Ein Containerschiff verlässt die Werft in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong.
Der Streit zwischen den USA und China hat massiven Einfluss auf den Warentransport zwischen beiden Ländern. Bildrechte: dpa

Handelsstreit Trump verschiebt Strafzölle für China

Die USA wollen die Strafzölle für chinesische Produkte verschieben. US-Präsident Donald Trump kündigte dies auf Twitter an. Demnach sollen die Zahlungen nicht bereits Anfang, sondern erst Mitte Oktober erhoben werden.

Ein Containerschiff verlässt die Werft in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong.
Der Streit zwischen den USA und China hat massiven Einfluss auf den Warentransport zwischen beiden Ländern. Bildrechte: dpa

Grund für die Verschiebung der Strafzölle ist laut US-Präsident Trump eine Bitte des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He. Außerdem feiere die Volksrepublik am 1. Oktober ihr 70-jähriges Bestehen. Deshalb sei vereinbart worden, die Anhebung der Zölle vom 1. auf den 15. Oktober zu verschieben. Trump nannte dies auf Twitter eine "Geste des guten Willens".

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump erklärt eine Verschiebung der Strafzölle für chinesische Produkte. Bildrechte: dpa

Der US-Präsident reagierte mit der Verschiebung auf ein Signal der Entspannung, das zuvor China ausgesendet hatte. Die Volksrepublik hatte eine Liste mit US-Produkten vorgelegt, die von den Zahlungen ausgenommen sind. Darauf fanden sich neben Medikamenten und medizinischer Ausrüstung auch Chemikalien. China hatte weitere Ausnahmen angekündigt.

Trump hatte den Schritt begrüßt. Er sprach von einer respektvollen Geste.

Sie haben das Richtige getan. Es war eine Geste.

Donald Trump US-Präsident

Nur Stunden später folgte sein entgegenkommender Tweet.

Bereits seit Längerem gibt es Strafzölle für Importe aus China in die USA. Produkte im Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar sind bisher mit 25 Prozent belegt. Ab Mitte Oktober soll dies nun auf 30 Prozent steigen.

Auslöser dafür war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken. Außerdem kritisiert er die Verletzung von Urheberrechten, den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen und staatliche Subventionen.

Ende August hatte sich der Handelskonflikt noch einmal zugespitzt. Erst hatte Chinas Regierung neue Strafzölle auf US-Einfuhren angekündigt. Daraufhin erklärte Trump, sämtliche Zölle auf Importe aus China um jeweils fünf Prozentpunkte anzuheben.

Der Handelsstreit führt in beiden Ländern dazu, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt hat. Der Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und die Weltkonjunktur ist ebenfalls spürbar.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. September 2019 | 02:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2019, 07:50 Uhr

1 Kommentar

kennemich vor 7 Tagen

Macht er jetzt nur wieder?

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