Fluggast-Rechte EuGH urteilt über Passagierrechte bei Flugverspätungen

Müssen europäische Fluggesellschaften Entschädigungen für Verspätungen zahlen, wenn sich der mitgebuchte Anschlussflug außerhalb der EU und von einer Nicht-EU-Airline verspätet? Damit befasst sich am Donnerstag der Europäische Gerichtshof.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) fällt am Donnerstagvormittag ein Urteil über das Recht auf Entschädigungen für Flugpassagiere. Dabei geht es um Verspätungen bei Langstreckenflügen, die durch Anschlussflüge außerhalb der Europäischen Union verursacht werden.

Fluggäste einer tschechischen Airline klagten

Im konkreten Fall hatten die Kläger eine Reise bei einer tschechischen Fluggesellschaft gebucht. Sie sollte von Prag zunächst nach Abu Dhabi und mit einem Anschlussflug schließlich nach Bangkok führen. Während die erste Teilstrecke pünktlich zu Ende ging, endete der Anschlussflug einer anderen, nicht in der EU ansässigen Fluggesellschaft mit mehr als drei Stunden Verspätung. Einige Passagiere verklagten deshalb die tschechische Airline.

Die EU-Fluggastrechteverordnung sagt Fluggästen in der EU bei Verspätung von mehr als drei Stunden eine finanzielle Entschädigung zu. Das gilt grundsätzlich für alle Flüge, die in der EU starten, auch wenn sie in ein Nicht-EU-Land führen oder von einer nicht in der EU ansässigen Airline ausgeführt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 07:09 Uhr