Junge auf ausgetrocknetem Boden
Von Wetterextremen wie langanhaltender Dürre geht laut Weltwirtschaftsforum ein besonders hohes Risiko für die Welt aus. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Studie Weltwirtschaftsforum: Große Gefahren durch Wetterextreme

Die größten Risiken für die Welt sind aus Sicht von Experten nicht Kriege und geopolitische Spannungen, sondern Wetterextreme und Naturkatastrophen. Statt die Risiken gemeinsam zu bekämpfen, nehme die Spaltung weiter zu.

Junge auf ausgetrocknetem Boden
Von Wetterextremen wie langanhaltender Dürre geht laut Weltwirtschaftsforum ein besonders hohes Risiko für die Welt aus. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Wetterextreme sind die größten Risiken weltweit. Das geht aus dem "Global Risk Report" des Weltwirtschaftsforums hervor. Danach belegen Wetterextreme bei den wahrscheinlichsten Gefahren Position 1, gefolgt vom Versagen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel sowie Naturkatastophen. Es ist das erste Mal, dass in dem jährlich erscheinenden Report Umweltprobleme als die drei drängendsten Herausforderungen genannt werden.

In dem Bericht heißt es: "Von allen Risiken ist es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt."

Spaltung nimmt zu

Zu den größten Bedrohungen zählen dem Weltwirtschaftsforum zufolge auch Datenbetrug und Datenraub sowie Cyberattacken. In ihrem Bericht warnen die Autoren aber auch vor den Folgen der aktuellen Handelskonflikte, etwa zwischen den USA und China oder zwischen den USA und der EU. Geopolitische und weltwirtschaftliche Spannungen machten es schwieriger, gemeinsame Fortschritte bei anderen globalen Herausforderungen zu erreichen.

Als die Gefahr mit den größten Auswirkungen stuft das Weltwirtschaftsforum wie in den Vorjahren Massenvernichtungswaffen ein. Darauf folgen das Versagen beim Klimaschutz, Wetterextreme, Wasserkrisen und Naturkatastophen.

Das Weltwirtschaftsforum erklärte, der Bedarf für eine Zusammenarbeit beim Kampf gegen die globalen Probleme sei so groß wie nie zuvor. Die globalen Risiken nähmen zu, der kollektive Wille, sie zu bekämpfen, schwäche sich aber ab. Stattdessen werde die Spaltung größer.

Forum in Davos kommende Woche

Die Organisation versteht ihre Studie als eine Art Leitfaden für die zentralen Fragen des Jahres. Der Report wird immer gut eine Woche vor Beginn des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos vorgestellt. Dort diskutieren in diesem Jahr mehr als 3.000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft über "Globalisierung 4.0".

Erwartet werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brasiliens neuer Staatschef Jair Bolsonaro. US-Präsident Donald Trump hat seinen Besuch wegen des Haushaltsstreits in den USA abgesagt. Der französische Präsident Emmanuel Macron kommt wegen der anhaltenden Proteste der "Gelbwesten" nicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Januar 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2019, 12:01 Uhr

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22 Kommentare

18.01.2019 13:43 Denkschnecke 22

Liebe Redaktion, ich habe noch gar nicht den oben verlinkten Faktencheck zur globalen Durchschnittstemperatur gelobt. Das sei hiermit nachgeholt: Da sind wirklich mal einige Methoden der Klimaforschung kompakt, aber anschaulich dargestellt. Das sollten einige Diskutanden sich mal in einer stillen Stunde aufmerksam durchlesen.

18.01.2019 13:37 Denkschnecke 21

@20: "Ach tatsächlich ist "vermutlich" ein wissenschaftlich belegbarer Beweis:-))))))))))))))))))))))))))))"
Naturwissenschaft kann nie beweisen, immer nur sagen, was am plausibelsten ist. Aber manche Leute verlangen auch von ihrem Hausarzt, wenn der ihnen einen Body-Mass-Index von 36 diagnostiziert, "wissenschaftliche Beweise", dass das ihr Risiko für Herzinfarkt beeinflusst. Und beschweren sich dann, dass diese ganzen Zahlen keiner verstehen kann. Und mit dem geistigen Horizont bis zum eigenen Gartenzaun kann man auch nicht feststellen, ob wegen Schnee im Garten der Klimawandel ausfällt. Warum tu ich das an, mit Menschen, die den Unterschied zwischen wissenschaftlichen Publikationen und Focus Online nicht begreifen, hochkomplexe naturwissenschaftliche Prozesse zu diskutieren?

18.01.2019 10:28 Ekkehard Kohfeld 20

@Jakob 18 in diesem Jahrhundert vermutlich um zwei bis vier Grad Celsius ##

Ach tatsächlich ist "vermutlich" ein wissenschaftlich belegbarer Beweis:-))))))))))))))))))))))))))))Aua mein Zwerchfell
mit Vermutungen will man was beweisen???????
Wissen sie hätte der Fuchs nicht geschissen hätte er den Hasen gefangen,ich roll mich untern Teppich mit Lachkrämpfen ich frage mich ständig wie naiv können erwachsene Menschen sein,hier in den Foren wird man immer wieder überrascht.

Ach übrigens das wird vermutlich nicht so hoch steigen die BK schaltet das bei 1,5 Grad ab.:-))))))))))

18.01.2019 10:16 Ekkehard Kohfeld 19

@ Jakob 18 die überwältigende Mehrheit von Klimaforscherinnen und Wissenschaftlern ist sicher, dass die globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert vermutlich um zwei bis vier Grad Celsius steigen wird (Climate Change 2013: IPCC, 2016).##

Bemühen sie sich nicht weiter das streit ja niemand ab,das ist ein ganz normaler Vorgang das hat es in der Geschichte der Erde immer gegeben,also was wollen sie?
##
Die alternativen, aber um so falscheren Fakten, die Sie hier so fleißig verbreiten, Ekkehart, ändern daran (leider) nichts.##
Ach wollen sie sagen das der SPIEGEL ONLINE unseriös und Lügenpresse ist oder tausend von Wissenschaftlern,
den diese Thesen habe ich nicht aufgestellt.

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18.01.2019 08:23 Jakob 18

Werter Ekkehart,

die überwältigende Mehrheit von Klimaforscherinnen und Wissenschaftlern ist sicher, dass die globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert vermutlich um zwei bis vier Grad Celsius steigen wird (Climate Change 2013: IPCC, 2016).

Es gibt zudem unzählige Belege dafür, dass die Verbrennung von Kohle und Erdöl zu dem rasanten, andauernden Anstieg geführt haben, den Forscher heute verzeichnen (siehe etwa Nature Geoscience: Le Quéré et al., 2009 & PNAS: Josep Canadell et al., 2007 & NOAA Earth System Research Laboratory).

Die alternativen, aber um so falscheren Fakten, die Sie hier so fleißig verbreiten, Ekkehart, ändern daran (leider) nichts.

17.01.2019 16:36 Denkschnecke 17

@13 Was wollen Sie denn jetzt noch mit dem Feinstaub?
Und was ist denn jetzt? Leugnen Sie den Klimawandel, wie Sie unter 11 behauptet haben? (Dann spart Ihre Heizungsrechnung null CO2 ein.) Oder "streitet ihn niemand ab", wie Sie unter 8 behaupten? Das ist lustig, wenn sich Leute als absolute Laien rausreden und gleichzeitig wissenschaftliche Studien heranziehen, deren Gehalt sie nicht ansatzweise beurteilen können.

Um mal auf den Artikel zurückzukommen: Das Weltwirtschaftsforum sieht den Klimaschutz (also menschliche Maßnahmen, um den Klimawandel nicht zu befördern) als eines der drängendsten Wirtschaftsprobleme, im Gegensatz zu einigen Schlaubergern hier.

17.01.2019 16:29 Denkschnecke 16

@Ekkehard Kohfeld 14: "In nicht einem Kommentar haben sie auch nur ein Datenquelle genannt."
Doch. MDR 3.12.2018 "Bundestag debattiert über Einhaltung der Klimaziele": Da habe ich Ihnen das Umweltbundesamt genannt auf Ihre Frage, welchen Anteil Heizung an der CO2-Erzeugung in Deutschland hat. => Heizung + Strom. Meinen Hinweis auf de.statista.com bei einem anderen Artikel im Dezember finde ich nicht mehr. Mit Suche: CO2-Emissionen + Stromproduktion können Sie subtrahieren, wieviel CO2 allein für Heizung erzeugt wird. Wenn Sie jetzt die Charakteristik Ihrer Heizung kennen (ich kenne die nicht), können Sie vielleicht überschlagen, wieviel kW Sie bei einer 1,5°C geringeren Außentemperatur sparen und das in CO2-Äquivalente umrechnen.
Herr Kohfeld, ich bin Naturwissenschaftler, aber kein Spezialist für Energieerzeugung. Für weitere Rechercheaufträge schicken Sie mir bitte eine Rechnungsadresse. Wir machen dann einen Beratervertrag zum üblichen Satz.

17.01.2019 15:18 Fragender Rentner 15

Wie brachten sie heute Mittag bei ARD/ZDF, dass sie noch mehr an den Pflanzen rumbasteln um sie resistenter zu machen, weil sie erwarten dass die Weltbevölkerung um das Doppelte wachsen wird.

Ob dies die Erde vertragen kann?

17.01.2019 14:42 Ekkehard Kohfeld 14

@ Denkschnecke 12 Die Datenquellen habe ich Ihnen genannt, es ist nicht mehr als Punkt- und Strichrechnung.##

Noch mal so eine Frage wissen sie überhaupt was sie selber schreiben???
In nicht einem Kommentar haben sie auch nur ein Datenquelle genannt.

17.01.2019 14:28 Ekkehard Kohfeld 13

@Denkschnecke 12 Eine Leseschwäche habe ich nicht. Ich frage mich nur, warum Sie anderen Leuten die Rechenarbeit aufhalsen wollen für etwas,##

Ich will das nicht rechnen dafür haben wir doch solche Experten wie sie,sie machen das doch mit Links.

##was offenbar nur Sie interessiert.

Ach niemand interessiert der CO2 oder Feinstaubausstoß oder was eingespart wurde,das ist mir ja ganz neu in welcher Märchenwelt leben sie den?