Sonderzölle Teilabkommen zwischen USA und China im Handelsstreit

China und die USA haben erste Einigungen in ihrem Handelstreit errungen. Seit über einem Jahr hatten sich die beiden Staaten in ihrem Handelskonflikt gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen.

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Treffen mit Chinas Vizepräsidenten Liu He eine Teileinigung im Handelsstreit verkündet. Auch China sprach von "substanziellen Fortschritten". Mit der Teileinigung sei "Phase eins" eines Handelsabkommens abgeschlossen.

Streitpunkt Huawei kommt noch

Unter anderem seien Fortschritte in den Bereichen Landwirtschaft, Schutz des geistigen Eigentums, Finanzdienstleistungen, Wechselkurse und Technologietransfers erzielt worden. Konkret habe beispielsweise China zugesagt, Agrargüter im Wert von 40 bis 50 Milliarden Dollar zu kaufen, erklärte Trump.

Mit der Teileinigung seien auch die geplanten Erhöhungen der Sonderzölle für chinesische Importgüter vom Tisch. Weitere Streitpunkte müssten allerdings in einer zweiten und womöglich dritten Phase geklärt werden, erklärte Trump. Dann solle auch über den chinesischen Telekomausrüster Huawei gesprochen werden. Das Unternehmen steht auf einer schwarzen Liste der USA.

Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt überziehen sich seit mehr als einem Jahr mit gegenseitigen Sonderzöllen. Die Folgen des Handelsstreits hatten auch deutsche Exporteure deutlich zu spüren bekommen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Oktober 2019 | 00:00 Uhr