zwei Flugzeuge in der Luft
2015 feierten Boeing und Garuda noch die Bestellung zweier Flugzeugtypen mit dieser Visualisierung. Bildrechte: dpa

Nach zwei Abstürzen Indonesien storniert Großauftrag für Boeing 737 Max

Die staatliche indonesische Fluggesellschaft Garuda hat den Kauf von 49 Exemplaren der Boeing 737 Max rückgängig gemacht. Das Unternehmen begründete den Schritt mit verlorengegangenem Vertrauen.

zwei Flugzeuge in der Luft
2015 feierten Boeing und Garuda noch die Bestellung zweier Flugzeugtypen mit dieser Visualisierung. Bildrechte: dpa

Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda hat eine Bestellung über 49 Passagiermaschinen des Typs Boeing 737 Max rückgängig gemacht. Die Airline begründete den Schritt damit, dass nach den Abstürzen zweier Maschinen des Typs das Vertrauen in das Flugzeug verloren gegangen sei. Eine der abgestürzten Maschinen gehörte der indonesischen Billigfluglinie Lion Air.

Milliarden-Auftrag

Garuda ist die größte Fluggesellschaft des südostasiatischen Landes. Der Wert der stornierten Bestellung liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro. Bislang hat Garuda nur eine einzige solche Maschine des US-Konzerns Boeing in ihrer Flotte. Vermutet wird, dass das Flugzeug nun verkauft oder zurückgegeben wird.

Den Flugzeuganbieter will Garuda aber offenbar nicht wechseln. Laut Unternehmensangaben will man auf die Anschaffung eines anderen Boeing-Modells umschwenken.

Flugschreiber-Daten werden noch ausgewertet

Viele Fluggesellschaften weltweit lassen die Boeing 737 Max inzwischen sicherheitshalber am Boden. Die Boeing 737 Max 8 des Konkurrenten Lion Air war am 29. Oktober kurz nach dem Start in Indonesiens Hauptstadt Jakarta ins Meer gestürzt. Alle 189 Insassen kamen ums Leben.

Beim Absturz einer baugleichen Maschine in Äthiopien starben Anfang März 157 Menschen. Eine erste Auswertung der Flugschreiber beider Maschinen ergab, dass sich die jeweiligen Absturzursachen sehr ähneln. Die Auswertung dauert an.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. März 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2019, 08:49 Uhr

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