altmaier appellierte indes an die EU-Staaten, geschlossen aufzutreten.

Xi Jinping, Präsident von China, spricht während der Eröffnungsfeier des zweiten Belt and Road Forum for International Cooperation (BRF).
Chinas Präsident Xi Jinping bei der Eröffnung der internationalen Konferenz in Peking. Bildrechte: dpa

Chinas Präsident Xi Jinping hat mehr Offenheit beim umstrittenen Großprojekt einer neuen Seidenstraße versprochen. Zum Auftakt einer Konferenz mit Vertretern aus mehr als 100 Ländern sagte Xi in Peking, alles werde auf transparente Weise getan, bei Korruption werde es null Toleranz geben. Zudem versprach Xi, das Projekt werde Wachstumschancen für alle Beteiligten bieten und müsse ökologisch nachhaltig sein.

Mit seiner 2013 verkündeten Initiative will China neue Handelswege nach Europa, Afrika, Lateinamerika und in Asien bauen. Dabei geht es um Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienenwege, Häfen und andere Infrastrukturprojekte. Mit der neuen Seidenstraße knüpft die Volksrepublik an die historischen Routen zwischen Mittelmeerraum und Ostasien. Kritiker fürchten aber, dass insbesondere finanziell verwundbare Länder in eine Schuldenfalle und wachsende Abhängigkeit von China geraten könnten.

Neue Seidenstraße
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Altmaier: EU soll geschlossen auftreten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der für die Bundesregierung zu der Konferenz nach Peking gereist war, forderte faire Wettbewerbsbedingungen auf beiden Seiten der Seidenstraße. Das Projekt müsse eine "wirtschaftspolitische Initiative zum Wohle aller" werden, sagte er.

Um europäischen Unternehmen vergleichbare Rechte in China einzuräumen, appellierte Altmaier zudem an die EU-Staaten, geschlossen aufzutreten. Er koordiniere seine Position sehr eng mit Regierungsvertretern Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens sowie mit der EU-Kommission.

Wir wollen als die großen Mitgliedstaaten mit einer Stimme sprechen.

Peter Altmaier Bundeswirtschaftsminister

Dagegen kritisierte der CDU-Politiker Italien, das sich als bislang einziges Land der sieben großen Industrienationen (G7) dem chinesischen Projekt angeschlossen hat. Das sei "nicht der optimale Weg", sagte Altmaier.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. April 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 11:45 Uhr