Umweltprämie Bund verlängert Kaufprämie für E-Autos bis 2020

Die Bundesregierung will die Umweltprämie zum Kauf von Elektro- und Hybridautos verlängern. Eigentlich wäre sie zum 1. Juni ausgelaufen, nun soll sie bis Ende 2020 verlängert werden. Die Nachfrage ist allerdings gering.

Die Bundesregierung verlängert die Kaufprämie für Elektroautos bis Ende 2020 - eine Erhöhung des sogenannten Umweltbonus ist dabei aber vorerst nicht vorgesehen. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Freitag in Berlin.

Die staatliche Prämie habe sich "in der Praxis bewährt", sagte Altmaier. Die Zahl der Anträge steige stetig an, "zwar langsamer als wir das erhofft hatten, aber umso wichtiger ist es, Kontinuität bei der Förderung zu gewährleisten".

Altmaier forderte die Autoindustrie auf, ihre Anstrengungen beim Ausbau der Elektromobilität zu verstärken. "Die Anzahl der E-Modelle, die im Markt verfügbar sind, wächst, aber hier ist die Industrie gefragt, noch bessere Angebote zu machen."

Prämie im Osten kaum nachgefragt

Die Prämie sollte eigentlich Ende Juni auslaufen. Der sogenannte Umweltbonus war vor drei Jahren eingeführt worden, hat die Erwartungen bisher jedoch nicht erfüllt. Für reine Batterieautos gibt es nach dem Programm 4.000 Euro, für Hybridautos 3.000 Euro Zuschuss. Im Topf liegen insgesamt 1,2 Milliarden Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und der Autoindustrie.

Die Prämie gilt dabei für Autos, deren Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro liegt. Die Kaufprämie können Verbraucher, aber auch Unternehmen, kommunale Betriebe oder Vereine, wie bislang auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragen. Voraussetzung ist der Kauf eines neuen Elektroautos.

Recherchen von MDR AKTUELL haben allerdings ergeben, dass die Prämie in Ostdeutschland kaum abgerufen wird. Grund dafür ist laut sächsischem Verkehrsministerium das niedrige Durschnittseinkommen im Osten. Deshalb würden hier generell weniger Neuwagen gekauft. Laut ADAC fehlt es im Osten aber auch an öffentlichen Ladestationen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Mai 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2019, 11:38 Uhr

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27 Kommentare

02.06.2019 11:12 GRUEN UNSERE ZUKUNFT 27

seit gestern toller Sonnenschein ideal für Solarzellen auf Dächern und Wegbeleuchtung. Powerback hat die auch und die Karossen künftiger Autos dafür zu nutzen wär super wenn ... dadurch die Versicherungsprämien bezahlbar bleiben, den tägliche Chrash inklusive Gaffer sind Alltag

02.06.2019 11:00 frank d 26

Da werden Erinnerungen wach, die Abwrackprämie
war doch ähnlich, sicher um in 5-6 Jahren hier zu lesen das E Autos ganz schlimm sind und die Umweltschäden nur verlagert wurden. Ich biete dem MDR eine Wette an.

[Lieber frank d, wir lehnen dankend ab, da wir bei unseren Berichten wertfrei und neutral sind und bleiben. Herzliche Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

01.06.2019 09:05 Mediator an Sabrina (20) 25

Ohne Verschwörungstheorie geht es wohl bei Leuten wie ihnen nicht ab. Ich erinnere mich da an einige andere Beiträge:

Was für ein fieser Staat, der über Jahrzehnte Diesel steuerlich begünstigt und dies weiter tut. Und jetzt wo der letzte Depp bei seinem Diesel Nr. 5 angelangt ist macht der Staat was? Genau eigentlich bis auf ein paar Einfahrverbote für alte Diesel NICHTS. Keine Drückerkolone erscheint und zwingt einem ein E-Auto auf usw.

Ansonsten kann man immer klugscheißen, was angeblich nicht tauglich ist. Wenn man keine Fachkompetenz auf einem Gebiet mehr besitzt ist es zu spät um seine angeblich so viel bessere Technik einzuführen.

Womit man E-Autos letztendlich versorgt ist völlig offen. Große Batterien sind da sicher nicht der Weisheit letzter Schluss aber aktuell eben der Standard. Schauen sie sich einfach einmal die Technikentwicklung auf anderen Gebieten an und sie werden sehen, dass man ein Computer heute auch kleiner sind als vor 50 Jahren.

01.06.2019 07:58 Gerd Müller 24

SPIELVERDERBER gab es immer und wird es wohl immer geben oder bist Shaun - wir wollen nicht immer sofort Lesen und Hören was wir schon Wissen # 16 und nicht zu ändern ist

01.06.2019 00:21 Querdenker 23

@Mediator 17

Zitat: „Vielleicht fangen wir erst einmal damit an im Sektor der E-Mobilität nicht völlig den Anschluss zu verpassen ...“

Elektroautos ohne „Solar-Karosserie“ ist im Prinzip schon jetzt veraltete Technik, die zudem noch die Umwelt völlig unnötig belastet.

siehe „Solarautos aus China: Hanergy zeigt 4 Prototypen“ (2016)

siehe „Hyundai und Kia Solardächer liefern Strom fürs Auto“ (2018)

Und wenn der Staatskapitalismus China, das Zepter dabei in die Hand nimmt, dann können deutsche Hersteller schnell ins Hintertreffen geraten.

Indirekte Dreckschleudern (wegen dem Strommix) werden das Klima nicht retten. Es wäre nur ein weiteres Konjunkturprogramm der Autoindustrie.

Die „Solar-Karosserie“ ist keine komplizierte Technik und auch relativ preiswert, wie Sono Motors mit dem Sion zeigt (siehe mein Beitrag 15).

31.05.2019 23:53 Querdenker 22

@Mediator 17

Ich habe extra in meinem Beitrag 15 erwähnt, dass die meisten Autos in dem Export gehen. China wurde da nicht nur zufällig genannt (siehe „fokus Elektroautos China knackt die Millionen-Grenze“).

siehe „bpb EU – USA – China: Energiemix“
Zitat: „Hingegen deckt China deutlich mehr als vier Fünftel der eigenen Primärenergie-Versorgung mit nur zwei Energieträgern ab: Kohle (2016: 64,8 Prozent) und Öl (18,4 Prozent). 51,4 Prozent der Kohle, die im Jahr 2016 weltweit verbraucht wurde, wurde von China verbraucht.“

Der Energiemix von China wird sich so schnell nicht ändern. Wer vorgibt das Klima zu retten und keine „Solar-Karosserie“ mit anbietet, macht sich sehr unglaubwürdig.

In dem Video von Harald Lesch (siehe mein Beitrag 15) wird ganz einfach und verständlich vorgerechnet, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Deutschland seine gesamte Energie mit erneuerbaren Energien selbst decken kann. Hat was mit Zahlen, Mathematik und Wissen zu tun.

31.05.2019 22:25 Sabrina 21

@ 31.05.2019 18:11 Mediator 14
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Sie machen einen schwerwiegenden Fehler, wenn Sie versuchen, eine nicht taugliche Technik in den Markt zu drücken.

Sie übersehen völlig, dass sich im Anschaffungspreis eines E-Autos der enorme Ressourceneinsatz, insbesondere bei der Batterie, aber auch bei den nicht recyclebaren Leichtbauwerkstoffen, widerspiegelt.

Um so ein E-Auto seriös zu beurteilen, muss man alle Kosten und Umweltschäden sehen.

Je mehr Personal beschäftigt wird, desto mehr Wald wird für klimaneutrales beheizen von deren Wohnungen benötigt. Das ist im Preis des Autos in Form von Lohnkosten mit drin. OK - wird ja in Asien gefertigt, da sind die E-Autos nicht so teuer.

Oder trotzdem?

31.05.2019 22:17 Sabrina 20

@ 31.05.2019 16:48 INFO 10
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Der Diesel war lange Zeit steuerlich deutlich begünstigt, damit sich die Leute einen Diesel kaufen
Wenn genügend Leute ein E-Auto haben wird man die E-Autos angreifen, damit die Leute dann wieder eine andere Sorte Auto kaufen (müssen)
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Das ist etwa so, als wenn man für einen Armutslohn einen Müllhaufen von einer Straßenseite auf die andere und wieder zurück schaufeln muss und das immer wieder
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Da hat man am Ende was aufgebaut
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Natürlich hat man Wald abholzen müssen, damit der Schaufler seine Wohnung klimaneutral beheizen kann
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Dass ist aber nicht so schlimm, denn derjenige, der den Schaufler beschäftigt hat, bekommt dafür Wirtschaftsförderung vom Staat
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So ca. lässt sich die gegenwärtige WirtschaftsPolitik der BRD beschreiben
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Beispiele:
TransRapid
E-Auto
CO2-Verpressung
Windenergie
Wärmedämmung

31.05.2019 22:02 Sabrina 19

Ich schlage vor, mir die Kaufprämie auf die Rente aufzuschlagen.
Da kommt das Geld wenigstens bei mir an und dient somit einem guten Zweck, nämlich der Verbesserung meines Lebensstandards.

Außerdem käme es nicht bei den Kindersklavenhaltern, die die seltenen Erden für die Batterien ausbuddeln lassen.
Das müsste doch die UN-Kinderhilfsorganisation freuen.

31.05.2019 21:06 nasowasaberauch 18

Mediator
Schauen wir uns die ARD-Doku "Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?" am 3. Juni um 22.45 Uhr an. Danach werden wir mehr wissen, anstatt zu glauben.