Ein 5G-Mast von Vodafone steht an der Overbeckstraße in Dresden.
Deutschland ist immer noch mit Funklöchern übersät. Bildrechte: Tino Plunert

Digitalisierung Bitkom veröffentlicht interaktive Karte zu Funklöchern

Der Digitalverband Bitkom will deutlich machen, woran die schlechte Funkversorgung in Deutschland seiner Ansicht nach liegt. Dafür hat Bitkom nun eine interaktive Karte veröffentlicht, welche die Problemstandorte zeigt.

Ein 5G-Mast von Vodafone steht an der Overbeckstraße in Dresden.
Deutschland ist immer noch mit Funklöchern übersät. Bildrechte: Tino Plunert

Der Digitalverband Bitkom will den Ausbau des Mobilfunknetzes mit einer interaktiven Karte beschleunigen und für mehr Transparenz bei den Problemen sorgen. Die Karte zeigt laut Bitkom mehr als 1.200 Problemstandorte mit Informationen zum Ort, dem Grund und der Dauer einer Verzögerung.

Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagte: "Behördliche Verfahren oder fehlende Standorte für den Bau von Mobilfunkanlagen führen allzu oft dazu, dass Funklöcher nicht geschlossen werden können." Die größten Hemmnisse lägen in einer schleppenden Standortabstimmung, in aufwendigen Bauanträgen sowie langwierigen Genehmigungsverfahren etwa aus Gründen des Bau- und Naturschutzes oder des Denkmalschutzes.

Jahrelange Verfahren

Bereits bei der Standortsuche sei es oft sehr aufwendig, Eigentümer zu finden, die ihr Gelände oder Gebäude für den Bau eines Funkmastes bereitstellen würden, so Rohleder. An mehr als 537 Orten fehlten den Netzbetreibern passende Grundstücke oder Gebäude.

285 Ausbauvorhaben verzögerten sich durch eine schleppende Standortabstimmung. Aufwendig sei dabei oft die Erschließung der Infrastruktur. So müssten die Standorte auch mit Energie versorgt werden. Erst dann könne ein Bauantrag gestellt werden. Schließlich bremsten in weiteren 374 Fällen langwierige Genehmigungsverfahren den Ausbau. Hier gebe es Durchlaufzeiten von teils mehr als drei Jahren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. November 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. November 2019, 13:42 Uhr

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