Autos fahren am 13.05.2014 bei Stuttgart (Baden-Württemberg) auf der Autobahn A8 unter einer Brücke mit dem Bosch-Logo entlang.
Bosch lieferte die Motorensteuerung, mit deren Software VW bei Abgastests betrog. Bildrechte: dpa

Dieselskandal Bosch muss 90 Millionen Euro Strafe zahlen

Der Autozulieferer muss wie VW, Audi und Porsche ein Bußgeld wegen des Dieselskandals zahlen. Es fällt wesentlich geringer aus als bei den Autobauern.

Autos fahren am 13.05.2014 bei Stuttgart (Baden-Württemberg) auf der Autobahn A8 unter einer Brücke mit dem Bosch-Logo entlang.
Bosch lieferte die Motorensteuerung, mit deren Software VW bei Abgastests betrog. Bildrechte: dpa

Bosch muss im Zuge des Dieselskandals ein Bußgeld in Höhe von 90 Millionen Euro zahlen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit, die die Strafe verhängt hat.

Ordnungswidrigkeit und Gewinnabschöpfung

Die Geldstrafe fällt deutlich niedriger aus als bei Volkswagen sowie den Töchtern Audi und Porsche, die zusammen Bußgelder von mehr als zwei Milliarden Euro zahlen mussten.

Die Summe für Bosch setzt sich zusammen aus der Ahndung der Ordnungswidrigkeit (zwei Millionen Euro) und einer Gewinnabschöpfung (88 Millionen Euro). Vor allem letztere fiel bei den Autobauern deutlich höher aus.

Staatsanwälte sehen Hauptschuld bei Autobauern

Bosch hatte den Autobauern die Motorsteuerung geliefert, mit deren Software die Ergebnisse von Abgastests manipuliert wurden. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Initiative für die Integration und Ausgestaltung der Betrugsvorrichtung jeweils von Mitarbeitern der Automobilhersteller ausging. Die Ermittlungen gegen Bosch-Mitarbeiter gehen aber dennoch weiter.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Mai 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2019, 12:04 Uhr

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1 Kommentar

23.05.2019 15:39 Ludwig 1

Hilfe! So viele Unternehmen, die hier üppige Bußgelder zu zahlen haben - da kommen etliche Milliarden Euro zusammen. Was macht der Staat mit diesen Geldern? Wenigstens etwas davon an die Geschädigten zurückzugeben, darüber wird wohl eher nicht nachgedacht? Wer kann helfen?