Autoindustrie PSA und Fiat Chrysler beschließen Fusion

Der Opel-Mutterkonzern PSA hat grünes Licht für die geplante Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler gegeben. Das Unternehmer will der viertgrößte Autobauer der Welt werden.

Auto-Produktion bei Opel in Eisenach
Der Opel-Mutterkonzern PSA hat grünes Licht für die geplante Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler gegeben. Bildrechte: imago/Bild13

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler ihre Fusion beschlossen. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Bereits Ende Oktober hatten sich die Unternehmen auf offizielle Fusionsgespräche verständigt und damit Wirbel in der Branche ausgelöst. Der Zusammenschluss muss noch von Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Milliardeninvestitionen in E-Mobilität

Hintergrund für die Fusion ist, dass die Autobauer Milliarden in autonome Autos und Elektromobilität investieren müssen. Fiat Chrysler hat Probleme, weil der Hersteller unter der Führung des verstorbenen Sergio Marchionne auf große Investitionen in Elektroantriebe verzichtet hatte. Derzeit ist der Konzern vor allem mit den großen Spritschluckern der Marken Jeep und Ram in den USA erfolgreich.

Viertgrößter Autohersteller der Welt

Der neue Konzern will nach eigenen Angeben 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr absetzen und käme auf einen Jahresumsatz von knapp 170 Milliarden Euro. Damit wären nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund größer als der neue Auto-Gigant. Vorstandsvorsitzender des neuen Unternehmens wird PSA-Chef Carlos Tavares.

PSA führt neben Opel die Marken Peugeot, DS und Citroën. Fiat Chrysler umfasst die Marken Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia oder Maserati. Opel gehört seit gut zwei Jahren zu PSA und wird auf Effizienz und Gewinne getrimmt.

Zu Standortschließungen werde die Fusion, mit der Spareffekte von 3,7 Milliarden Euro erzielt werden sollen, nicht führen, versicherten die Unternehmen. Welche Auswirkungen die Fusion auf das Opelwerk Eisenach haben könnte, ist derzeit nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Dezember 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2019, 08:52 Uhr

4 Kommentare

Norbert 56 NRW vor 5 Wochen

Na mit wem hat Chrysler noch nicht fusioniert ? Und für fast alle war das immer ein Minus Geschäft...mindere Qualität und eine kaum überschaubare Modellvielfalt inklusive...

Peter vor 5 Wochen

"MIlliardeninvestitionen in die E-Mobilität"
Da wollten uns einige Herrschaften doch tatsächlich weismachen, dieses "Teufelszeug" würden nur die rotgrünen "Greta-Jünger" in Deutschland einführen.
Und dann sollte damit auch noch die Deindustrialisierung Deutschlands vollendet werden.
Was stimmt denn nun? Sind angesichts des weltweiten Übergangs zur E-Mobilität die Befürworter oder die Gegner auf dem richtigen Weg?

Norbert 56 NRW vor 5 Wochen

Sie haben nicht wirklich Ahnung von der Autoindustrie und den Zusammenhängen oder ???