:Wendelin Goebel, Bram Schot, Rupert Stadler und Alexander Seitz
Vertriebs- und Marketingchef Bram Schot (li.) übernimmt an der Audi-Spitze zunächst vorübergehend von Rupert Stadler (re.). Bildrechte: IMAGO

Audi Stadler beurlaubt - Schot übernimmt Vorstandsvorsitz

Nach der Festnahme des Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler wurde ein kommissarischer Chef benannt: Der Niederländer Bram Schot übernimmt von Stadler, der um seine Beurlaubung gebeten hatte.

:Wendelin Goebel, Bram Schot, Rupert Stadler und Alexander Seitz
Vertriebs- und Marketingchef Bram Schot (li.) übernimmt an der Audi-Spitze zunächst vorübergehend von Rupert Stadler (re.). Bildrechte: IMAGO

Der niederländische Vertriebs-Chef Bram Schot übernimmt bei Audi kommissarisch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden. Das teilte das Ingolstädter Unternehmen mit. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler sei demnach beurlaubt worden. Nachdem Stadler am Montag verhaftet worden war, habe Stadler darum gebeten, von seinen Aufgaben bei Audi und beim Mutterkonzern Volkswagen entbunden zu werden. Die Beurlaubung sei vorübergehend - bis der Sachverhalt, der zur Verhaftung Stadler geführt habe, geklärt sei.

Festnahme wegen Verdunklungsgefahr

Rupert Stadler befindet sich bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft München hatte den Manager im Zuge der Ermittlungen im Abgasskandal festnehmen lassen, da bei Stadler Verdunklungsgefahr bestehe. Das teilte die Behörde am Tag der Festnahme mit. Stadler und einem weiteren Audi-Manager wird Betrug und Falschbeurkundung vorgeworfen. Die beiden hätten Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung in Europa in den Verkehr gebracht.

Der Audi-Betriebsrat hat die Personalentscheidungen in einer ersten Reaktion begrüßt. Der Betriebsratschef und stellvertretende Audi-Aufsichtsratschef Peter Mosch sagte: "Unsere Belegschaft und unser Markenimage dürfen nicht weiter unter der belastenden Situation leiden."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Juni 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2018, 15:07 Uhr

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2 Kommentare

19.06.2018 16:51 Peter 2

@1: Die Absatzzahlen bei VW und Audi erreichten Rekordwerte.
Wo bekommen die Konzerne bloß ihre Teile her, wenn es, wie Sie behaupten, den Zulieferern so schlecht geht?

19.06.2018 15:09 optinator 1

Als Mitarbeiter bei einem Zulieferer für VW / AUDI usw. brechen die ersten Aufträge weg bzw. erfolgen vorerst keine Abrufe.

Somit weniger Arbeit, wieder Existenzängste usw.

DANKE - das ist für dem Normalverbraucher und Steuerzahler in D schon zunehmend eine Gewohnheitssache.

Was soll man hier sonst sagen.